Elbblick Börsenbrief
KW 17/2021

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

der Start in die vergangene Handelswoche verlief zunächst sehr zuversichtlich. Die Stimmung kippte jedoch umgehend, als Pläne der US-Regierung über kräftige Steuererhöhung von hohen Börsengewinnen durchsickerten. Demnach soll für US-Amerikaner mit einem Einkommen von mehr als einer Million US-Dollar der bisherige Steuersatz von 20 Prozent auf künftig knapp 40 Prozent auf Kapitalerträge angehoben werden. Auf Bundesebene würde inklusive eines Zuschlags eine Kapitalertragssteuer in Höhe von 43,4 Prozent erhoben. Reiche New Yorker müssten aufgrund von zusätzlichen Bundesstaatsteuern über 52 Prozent Steuern auf Kapitalgewinne zahlen, Kalifornier sogar fast 57 Prozent. 

In Europa stand die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Mittelpunkt. Wie erwartet beließ die Notenbank den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und den Einlagesatz bei minus 0,5 Prozent. In der anschließenden Pressekonferenz machte Notenbankchefin Christine Legard klar, dass ein Ende der ultralockeren Geldpolitik gegen die Corona-Krise nicht bevorstehtZwar beschloss die EZB keine neuen geldpolitischen Maßnahmen, stellte aber eine Anpassung der bisher eingesetzten geldpolitischen Instrumente in Aussicht. 

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Noch was in eigener Sache: 

Ab dem 3. Mai 2021 präsentiert GBE brokers die Webinar-Reihe Elbblick LiveMontags und mittwochs werden wir vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem 10-15-minütigen Live-Webinar anhand der technischen Analysen durchleuchten. Weitere Informationen zum Elbblick Live-Webinar werden wir Ihnen in Kürze zusenden.  

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Gewinnmitnahmen prägten das Bild in der letzten Börsenwoche im deutschen Leitindex DAX, nachdem der Index in der Woche davor mit 15.514 Punkten ein neues Allzeithoch erreichte. Diese ließen den Index im bisherigen Korrekturverlauf bis exakt auf die graue 21-Tage-Durchschnittslinie bei 15.072 Punkte fallen.

Charttechnischer Ausblick:

Trotz der Gewinnmitnahmen hält sich der DAX weiterhin wacker über der 15.000-Punkte-Marke. Allerdings kann der DAX jederzeit einen schnellen Kursrücksetzer unter 15.000 Zähler vollziehen, bevor er seine Rekordfahrt fortsetzt. Ein Schlusskurs über 15.533 Punkten könnte dem deutschen Aktienbarometer neue Kräfte verleihen und einen Anstieg bis auf das Projektionsziel bei 15.846 Punkten initiieren. Hier dürften erneut Gewinne mitgenommen werden, die den DAX in Richtung 15.000 Zählern drücken könnten. Setzt sich anschließend eine neue Kaufwelle in Gang, wird die Zielmarke bei 16.025 Punkten aktiviert.

Wie zuvor erwähnt sind schnelle und heftige Kursrücksetzer aus der momentanen Konsolidierung auf hohem Niveau zu jedem Zeitpunkt möglich. Ein solcher könnte das Kursbarometer bis auf 14.962 Punkte fallen lassen. Eine größere Unterstützung bietet der Bereich von 14.805 Punkten. Hier könnte der DAX abprallen und eine neue Aufwärtsbewegung starten, um die Rekordjagd fortzusetzen. Komplizierter wird die Situation mit einem Tagesschlusskurs unter 14.800 Punkten, da im Anschluss eine schwierige Seitwärtsbewegung entstehen könnte, die sich bis auf 14.500 Zählern ausdehnen kann.

Unterstützungen:

1. 14.962 Punkten

2. 14.805 Punkten

3. 14.500 Punkten

Widerstände:

1. 15.533 Punkten

2. 15.846 Punkten

3. 16.025 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Einen regelrechten Senkrechtstart legte in der vergangenen Handelswoche die europäische Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar hin, in dem sie mühelos die wichtige Schwelle von 1,20 US-Dollar übersprang und sich bis 1,2080 US-Dollar verteuerte. In der anschließenden Korrektur testete EUR/USD den Bereich von 1,20 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Das Momentum liegt aktuell definitiv auf der Seite der Euro-Bullen. Bezeichnend dafür war der Test bei 1,20 US-Dollar, der umgehend gekontert wurde. Auf einen härteren Widerstand dürften die Euro-Käufer im Bereich von 1,2102 US-Dollar stoßen. Dort verläuft die seit dem Jahreshoch bei 1,2349 US-Dollar gültige rote Abwärtstrendlinie. Sollte der EUR/USD-Kurs hier abprallen, so dürfte erneut der 1,20er-Bereich ein Thema werden. Schließt der Euro über 1,21 US-Dollar, befindet sich das nächste Ziel auf der Oberseite bei 1,2157 US-Dollar. Knackt die Einheitswährung auch diese Hürde, kommt das Kursziel bei 1,2220 US-Dollar ins Spiel.

Aktuell scheint das Währungspaar EUR/USD auf der Unterseite bei 1,20 US-Dollar gut abgesichert zu sein. Dennoch lautet für die Euro-Bullen das Motto „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“. Denn sollte der Euro unter 1,20 US-Dollar schließen, könnte es zügig in Richtung 1,1935 US-Dollar gehen. Die graue 21-Tage-, die blaue 50-Tage- sowie die orange 200-Tages-Durchschnittslinie müssten dem Euro hier eine starke Unterstützung bieten und eine neue Kaufwelle auslösen. Einen größeren Hinweis auf ein mögliches Ende der im April gestarteten Euro-Aufwertung könnten Kurse unter 1,1890 US-Dollar geben. Insbesondere eine Beendigung des Tageshandels unter 1,1848 US-Dollar dürfte dies bestätigen.

Unterstützungen:

1. 1,1935 US-Dollar

2. 1,1890 US-Dollar

3. 1,1848 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,2102 US-Dollar

2. 1,2157 US-Dollar

3. 1,2220 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Das gelb-schimmernde Edelmetall Gold konnte auch in der Vorwoche an Wert zulegen und verteuerte sich im Wochenhoch bis auf 1.798 US-Dollar, ohne dabei stärker zu korrigieren. Dadurch war die wichtige Unterstützung bei 1.760 US-Dollar zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Charttechnischer Ausblick:

Das Tauziehen zwischen Gold-Bullen und -Bären könnte im Bereich der 1.800 US-Dollar-Marke ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen. Noch steht nicht fest, ob der Ende März gestartete Aufwärtstrend eine Bullen-Falle ist. Ein Tagesschlusskurs über 1.817 US-Dollar sollte den Gold-Bullen deutlich mehr Sicherheit geben. Dadurch werden die Kursziele 1.851 und 1.875 US-Dollar aktiviert.

Scheitert der Goldpreis dagegen im Bereich von 1.800 US-Dollar, rückt die Unterstützungslinie bei 1.760 US-Dollar in den Vordergrund. Hier werden die Gold-Bullen verstärkt auf den Plan treten, um den aktuellen Aufwärtstrend zu verteidigen. Gelingt ihnen das nicht, liegt das nächste Support-Level bei 1.737 US-Dollar. Kritisch sind Kurse unter 1.723 US-Dollar. Dadurch könnte sich die Abwärtsdynamik beschleunigen und die Bullen-Falle würde definitiv zuschnappen.

Unterstützungen:

1. 1.760 US-Dollar

2. 1.737 US-Dollar

3. 1.723 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.817 US-Dollar

2. 1.851 US-Dollar

3. 1.875 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 26.04. – 30.04.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag26.04.202110:00 UhrDE: Ifo-Geschäftsklimaindex (Apr.)
Montag26.04.202114:30 UhrUS: Auftragseingang für langlebige Güter (Apr.)
Dienstag27.04.202115:00 UhrUS: Hauspreisindex (Feb.)
Dienstag27.04.202116:00 UhrUS: CB Verbrauchervertrauen (Apr.)
Mittwoch28.04.202108:00 UhrDE: KfK Konsumklimaindex (Mai)
Mittwoch28.04.202114:30 UhrUS: Warenhandelsbilanz (Mrz.)
Mittwoch28.04.202116:30 UhrUS: Rohöllagerbestände
Mittwoch28.04.202120:00 UhrUS: Fed Zinsentscheidung
Mittwoch28.04.202120:30 UhrUS: Fed Pressekonferenz
Donnerstag29.04.202114:30 UhrUS: Bruttoinlandsprodukt (1. Quartal 2021)
Freitag30.04.202108:00 UhrDE: Bruttoinlandsprodukt (1. Quartal 2021)
Freitag30.04.202114:30 UhrUS: PCE Preisindex (Mrz.)

Risikohinweis:

Forex und CFD Trading ist spekulativ und daher nicht für jeden Investor geeignet. GBE brokers Ltd. bietet Margin Trading an. Gehebelte Produkte können sich sowohl zu Ihrem Nachteil als auch zu Ihrem Vorteil auswirken. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein und nicht mehr Kapital einsetzen als Sie sich leisten können zu verlieren. Bevor Sie ein Konto eröffnen, lesen Sie bitte unsere Risikohinweise und unsere AGBs.

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen