Elbblick Börsenbrief
KW 13/2021

Liebe GBE-Trader,

trotz der sinkenden US-Anleiherenditen war die Stimmung an den Aktienmärkten in der vergangenen Handelswoche etwas gedrückt. Anhaltende Pandemiesorgen, verlängerte Lockdowns und Restriktionen sowie mögliche Steuererhöhungen der US-Regierung belasteten die Aktienmärkte weltweit. Darüber hinaus gerieten die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China immer mehr in den Fokus der Börsianer. In seiner ersten Pressekonferenz seit Amtsantritt sagte US-Präsident Joe Biden zwar, er suche keine „Konfrontation“ im Umgang mit China, betonte aber, dass es einen „scharfen“ Wettbewerb“ mit China geben wird. Zudem bestehen die USA darauf, dass China „internationales Recht, gerechten Wettbewerb, gerechte Praktiken und gerechten Handel respektiert“. Hinsichtlich der jüngsten Raketentests Nordkoreas sagte Biden, falls sich Nordkorea für eine Eskalation entscheidet, würden die USA angemessen reagieren.

Stolz präsentierte Biden die Zahlen über die Impfungen. Bisher sind in den USA über 133 Millionen Dosen verimpft. In den ersten 100 Tagen seiner Präsidentschaft sollen 200 Millionen statt 100 Millionen Impfungen durchgeführt werden. Laut Biden sei kein anders Land auf der Welt „auch nur annähernd an das herangekommen, was wir tun“.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Der deutsche Leitindex DAX konsolidierte in der letzten Handelswoche weiterhin auf hohem Niveau. Zwar schaffte der Index kein neues Allzeithoch, jedoch konnten die DAX-Bullen am vergangenen Donnerstag einen schnellen Kursrücksetzer bis auf 14.420 Punkten umgehend kontern.

Charttechnischer Ausblick:

„The trend is your friend” und der Trend im DAX sieht weiterhin bullisch aus. Die Rekordfahrt mit neuen Allzeithochs kann aus der aktuellen Konsolidierung jederzeit weitergehen. Als nächstes könnten die DAX-Bullen den Bereich von 14.990 und 15.020 Zählern anpeilen. Die 15.000er-Marke dürfte sehr wahrscheinlich nicht ohne Weiteres überwunden werden, so dass Gewinnmitnahmen einkalkuliert werden müssen, die den Index danach wieder unter 14.500 Punkten drücken könnten. Anschließend besteht durch die nächste Aufwärtswelle die Chance auf einen DAX-Anstieg bis auf 15.240 Punkten. Die nächsten Projektionsziele darüber befinden sich bei 15.533 und 15.846 Zählern.

Die aktuelle Konsolidierung reduziert zudem die gegenwärtige technisch überkaufte Situation im DAX, was als Zeichen einer gesunden Aufwärtsbewegung interpretiert werden kann. Allerdings können schnelle Kursrücksetzer wie am vergangenen Donnerstag jederzeit vorkommen, um zu testen, ob die DAX-Bullen diese als Kaufgelegenheit nutzen. Solange der DAX über der Unterstützung bei 14.358 Zählern auf Tagesschlusskursbasis bleibt, kann mit einer zügigen Fortsetzung des Aufwärtstrends in Richtung 15.000 Punkte-Marke gerechnet werden. Kurse unter 14.198 Punkte würden zum Abbruch der Kaufdynamik führen. Schließt der DAX unter 14.085 Punkte, dürfte dies die Reise in Richtung 15.000 Zählern erstmal stoppen und eine komplizierte Seitwärtsphase auslösen, die sich bis in den Bereich von 13.461 und 13.650 Punkten ausdehnen kann.

Unterstützungen:

1. 14.358 Punkten

2. 14.198 Punkten

3. 14.085 Punkten

Widerstände:

1. 14.990 Punkten

2. 15.240 Punkten

3. 15.533 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Der seit dem Jahreshoch am 6. Januar 2021 bei 1,2349 US-Dollar gestartete Abwärtstrend in der europäischen Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar hielt auch in der Vorwoche an. Dabei durchbrach der Euro zuerst die orange 200-Tage-Durchschnittslinie, anschließend fiel die Einheitswährung unter 1,18 US-Dollar und notierte damit auf dem tiefsten Stand seit November 2020.

Charttechnischer Ausblick:

Die Situation des Euros zum US-Dollar wird zunehmend kritischer und es besteht die Gefahr, dass die im März 2020 gestartete Euro-Aufwertung beendet wird und der übergeordnete, langfristige Abwärtstrend sich fortsetzt. Ein Schlusskurs unter 1,1693 US-Dollar verstärkt das bärische Euro-Szenario mit der Folge eines möglichen Kursrückgangs bis auf 1,1592 US-Dollar. Von hier aus dürfte eine größere Gegenbewegung mit Ziel 1,18 US-Dollar eingeleitet werden. Unter 1,1592 US-Dollar befindet sich als „letzte Bastion der Euro-Bullen“ für die Fortführung der zuvor erwähnten mittelfristigen Euro-Aufwertung der Bereich von 1,1452 bis 1,1489 US-Dollar. Wird diese starke Unterstützungszone geknackt, könnte die nächste, größere Abwärtswelle den Euro zum US-Dollar in Richtung Parität drücken.

Noch besteht Hoffnung für die Euro-Bullen auf Fortsetzung der mittelfristigen Euro-Aufwertung mit Ziel der 2018er-Hochs bei 1,2555 US-Dollar. Allerdings steht ihnen sehr viel Arbeit bevor, um dieses Ziel zu erreichen. Ein Schlusskurs über 1,1848 US-Dollar wäre ein erster wichtiger Schritt und würde die Kursziele 1,1875 US-Dollar und 1,1903 US-Dollar auslösen. Hier dürften die Euro-Bären verstärkt auf den Plan treten und versuchen, den Abwärtstrend fortzuführen. Gelingt ihnen das nicht, liegt das nächste Hindernis auf der Oberseite bei 1,1945 US-Dollar. Mit Kursen über der psychologisch wichtigen Marke von 1,20 US-Dollar dürfte sich der mittelfristige Aufwärtstrend im EUR/USD fortsetzen.

Unterstützungen:

1. 1,1693 US-Dollar

2. 1,1592 US-Dollar

3. 1,1489 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1848 US-Dollar

2. 1,1875 US-Dollar

3. 1,1903 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Preis für eine Feinunze Gold bewegte sich in der letzten Börsenwoche in einer kleinen Handelsspanne von lediglich 25 US-Dollar. Nach oben hin zeigte sich der Goldpreis eher kraftlos und verharrte unter dem Widerstand von 1.745 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Dem Edelmetall stehen mit 1.745 US-Dollar und 1.760 US-Dollar sehr starke Hürden im Weg, um die Erholung in Richtung 1.800 US-Dollar fortzusetzen. Diese Widerstandszone entscheidet möglicherweise über die Fortführung des langfristigen Aufwärtstrends oder des mittelfristigen Abwärtstrends. Aus Sicht der Gold-Bullen stellt ein Test des Unterstützungsbands zwischen 1.706 US-Dollar und 1.715 US-Dollar noch kein größeres Problem dar. Anders sieht die Lage mit Preisen unterhalb der Unterstützungszone aus. Dadurch dürfte die grüne Aufwärtstrendlinie, die seit Mai 2019 gültig ist, und der wichtige Support-Bereich zwischen 1.680 und 1.669 US-Dollar in den Fokus rücken, wo eine mittelfristige Bodenbildung durchaus möglich ist. Fällt der Goldpreis darunter, würde die Abwärtsdynamik erneut zunehmen mit der Folge einer Verbilligung des Edelmetalls bis auf 1.615 US-Dollar. Hier ist mit einer stärkeren Kurserholung bis mindestens 1.700 US-Dollar zu rechnen. Setzt sich anschließend der Verkaufsdruck weiter fort, kann der Goldpreis ohne Weiteres bis auf seine Unterstützungslinie bei 1.560 US-Dollar fallen.

Auf der Oberseite benötigen die Gold-Bullen einen Tagesschlusskurs über 1.760 US-Dollar, um sich etwas aus der gegenwärtigen bärischen Situation zu befreien und sich Luft bis auf 1.783 US-Dollar zu schaffen. Den großen Befreiungsschlag würden die Gold-Bullen aber mit der Beendigung des Tageshandels über 1.817 US-Dollar gelingen. Dadurch erhellt sich das mittelfristige Chartbild und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich die langfristige Hausse am Goldmarkt fortsetzt.

Unterstützungen:

1. 1.715 US-Dollar

2. 1.706 US-Dollar

3. 1.680 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.760 US-Dollar

2. 1.783 US-Dollar

3. 1.817 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 29.03. – 02.04.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag29.03.202107:00 UhrUK: Nationwide Hauspreisindex
Dienstag30.03.202113:00 UhrDE: Verbraucherpreisindex (Mrz.)
Dienstag30.03.202114:00 UhrUS: Hauspreisindex (Jan.)
Dienstag30.03.202115:00 UhrUS: CB Verbrauchervertrauen (Mrz.)
Mittwoch31.03.202108:55 UhrDE: Arbeitslosenquote (Mrz.)
Mittwoch31.03.202110:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Mrz.)
Mittwoch31.03.202115:00 UhrUS: Schwebende Hausverkäufe (Feb.)
Mittwoch31.03.202115:30 UhrUS: Rohöllagerbestände
Donnerstag01.04.202108:55 UhrDE: Einkaufmanagerindex verar. Gewerbe (Mrz.)
Donnerstag01.03.202115:00 UhrUS: Einkaufmanagerindex verar. Gewerbe (Mrz.)
Freitag02.04.2021GanztagsrDE: Feiertag - Karfreitag
Freitag02.04.202113:30 UhrUS: Beschäftigung ex-Agrar (Mrz.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
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Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
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