Liebe Kundinnen und Kunden,

in der letzten Woche beschloss die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20), gemeinsam gegen die Corona-Krise vorzugehen und die Weltwirtschaft mit insgesamt fünf Billionen Dollar zu unterstützen. Über eine gezielte Finanzpolitik, wirtschaftliche Maßnahmen und Garantien wollen die G20-Staaten speziell Arbeitnehmer und kleine und mittlere Unternehmen helfen. Historisch ist auch die Maßnahme der US-Notenbank Fed. Am vergangenen Montag teilte die Fed mit, künftig „in den benötigten Mengen“ Staatsanleihen und Hypothekenpapier aufzukaufen. Die bisherige Volumenbegrenzung von 500 Mrd. US-Dollar für die Käufe von Staatsanleihen und 200 Mrd. US-Dollar für die Käufe von Hypothekenpapieren wurde damit aufgehoben.  Somit gibt es künftig de facto keine Volumenbegrenzung der Käufe mehr.

Obwohl sich COVID-19 rasant in den USA ausbreitet und die Vereinigten Staaten mittlerweile die meisten Infizierten laut John Hopkins Universität hat, will US-Präsident Donald Trump die Wirtschaft möglichst zügig wieder hochfahren. Eine langanhaltende Schließung der Wirtschaft werde letztlich zu mehr Toten führen als das Coronavirus, argumentiert der US-Präsident.  

Wie sich die Ereignisse der letzten Woche auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD und auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Der deutsche Aktienindex setzte in der vergangenen Handelswoche seine Kurserholung fort und stieg wieder über die Marke von 10.000 Punkten. Allerdings konnte der Index dieses Niveau nicht halten und fiel im Wochenverlauf bis auf 9.440 Punkten.  

Charttechnischer Ausblick:

Erwartungsgemäß stellt die 10.000 Punkte-Marke ein größeres Hindernis für den DAX dar. Wichtig für die Fortsetzung der Kurserholung ist ein Schlusskurs über 10.300 Punkten. Der Weg wäre dann bis zum nächsten, größeren Widerstand bei 11.037 Punkten frei. Schafft es der DAX per Schlusskurs über 11.650 Punkten zu steigen, dann dürfte der Crash durch die Corona-Krise ausgestanden sein.

Bleibt der DAX unter 10.300 Punkten, besteht die Gefahr eines Rücksetzers bis auf 9.155 Punkten. Hier wird es sich entscheiden, ob die DAX-Bullen den Index wieder über 10.000 Punkten bewegen können. Falls die DAX-Bären die Oberhand behalten sollten, ist mit einem Test der Unterstützung bei 8.167 Punkten zu rechnen. Beim Bruch der Unterstützung werden die Kursziele 7.485 Punkten und 6.625 Punkten ausgelöst.

Unterstützungen:

1. 9.155 Punkten

2. 8.167 Punkten

3. 7.485 Punkten

Widerstände:

1. 10.300 Punkten

2. 11.037 Punkten

3. 11.650 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Gut erholt präsentierte sich die Gemeinschaftswährung Euro zum US-Dollar nach dem Absturz in der Vorwoche. Die Einheitswährung stieg bis auf 1,1087 US-Dollar und konnte sich deutlich vom Vorwochentief bei 1,0635 entfernen. 

Charttechnischer Ausblick:

Für den Euro besteht nun die Gefahr, dass es wieder in Richtung Süden geht und der langfristige Abwärtstrend fortgesetzt wird. Das erste Ziel liegt dann bei 1,0859 US-Dollar. Darunter befindet sich die nächste Unterstützung bei 1,0776 US-Dollar. Hier könnten der Euro wieder in Richtung 1,10 US-Dollar steigen. Sollte dieser Anstieg ausbleiben und dazu die Unterstützung bei 1,0635 US-Dollar gebrochen werden, kommen die Kursziele 1,0561 US-Dollar und 1,0486 US-Dollar ins Spiel.

Eine Fortführung der Erholung könnte den Euro bis auf 1,1166 US-Dollar steigen lassen. Hier müssen Kursrücksetzer bis auf 1,10 US-Dollar eingeplant werden. Erst ein Schlusskurs über 1,1236 US-Dollar entschärft kurzfristig das bärische Chartbild im Tageschart mit der Möglichkeit eines Anstiegs bis auf 1,1374 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1,0859 US-Dollar

2. 1,0776 US-Dollar

3. 1,0635 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1166 US-Dollar

2. 1,1236 US-Dollar

3. 1,1374 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Auch der Goldpreis konnte sich in der vergangenen Börsenwoche kräftig vom Abverkauf in der Vorwoche erholen und stieg wieder über die Marke von 1.600 US-Dollar je Feinunze. Aus fundamentaler Sicht bekam der Goldpreis Auftrieb durch die Ankündigung der Fed, praktisch unbegrenzt Anleihekäufe zu tätigen, und durch die Corona-bedingte vorübergehende Schließung von Goldbarrenhersteller in der Schweiz.

Charttechnischer Ausblick:

Das Chartbild ist seit letzter Woche wieder bullischer geworden. Die nächste Aufwärtsbewegung könnte den Goldpreis auf ein neues Siebenjahreshoch bei 1.715 US-Dollar führen. Von diesem Niveau aus könnten erneut stärkere Gewinnmitnahmen eintreten und den Goldpreis bis unter 1.600 US-Dollar verbilligen. Im Fall, dass der Widerstand bei 1.715 US-Dollar kein großes Hindernis darstellt, ist ein Anstieg auf 1.752 US-Dollar und bei zunehmender Kaufdynamik bis 1.795 US-Dollar zu erwarten. 

Kommt es erneut zu einem Rücksetzer, könnte dieser im Bereich 1.547 US-Dollar und 1.524 US-Dollar abprallen mit Potential für einen Anstieg in Richtung 1.700 US-Dollar. Gut unterstützt ist der Goldpreis im Bereich 1.460 US-Dollar und 1.445 US-Dollar. Ein Bruch dieser Unterstützungszone könnte einen größeren Abverkauf mit Ziel 1.411 US-Dollar und 1.374 US-Dollar auslösen.

Unterstützungen:

1. 1.547 US-Dollar

2. 1.460 US-Dollar

3. 1.411 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.715 US-Dollar

2. 1.752 US-Dollar

3. 1.795 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 30.03. - 03.04.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag30.03.202014:00 UhrDE: Harmonisierter Verbraucherpreisindex (Jahr)
Dienstag31.03.202008:00 UhrUK: Bruttoinlandsprodukt (Quartal)
Dienstag31.03.202009:55 UhrDE: Arbeitslosenquote (Mrz.)
Dienstag31.03.202011:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex – Kernrate (Jahr)
Mittwoch01.04.202008:00 UhrDE: Einzelhandelsumsätze (Monat/Feb.)
Mittwoch01.04.202009:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex – Verarbeit. Gewerbe (Mrz.)
Mittwoch01.04.202011:00 UhrEU: Arbeitslosenquote (Mrz.)
Mittwoch01.04.202016:00 UhrUSA: ISM verarbeitendes Gewerbe
Donnerstag02.04.202014:30 UhrUSA: Erstanträge Arbeitslosenunterstützung
Freitag03.04.202009:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex – Dienstleistungen (Mrz.)
Freitag03.04.202014:30 UhrUSA: Neugeschaffene Stellen ex Agrar (Mrz.)
Freitag03.04.202014:30 UhrUSA: Arbeitslosenquote

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