Liebe Kundinnen und Kunden,

mit einem krachenden  Paukenschlag startete die vergangene Handelswoche an den internationalen Finanzmärkten. Die beiden großen Ölproduzenten Russland und Saudi-Arabien konnten sich nicht über eine Förderreduktion einigen. Im Gegenteil, Saudi-Arabien kündigte daraufhin eine deutliche Ausweitung der Ölproduktion an, was zu einem Crash am Ölmarkt führte. Der Ölmarkt-Crash goss quasi zusätzlich „Öl ins Feuer“ auf die durch die global rasante Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 bereits heftig angeschlagenen Aktienmärkten. Es kam zu regelrechten Panikverkäufen an den weltweiten Finanzmärkten, selbst bei den vermeintlich „sicheren Häfen“ wie Gold oder Staatsanleihen, nach dem Motto: cash is king! Für langfristig handelnde Investoren schlug die Stunde für erste Aktienkäufe. Denn wie sagte einst die Investmentlegende Warren Buffett: „Gelegenheiten kommen unregelmäßig. Wenn es gerade Gold regnet, stell einen Eimer vor die Tür und nicht einen Fingerhut“.

Wie sich die Ereignisse der letzten Woche auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD und auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Monatschart DE30:

Rückblick:

Heftig abwärts ging es für den deutschen Aktienindex DAX in der letzten Handelswoche. Nachdem das Börsenbarometer zu Wochenbeginn an zwei Handelstagen in Folge an der 11.000 Punkte-Marke scheiterte, krachte der Index unter 9.000 Punkten. Seit dem Allzeithoch bei 13.797 Punkten verlor der DAX innerhalb von nur 3 Wochen über 30 Prozent an Wert.

Charttechnischer Ausblick:

Der deutsche Aktienindex ist direkt nach Ausbildung des Rekordhochs in einen Bärenmarkt übergangenen. Die Verkaufsdynamik war gewaltig und könnte bei Fortführung den DAX nach Bruch von 8.688 Punkten in den Bereich 7.983 – 7.485 Punkten stürzen lassen. Falls dieser Bereich keine Unterstützung für eine größere Erholung, die über mehrere Tage andauern sollte, bietet, besteht die Chance auf eine stärkere Gegenbewegung bei 6.540 Punkten.

Für die DAX-Bullen wäre ein Schlusskurs über 10.000 Punkte ein erster Erfolg. Der Dax könnte bis 10.300 Punkten steigen und das Gap im Tageschart vom 12. März 2020 schießen, ehe die Bären möglicherweise das Ruder wieder umreißen und den Index unter 10.000 Punkten drücken wollen. Schaffen die Bären das nicht, liegt der nächste Widerstand bei 11.000 Punkten.

Unterstützungen:

1. 8.688 Punkten

2. 7.983 Punkten

3. 6.540 Punkten

Widerstände:

1. 10.000 Punkten

2. 10.300 Punkten

3. 11.000 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Seit Ende Februar profitierte der Euro gegenüber dem US-Dollar von der Verringerung des Zinsvorteils der USA zum Euroraum und stieg von 1,0778 US-Dollar auf 1,1497 US-Dollar. Da die Europäische Zentralbank (EZB) ebenfalls ihre expansive Geldpolitik zur Bekämpfung der aktuellen Krise stark ausweitete, fiel die Einheitswährung bis auf 1,1055 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Um die jüngste Euro-Rally weiterzuführen, müsste die Gemeinschaftswährung den Widerstand bei 1,1326 US-Dollar per Schlusskurs überwinden. Das nächste Ziel liegt dann bei 1,1521 US-Dollar. Hier ist mit einer Gegenbewegung bis auf 1,1150 US-Dollar zu rechnen. Überwindet der Euro das Hindernis bei 1,1521 US-Dollar, rückt der Widerstand bei 1,1665 US-Dollar in den Fokus.

Rutscht der Euro unter die Marke von 1,1055 US-Dollar, dann dürfte die Abwärtsbewegung zunächst bis zur Unterstützung bei 1,0956 US-Dollar weitergehen. Hier könnten die Bullen auf den Plan treten und die Gemeinschaftswährung wieder in Richtung 1,10 US-Dollar führen.  Kommt es dagegen zu einer stärkeren Verkaufsdynamik, befindet sich die nächste Unterstützung bei 1,0840 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1,1055 US-Dollar

2. 1,0956 US-Dollar

3. 1,0840 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1326 US-Dollar

2. 1,1521 US-Dollar

3. 1,1665 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Selbst der vermeintlich „sichere Hafen“ Gold kommt bei den aktuellen Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten unter die Räder und fiel bis auf 1.551 US-Dollar je Feinunze. Eigentlich ging man immer davon aus, dass der Goldpreis bei Ausweitung geldpolitischer Maßnahmen profitieren würde. Doch die aktuell starken Marktverwerfungen zeigen, dass Marktteilnehmer auch im Gold eher auf Erhöhung der Cash-Bestände setzen, um sich später neu positionieren zu können.

Charttechnischer Ausblick:

Die seit Mai 2019 gültige Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart), die bei ca. 1.550 US-Dollar verläuft, ist weiterhin intakt. Um die Gold-Rally fortzusetzen ist ein Schlusskurs über 1.611 US-Dollar nötig. Bei 1.645 US-Dollar ist mit einer Konsolidierung bis auf die grüne Aufwärtstrendlinie zu rechnen. Erst Kurse über 1.645 US-Dollar bringen das Kursziel bei 1.715 US-Dollar ins Spiel. 

Bei Bruch der grünen Aufwärtstrendlinie liegt die nächste Unterstützung bei 1.535 US-Dollar. Kommt es zu einer Erhöhung der Risikobereitschaft am Markt oder werden die Cash-Bestände weiter ausgeweitet, könnte der Goldpreis im ersten Anlauf bis auf 1.485 US-Dollar fallen. Spätestens bei 1.445 US-Dollar dürfte der Goldpreis wieder in Richtung 1.500 US-Dollar ansteigen.

Unterstützungen:

1. 1.550 US-Dollar

2. 1.485 US-Dollar

3. 1.445 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.611 US-Dollar

2. 1.645 US-Dollar

3. 1.715 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 16.03. - 20.03.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag16.03.202013:30 UhrUSA: Empire State Manufacturing Index (Mrz.)
Dienstag17.03.202010:30 UhrUK: Arbeitslosenquote (Jan.)
Dienstag17.03.202011:00 UhrDE: ZEW - Konjunkturerwartungen (Mrz.)
Dienstag17.03.202013:30 UhrUSA: Einzelhandelsumsätze (Feb.)
Mittwoch18.03.202011:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Feb.)
Mittwoch18.03.202013:30 UhrUSA: Baugenehmigungen (Feb.)
Mittwoch18.03.202019:00 UhrUSA: Zinsentscheidung der Fed
Donnerstag19.03.202013:30 UhrUSA: Leistungsbilanz (4. Quartal 2019)
Donnerstag19.03.202013:30 UhrUSA: Philly Fed Herstellungsindex (Mrz.)
Freitag20.03.202008:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Feb.)
Freitag20.03.202013:30 UhrUSA: Verkäufe bestehender Häuser (Feb.)

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