Elbblick Börsenbrief
KW 11/2021

Liebe GBE-Trader,

sinkende Renditen am US-Anleihenmarkt und Konjunkturoptimismus sorgten in der vergangenen Börsenwoche für Entspannung an den Aktienmärkten. Der Dow-Jones-Index sprang zum ersten Mal in seiner 125-jährigen Geschichte über die Marke von 32.000 Punkten. Gestützt wurde der Markt auch von der Verabschiedung des 1,9 Billionen US-Dollar schweren Corona-Hilfspakets im US-Kongress. US-Präsident Joe Biden hat das Gesetz am Freitag unter dem Namen „Amerikanischer Rettungsplan“ mit seiner Unterschrift in Kraft gesetzt. Das Paket umfasst Steuernachlässe für Familien und Geringverdiener, Impfungen und Corona-Tests, verlängerte Arbeitslosenhilfen sowie Schecks in Höhe von 1.400 US-Dollar für Millionen von US-Bürgern. Laut einer Umfrage der Deutschen Bank an 430 US-Privatanlegern wollen 37 Prozent ihre Gelder aus dem Hilfspaket in Aktien investieren. Hochgerechnet auf geführte Konten bei Online-Brokern könnten dadurch rund 25 Milliarden US-Dollar in den Aktienmarkt fließen.

Im Euroraum will die Europäische Zentralbank (EZB) die Anleihenkäufe im Rahmen des Pandemie-Notfallprogramms PEPP im zweiten Quartal deutlich erhöhen. Dadurch soll ein größerer Anstieg der Renditen verhindern werden, um die wirtschaftliche Erholung nicht abzuwürgen. Darüber hinaus hob die EZB ihre Inflationsprognose für dieses Jahr von 1,0 auf 1,5 Prozent an.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

„Bullenstark“ ging es mit dem deutschen Leitindex DAX in der letzten Handelswoche aufwärts zu neuen Rekordhochs. Im Vergleich zu den vorherigen Überschreitungen der 14.000 Punkte-Marke war dieses Mal die Bewegung von einer hohen Kaufdynamik begleitet.

Charttechnischer Ausblick:

Nun sind die DAX-Bullen mächtig am Drücker und sie werden alles versuchen, dass aktuelle Momentum für die Fortführung der jüngsten Ausbruchsrally im nächsten Schritt bis auf 14.747 Punkten zu nutzen. Es ist gut möglich, dass es bei dieser Rally zu Übertreibungen kommt mit der Folge eines schnellen Anstiegs auf 14.990/15.020 Punkte. Hier müssen definitiv Gewinnmitnahmen einkalkuliert werden, die den Index im Anschluss wieder unter 14.500 Punkten drücken könnten. Danach besteht durch die nächste Aufwärtswelle die Chance auf einen DAX-Anstieg bis auf 15.240 Punkten.

Je stärker das deutsche Aktienbarometer steigt, desto wahrscheinlicher werden schnelle Kursrücksetzer. Solange der DAX über der Unterstützung bei 14.289 Zählern auf Tagesschlusskursbasis bleibt, kann mit einer zügigen Fortsetzung des Aufwärtstrends in Richtung 15.000 Punkte-Marke gerechnet werden. Kurse unter 14.118 Punkte würden zum Abbruch der Kaufdynamik führen. Schließt der DAX unter 13.996 Punkte, dürfte dies die Reise in Richtung 15.000 Zählern erstmal stoppen und eine komplizierte Seitwärtsphase auslösen, die sich bis in den Bereich von 13.461 und 13.650 Punkten ausdehnen kann.

Unterstützungen:

1. 14.289 Punkten

2. 14.118 Punkten

3. 13.996 Punkten

Widerstände:

1. 14.747 Punkten

2. 14.990 Punkten

3. 15.240 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Nach dem rasanten Kursrutsch unter 1,19 US-Dollar konnte sich in der Vorwoche die Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich erholen und stieg bis auf 1,1990 US-Dollar. Allerdings fehlte dem Euro die Kraft, die wichtige Marke von 1,20 US-Dollar wieder zurückzuerobern.

Charttechnischer Ausblick:

Bisher hielt die Unterstützung bei 1,1830 US-Dollar dem kräftigen Abverkauf stand. Sollte sich daran nichts ändern, besteht die Chance auf eine neuen Aufwärtsimpuls in Richtung der 2018er-Hochs bei 1,2555 US-Dollar. Ein Schlusskurs über 1,1990 US-Dollar dürfte zu einer weiteren Stabilisierung beitragen, während die Beendigung des Tageshandels über 1,2038 US-Dollar die Kursziele 1,2091 und 1,2152 US-Dollar auslösen würde.

Schafft es die Einheitswährung nicht über 1,20 US-Dollar zu schließen, dann dürfte der Abgabedruck erneut zunehmen. Bevor der EUR/USD in Richtung seiner orangen 200-Tage-Durchschnittslinie abrutscht, könnte eine Gegenbewegung bei 1,1895 US-Dollar in Richtung 1,20 US-Dollar eingeleitet werden. Komplizierter wird die Situation für den Euro erst mit einer Beendigung des Tageshandels unter der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie und unter dem Support bei 1,1830 US-Dollar. Dadurch rücken die wichtigen Unterstützungen bei 1,1693 US-Dollar und 1,1760 US-Dollar in den Fokus der Marktteilnehmer.

Unterstützungen:

1. 1,1895 US-Dollar

2. 1,1830 US-Dollar

3. 1,1760 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1990 US-Dollar

2. 1,2038 US-Dollar

3. 1,2091 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Vom kräftigen Abgabedruck erholen konnte sich in der letzten Börsenwoche das gelb-schimmernde Edelmetall Gold. Jedoch war die Reise in Richtung Norden bereits bei 1.1740 US-Dollar beendet.

Charttechnischer Ausblick:

Um sich aus dem aktuellen Abwärtsstrudel zu befreien, müsste Gold den Tageshandel über 1.745 US-Dollar beenden. Noch besser wäre ein Schlusskurs über 1.760 US-Dollar, was das Kursziel bei 1.783 US-Dollar ins Spiel bringen würde. Den großen Befreiungsschlag würden die Gold-Bullen mit Beendigung des Tageshandels über 1.1817 US-Dollar gelingen. Dadurch erhellt sich das mittelfristige Chartbild und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich die langfristige Hausse am Goldmarkt fortsetzt.

Knacken dagegen die Gold-Bären die wichtige Unterstützung bei 1.669 US-Dollar, dann dürfte sich an der aktuellen Abwärtsdynamik nichts ändern und dies könnte dazu führen, dass sich der Goldpreis bis auf 1.615 US-Dollar verbilligt. Hier ist mit einer stärkeren Kurserholung bis mindestens 1.700 US-Dollar zu rechnen. Setzt sich anschließend der Verkaufsdruck weiter fort, kann der Goldpreis ohne Weiteres bis auf seine Unterstützungslinie bei 1.560 US-Dollar fallen.

Unterstützungen:

1. 1.669 US-Dollar

2. 1.615 US-Dollar

3. 1.560 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.745 US-Dollar

2. 1.760 US-Dollar

3. 1.783 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 15.03. – 19.03.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag15.03.202113:30 UhrUS: NY Empire State Herstellungsindex (Mrz.)
Dienstag16.03.202111:00 UhrDE: ZEW - Konjunkturerwartungen (Mrz.)
Dienstag16.03.202113:30 UhrUS: Einzelhandelsumsätze (Feb.)
Dienstag16.03.202113:30 UhrUS: Export-/Importpreisindex (Feb.)
Dienstag16.03.202114:15 UhrUS: Industrieproduktion (Feb.)
Mittwoch17.03.202111:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Feb.)
Mittwoch17.03.202113:30 UhrUS: Baugenehmigungen (Feb.)
Mittwoch17.03.202119:00 UhrUS: Fed Zinsentscheidung
Mittwoch17.03.202119:30 UhrUS: Fed Pressekonferenz
Donnerstag18.03.202113:00 UhrUK: BoE Zinsentscheidung
Donnerstag18.03.202113:30 UhrUS: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Freitag19.03.202108:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Feb.)

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
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Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
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