Elbblick Börsenbrief
KW 14/2021

Liebe GBE-Trader,

zu Beginn der Handelswoche vor Ostern drückte die Schieflage des US-Hedgefonds Archegos Capital Management auf die Stimmung der Anleger. Archegos kam seinen Nachschusspflichten (Margin Call), insbesondere gegenüber der Schweizer Großbank Credit Suisse und der japanischen Investmentbank Nomura, nicht nach. Den beiden Finanzhäusern drohen nach Glattstellung von Wertpapier-Positionen ein Milliarden Verlust.

Dagegen wurde die Veröffentlichung eines rund zwei Billionen US-Dollar schweren Infrastrukturplans durch US-Präsident Joe Biden an den Aktienmärkten positiv aufgenommen. Biden pries den Plan zur Modernisierung der US-Infrastruktur als größtes Arbeitsmarktprogramm seit dem Zweiten Weltkrieg an. Zudem soll das Projekt die Nation mobilisieren und vereinen, um den Klimawandel entgegenzutreten und sich im Wettlauf mit China durchzusetzen. Die Kernpunkte des Plans umfassen die Modernisierung von rund 32.000 Kilometer Straßen, 10.000 Brücken, über zwei Millionen Gebäude und mehrere Flughäfen, Austausch aller Wasserleitungen sowie Investitionen in öffentliche Verkehrsmittel und in die Elektromobilität. Finanziert soll das Paket unter anderem durch eine höhere Besteuerung von Unternehmen. Allerdings benötigen die Demokraten für die Genehmigung im Senat die Zustimmung von etwa zehn Republikanern, was sich als schwierig erweisen dürfte.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Das Elbblick-Team wünscht Ihnen erholsame Ostertage. Die nächste Ausgabe unseres GBE-Börsenbriefs wird am 16. April 2021 veröffentlicht.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Zum ersten Mal in seiner Geschichte knackte der deutsche Aktienindex DAX die Marke von 15.000 Punkten. Nahezu mühelos überquerte der Index den historischen Zählerstand, ohne dabei größer zu korrigieren.

Charttechnischer Ausblick:

Mit der Überquerung von 15.000 Punkten erreichten die DAX-Bullen einen weiteren, wichtigen Meilenstein in ihrer Rekordfahrt. Die Gewinnmitnahmen hielten sich bisher in Grenzen, so dass eine direkte Fortsetzung der aktuellen Aufwärtsbewegung bis auf 15.240 Punkte durchaus möglich ist. Je stärker der DAX steigt, desto anfälliger wird das deutsche Aktienbarometer für schnelle Kursrücksetzer. Darum sollte es nicht überraschen, dass der DAX jederzeit bis auf 14.500 Zähler zurückfallen kann. Anschließend könnte der Index in eine komplizierte Seitwärtsbewegung übergehen. Bei Fortführung der Rekordbewegung liegen die nächsten Projektionsziele bei 15.533 und 15.846 Zählern.

Auf der Unterseite liegt das erste Korrekturziel bei 14.805 Punkten. Von hier aus könnte der DAX wieder die 15.000er-Marke ansteuern. Bei einem Schlusskurs darunter rückt die Unterstützung bei 14.500 Punkten in den Fokus, wobei sich die Korrektur ohne Weiteres bis auf 14.358 Zähler ausdehnen kann, bevor es anschließend wieder in Richtung 15.000 Punkte geht. Ein Tageschlusskurs unter 14.085 Punkten würde zu einem vorläufigen Ende der Rekordfahrt führen.

Unterstützungen:

1. 14.805 Punkten

2. 14.500 Punkten

3. 14.358 Punkten

Widerstände:

1. 15.240 Punkten

2. 15.533 Punkten

3. 15.846 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die Talfahrt im Währungspaar EUR/USD setzte sich auch in der vergangenen Handelswoche fort. Bis zum Gründonnerstag fiel die europäische Einheitswährung gegenüber dem US-Dollar bis auf 1,1703 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Der seit Anfang Januar 2021 eingeleitete Abwärtstrend erweist sich als sehr robust und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die langfristige Euro-Abwertung weiter fortsetzt. Jede noch so kleine Kurserholung wird aktuell umgehend als Verkaufsgelegenheit genutzt. Allerdings dürfte EUR/USD langsam, aber sicher, auf stärkere Unterstützungen stoßen, die eine größere Erholung einleiten könnten. Der nächste Support liegt bei 1,1693 US-Dollar. Darunter verläuft bei ca. 1,1639 die seit März 2020 gültige grüne Aufwärtstrendlinie. Sollte bei 1,1592 US-Dollar ebenfalls keine stärkere Gegenbewegung eingeleitet werden, liegt die „letzte Bastion der Euro-Bullen“ für die Fortsetzung der seit März 2020 begonnenen Euro-Aufwertung im Bereich von 1,1452 bis 1,1489 US-Dollar. Wird diese starke Unterstützungszone geknackt, könnte die nächste, größere Abwärtswelle den Euro zum US-Dollar in Richtung Parität drücken.

Noch immer besteht Hoffnung für die Euro-Bullen auf Fortsetzung der mittelfristigen Euro-Aufwertung mit Ziel der 2018er-Hochs bei 1,2555 US-Dollar. Allerdings steht ihnen sehr viel Arbeit bevor, um dieses Ziel zu erreichen. Ein Schlusskurs über 1,1760 US-Dollar wäre ein kleiner Lichtblick, der sich mit Beendigung des Tageshandels über 1,1812 US-Dollar deutlich verstärkt. Ein kurzfristiges Kaufsignal mit Ziel 1,1878 und 1,1945 US-Dollar könnte ein Tagesschlusskurs über 1,1845 US-Dollar auslösen. Sehr wahrscheinlich dürften hier die Euro-Bären verstärkt auf den Plan treten und versuchen, den Abwärtstrend fortzuführen. Gelingt ihnen das nicht, liegt das nächste Hindernis auf der Oberseite bei 1,1945 US-Dollar. Mit Kursen über der psychologisch wichtigen Marke von 1,20 US-Dollar dürfte sich der mittelfristige Aufwärtstrend im EUR/USD fortsetzen.

Unterstützungen:

1. 1,1693 US-Dollar

2. 1,1639 US-Dollar

3. 1,1592 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1760 US-Dollar

2. 1,1812 US-Dollar

3. 1,1845 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Bis zu den Osterfeiertagen konnte das gelb-schimmernde Edelmetall Gold seine Talfahrt beenden. Zwar fiel der Goldpreis zunächst erneut auf seine starke Unterstützungszone zwischen 1.669 und 1.680 US-Dollar, startete aber im Anschluss eine Erholung in Richtung 1.720 US-Dollar-Marke.

Charttechnischer Ausblick:

Durch den erneuten Test des Unterstützungsbands zwischen 1.669 und 1.680 US-Dollar könnte der Goldpreis einen mittelfristigen Boden gefunden haben. Die Hinweise darauf würden sich definitiv mit Kursen über 1.760 US-Dollar auf Tagesschlusskursbasis verdichten. Damit wäre der Weg bis auf 1.783 US-Dollar frei. Davor müssen die Goldbullen noch das Hindernis bei 1.726 US-Dollar überwinden.  Den großen Befreiungsschlag gelingt den Gold-Bullen aber erst mit der Beendigung des Tageshandels über 1.817 US-Dollar. Dadurch erhellt sich das mittelfristige Chartbild und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich die langfristige Hausse am Goldmarkt fortsetzt.

Mit 1.745 und 1.760 US-Dollar stehen dem Edelmetall sehr starke Hürden für eine Erholung in Richtung 1.800 US-Dollar im Weg. Dagegen bieten die grüne Aufwärtstrendlinie, die seit Mai 2019 gültig ist, und der wichtige Support-Bereich zwischen 1.680 und 1.669 US-Dollar eine starke Unterstützung. Fällt der Goldpreis darunter, würde die Abwärtsdynamik erneut zunehmen mit der Folge einer Verbilligung des Edelmetalls bis auf 1.644 US-Dollar. Spätestens bei 1.615 US-Dollar ist mit einer größeren Kurserholung bis mindestens 1.700 US-Dollar zu rechnen. Setzt sich anschließend der Verkaufsdruck weiter fort, kann der Goldpreis ohne Weiteres bis auf seine Unterstützungslinie bei 1.560 US-Dollar fallen.

Unterstützungen:

1. 1.680 US-Dollar

2. 1.669 US-Dollar

3. 1.644 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.726 US-Dollar

2. 1.745 US-Dollar

3. 1.760 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 05.04. – 09.04.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag05.04.2021GanztagsDE: Feiertag - Ostermontag
Montag05.04.202116:00 UhrUSA: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Mrz.)
Dienstag06.04.202116:00 UhrUS: JOLT's Stellenangebote (Feb.)
Mittwoch07.04.202109:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Mrz.)
Mittwoch07.04.202110:30 UhrUK: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Mrz.)
Mittwoch07.04.202116:30 UhrUS: Handelsbilanz (Feb.)
Donnerstag08.04.202108:00 UhrDE: Auftragseingang Industrie (Feb.)
Donnerstag08.04.202110:30 UhrUK: Einkaufsmanagerindex Baugewerbe (Mrz.)
Freitag09.04.202108:00 UhrDE: Handelsbilanz (Feb.)
Freitag09.03.202108:00 UhrDE: Industrieproduktion (Feb.)
Freitag09.04.202114:30 UhrUS: Erzeugerpreisindex (Mrz.)
Freitag09.04.202116:00 UhrUS: Umsatz der Großhändler (Feb.)

Risikohinweis:

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen