Elbblick Börsenbrief
KW 12/2021

Liebe GBE-Trader,

mit großer Spannung blickten die Börsianer am vergangenen Mittwoch auf die Sitzung der US-Notenbank Fed. Wie erwartet beließen die Währungshüter den Leitzins in der Spanne von null bis 0,25 Prozent. Auch den erwarteten ultralockeren geldpolitischen Kurs bestätigte die Fed. Die monatlichen Wertpapierkäufe in Höhe von 120 Milliarden Dollar will die Notenbank so lange weiter ausführen, bis „substanzielle weitere Fortschritte“ auf dem Weg zu Preisstabilität und Vollbeschäftigung erkennbar sind. Dagegen erhöhte die Fed kräftig die Wachstumsprognose für 2021 und rechnet in Verbindung mit dem 1,9 Billionen US-Dollar schweren Konjunkturprogramm von US-Präsident Joe Biden mit dem stärksten Aufschwung seit den 1970er-Jahren. Entsprechend passten die Währungshüter die Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukts von 4,2 Prozent im Dezember auf 6,5 Prozent an.

Zudem erhöhte die Notenbank ihre mittelfristige Inflationserwartung von 1,8 Prozent auf 2,4 Prozent. In der anschließenden Pressekonferenz stufte US-Notenbankgouverneur Jerome Powell die aktuelle Inflationsentwicklung als temporär ein und zeigte sich unbesorgt in Bezug auf die zuletzt stark gestiegenen US-Anleiherenditen, gegen die die Währungshüter momentan keine Maßnahmen ergreifen wollen. Manche Marktakteure hofften hier auf ein Gegensteuern der Fed.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Die Rekordjagd im deutschen Leitindex DAX setzte sich auch in der vergangenen Handelswoche fort. Mit 14.805 Punkten erreichte der DAX ein neues Allzeithoch.

Charttechnischer Ausblick:

Die DAX-Bullen sind weiterhin am Drücker und sorgen so für einen dynamischen Aufwärtstrend. Bereits kleinere Kursrücksetzer werden umgehend als Kaufgelegenheiten genutzt. Darum könnte die aktuelle Rally problemlos bis auf 14.990/15.020 Punkte weitergehen. Auf diesem Niveau müssen definitiv Gewinnmitnahmen einkalkuliert werden, die den Index im Anschluss wieder unter 14.500 Punkten drücken könnten. Anschließend besteht durch die nächste Aufwärtswelle die Chance auf einen DAX-Anstieg bis auf 15.240 Punkten. Die nächsten Projektionsziele darüber befinden sich bei 15.533 und 15.846 Zählern.

Je stärker das deutsche Aktienbarometer steigt, desto wahrscheinlicher werden schnelle Kursrücksetzer. Solange der DAX über der Unterstützung bei 14.358 Zählern auf Tagesschlusskursbasis bleibt, kann mit einer zügigen Fortsetzung des Aufwärtstrends in Richtung 15.000 Punkte-Marke gerechnet werden. Kurse unter 14.198 Punkte würden zum Abbruch der Kaufdynamik führen. Schließt der DAX unter 14.085 Punkte, dürfte dies die Reise in Richtung 15.000 Zählern erstmal stoppen und eine komplizierte Seitwärtsphase auslösen, die sich bis in den Bereich von 13.461 und 13.650 Punkten ausdehnen kann.

Unterstützungen:

1. 14.358 Punkten

2. 14.198 Punkten

3. 14.085 Punkten

Widerstände:

1. 14.990 Punkten

2. 15.240 Punkten

3. 15.533 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die europäische Gemeinschaftswährung Euro legte in der Vorwoche gegenüber dem US-Dollar wieder zu und scheiterte mit 1,1988 US-Dollar im Wochenhoch knapp an der psychologisch wichtigen 1,20 US-Dollar-Marke. Im Anschluss fiel der Euro dann unter 1,19 US-Dollar zurück.

Charttechnischer Ausblick:

Die Lage im EUR/USD entspannt sich nach der Euro-Abwertung zu Monatsbeginn zunehmend. Sollte sich daran nichts ändern, könnte sich der übergeordnete Aufwärtstrend in den kommenden Wochen fortsetzen und eine neue Bewegung in Richtung der 2018er-Hochs bei 1,2555 US-Dollar auslösen. Ein Schlusskurs über 1,1990 US-Dollar dürfte dieses Szenario untermauern und eine Beendigung des Tageshandels über 1,2038 US-Dollar erhöht die Chance auf einen Euro-Anstieg bis auf die Widerstände bei 1,2091 und 1,2152 US-Dollar.

Schafft es die Einheitswährung nicht über 1,20 US-Dollar zu schließen, dann dürfte der Abgabedruck erneut zunehmen. Bevor der EUR/USD in Richtung seiner orangen 200-Tage-Durchschnittslinie abrutscht, könnte eine Gegenbewegung in Richtung 1,20 US-Dollar bei 1,1882 US-Dollar eingeleitet werden. Komplizierter wird die Situation für den Euro erst mit einer Beendigung des Tageshandels unter der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie und unter dem Support bei 1,1830 US-Dollar. Dadurch rücken die wichtigen Unterstützungen bei 1,1693 US-Dollar und 1,1760 US-Dollar in den Fokus der Marktteilnehmer.

Unterstützungen:

1. 1,1882 US-Dollar

2. 1,1830 US-Dollar

3. 1,1760 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1990 US-Dollar

2. 1,2038 US-Dollar

3. 1,2091 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Die Erholung des Goldpreises ging auch in der letzten Börsenwoche weiter und erreichte bei 1.755 US-Dollar ein frisches Zweiwochenhoch. Anschließend korrigierte der Preis für eine Feinunze Gold bis auf 1.719 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Die Widerstandszone zwischen 1.745 und 1.760 US-Dollar stellt aktuell ein großes Hindernis für den Goldpreis da. Schaffen die Gold-Bullen ein Tagesschlusskurs darüber, wäre ein Anstieg bis zur Widerstandslinie bei 1.783 US-Dollar möglich. Den großen Befreiungsschlag würden die Gold-Bullen aber mit der Beendigung des Tageshandels über 1.817 US-Dollar gelingen. Dadurch erhellt sich das mittelfristige Chartbild und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich die langfristige Hausse am Goldmarkt fortsetzt.

Der Bereich zwischen 1.745 und 1.760 US-Dollar dürfte zwischen Gold-Bullen und -Bären hart umkämpft werden, da dieser Bereich möglichweise über die Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends oder des mittelfristigen Abwärtstrends entscheidet. Darum sollte es nicht überraschen, dass der Goldpreis wieder auf 1.715 US-Dollar fällt, ehe der nächste Aufwärtsimpuls in Richtung 1.800 US-Dollar ausgelöst wird.  Drücken die Gold-Bären den Kurs unter die Unterstützung bei 1.706 US-Dollar, dann dürfte die wichtige Unterstützung bei 1.669 US-Dollar ins Spiel kommen, von wo aus der Goldpreis erneut in Richtung 1.760 US-Dollar-Marke steigen könnte. Durch einen Schlusskurs unter 1.669 US-Dollar erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Zunahme der Abwärtsdynamik, die den Goldpreis bis auf 1.615 US-Dollar verbilligen kann. Hier ist mit einer stärkeren Kurserholung bis mindestens 1.700 US-Dollar zu rechnen. Setzt sich anschließend der Verkaufsdruck weiter fort, kann der Goldpreis ohne Weiteres bis auf seine Unterstützungslinie bei 1.560 US-Dollar fallen.

Unterstützungen:

1. 1.715 US-Dollar

2. 1.706 US-Dollar

3. 1.669 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.760 US-Dollar

2. 1.783 US-Dollar

3. 1.817 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 22.03. – 26.03.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag22.03.202113:30 UhrUS: Verkäufe bestehender Häuser (Feb.)
Dienstag23.03.202108:00 UhrUK: Arbeitslosenänderung (Feb.)
Dienstag23.03.202113:30 UhrUS: Verkäufe neuer Häuser (Feb.)
Dienstag23.03.202113:30 UhrUS: Leistungsbilanz
Mittwoch24.03.202109:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Mrz.)
Mittwoch24.03.202111:40 UhrDE: Auktion 10-jährige Bundesanleihe
Mittwoch24.03.202113:30 UhrUS: Auftragseingang langlebiger Güter (Feb.)
Mittwoch24.03.202113:30 UhrUS: Einkaufsmanagerindex Gewerbe (Mrz.)
Mittwoch24.03.202115:00 UhrUS: Rede Fed-Chef Jerome Powell
Donnerstag25.03.202113:30 UhrUS: Bruttoinlandsprodukt
Donnerstag25.03.202113:30 UhrUS: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Freitag26.03.202110:00 UhrDE: ifo-Geschäftsklimaindex (Mrz.)

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
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Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
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