Liebe Kundinnen und Kunden,

außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Auch in der vergangenen Woche haben Regierungen und Zentralbanken weltweit große Rettungspakete und eine starke Ausweitung der Geldpolitik mit drastischen Zinssenkungen und massiven Käufen von Anleihen beschlossen, um ein Kollabieren der globalen Ökonomie zu verhindern. Die Banken werden regelrecht mit Liquidität überflutet. An den internationalen Finanzmärkten wurde die hohe Dynamik des Ausverkaufs nahezu aller Assetklassen in den letzten vier Wochen durch die umgesetzten Maßnahmen zumindest eingedämmt. Dennoch lautet für viele Marktteilnehmer aktuell das Motto „cash is king“ und somit konnten sich auch die vermeintlich „sicheren Häfen“ wie Gold oder Staatsanleihen mit hoher Bonität nicht dem Abwärtssog der Coronakrise entziehen.

Wie sich die Ereignisse der letzten Woche auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD und auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Monatschart DE30:

Rückblick:

Mit 8.187 Punkten rutschte der deutsche Aktienindex DAX in der letzten Handelswoche auf den tiefsten Stand seit September 2013. Zumindest konnte sich der Index über der wichtigen Marke von 8.000 Punkten halten und zum Ende der Woche wieder über 9.000 Punkten steigen.

Charttechnischer Ausblick:

Falls keine V-Korrektur eintritt, dürfte es für den DAX schwierig sein, eine größere Erholungsrally ohne Rücksetzer zu starten. Zuerst müsste sich der DAX über 9.000 Punkten stabilisieren. Einen großen Widerstand wartet im Bereich 9.900 – 10.000 Punkten. Von hier besteht die Gefahr eines erneuten Abgleitens unter die 9.000 Punkte Marke.  Bei 10.300 Punkten trifft der DAX auf ein nächstes Hindernis. Erst Kurse über 11.000 Punkten entschärfen das bärische Chartbild.

Geht die Talfahrt weiter, könnte das deutsche Aktienbarometer zunächst bei ca. 7.983 Punkten abprallen. Bei Bruch dieser Unterstützung rückt das 61,8 Prozent Fibonacci-Retracement-Level zwischen Tief in der Finanzkrise im Februar 2008 und Allzeithoch im Februar 2020 bei 7.485 Punkten in den Fokus. Darunter befindet sich das 61,8 Prozent Fibonacci-Retracement-Level zwischen dem Tief vom Februar 2002 und Allzeithoch im Februar 2020 bei 6.625 Punkten.

Unterstützungen:

1. 7.983 Punkten

2. 7.485 Punkten

3. 6.625 Punkten

Widerstände:

1.   9.900 Punkten

2. 10.300 Punkten

3. 11.037 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Wochenchart EURUSD:

Rückblick:

Stark abwärts ging es in der vergangenen Woche für die Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar. Zwischen Wochenhoch und -tief lagen knapp 6 US-Cent Unterschied, die höchste Wochenhandelsspanne seit 5 Jahren.

Charttechnischer Ausblick:

Der Euro setzt zum US-Dollar seinen langfristigen Abwärtstrend fort. Die nächste Unterstützung liegt bei 1,0561 US-Dollar. Sollte sich die Abwärtsbewegung beschleunigen, dürfte EUR/USD an der Marke von 1,0486 US-Dollar abprallen und eine Gegenbewegung bis über 1,07 US-Dollar einleiten. Spätestens bei 1,0340 US-Dollar, dem Tief von Januar 2017, ist mit einer stärkeren Erholung zu rechnen.

Eine aktuell mögliche Erholung könnte bereits bei 1,0853 US-Dollar ein Ende finden. Ein kleiner Achtungserfolg wäre die Zurückeroberung des Bereichs von 1,0975 bis 1,10 US-Dollar. Erst Kurse über 1,1173 US-Dollar würden eine kurzfristige Bodenbildung im EUR/USD bestätigen.

Unterstützungen:

1. 1,0561 US-Dollar

2. 1,0486 US-Dollar

3. 1,0340 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,0853 US-Dollar

2. 1,0975 US-Dollar

3. 1,1173 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Nun hat es auch Gold heftig erwischt und der Preis für eine Feinunze sank im Verlauf der letzten Woche bis auf 1.451 US-Dollar. Dabei durchbrach das gelbe Edelmetall die seit Ausbruch der Goldrally verlaufende Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart).

Charttechnischer Ausblick:

Aktuell sieht das Chartbild im Gold relativ neutral aus. Für die Goldbullen ist es wichtig, wieder einen Tagesschlusskurs über 1.547 US-Dollar zu erreichen. Die nächste Hürde liegt dann bei 1.576 US-Dollar. Hier kann es zu einem heftigen Kampf zwischen Bullen und Bären kommen. Gewinnen hier die Goldbullen die Oberhand, hat der Goldpreis Raum für einen Anstieg bis auf 1.606 US-Dollar.

Bisher hält die wichtige Unterstützung bei 1.445 US-Dollar. Ein Schlusskurs darunter könnte zu einer zunehmenden Abwärtsdynamik führen mit Ziel 1.411 US-Dollar. Hält diese Unterstützung nicht, sollte der Goldpreis spätestens bei 1.374 US-Dollar eine stärkere Erholungsrally einleiten.

Unterstützungen:

1. 1.445 US-Dollar

2. 1.411 US-Dollar

3. 1.374 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.547 US-Dollar

2. 1.576 US-Dollar

3. 1.606 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 23.03. - 27.03.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Dienstag24.03.202009:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Mrz.)
Dienstag24.03.202009:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex verarbeit. Gewerbe (Mrz.)
Dienstag24.03.202010:00 UhrEU: Markit PMI Gesamtindex
Mittwoch25.03.202010:00 UhrDE: ifo-Geschäftsklimaindex Deutschland (Mrz.)
Mittwoch25.03.202013:30 UhrUSA: Auftragseingang für langlebige Güter (Feb.)
Mittwoch25.03.202015:30 UhrUSA: Rohöllagerbestände
Donnerstag26.03.202008:00 UhrDE: GfK Konsumklima Deutschland (Apr.)
Donnerstag26.03.202010:00 UhrEU: Monatsbericht der EZB
Donnerstag26.03.202013:00 UhrUK: BoE Zinssatzentscheidung
Donnerstag26.03.202013:30 UhrUSA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Donnerstag26.03.202013:30 UhrUSA: Bruttoinlandsprodukt (4. Quartal)
Freitag27.03.202013:30 UhrUSA: PCE-Kernrate Preisindex (Feb.)
Freitag27.03.202013:30 UhrUSA: Persönliche Einkommen (Feb.)

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