Elbblick Börsenbrief
KW 10/2021

Liebe GBE-Trader,

Begriffe wie „Operation Twist“ oder „Zinskurvenkontrolle“ kursierten in der vergangenen Handelswoche an den Finanzmärkten. Dabei handelt es sich um den Kauf von Anleihen mit längerer Laufzeit bei gleichzeitigem Verkauf von kurzfristig laufenden Zinspapieren durch die US-Notenbank Fed, die dieses Instrument in der Vergangenheit bereits zweimal einsetzte, um einen Anstieg von Renditen langfristiger Anleihen zu zügeln. Darum warteten die Börsianer gespannt auf die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell, der am vergangenen Donnerstag an einer Online-Veranstaltung des Wall Street Journal teilnahm. Powell bekräftigte, dass die Notenbank an ihrem ultralockeren geldpolitischen Kurs festhalten will, wich jedoch der Frage aus, ob die Fed eine „Operation Twist“ plane. Daraufhin stieg die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen sprunghaft über 1,50 Prozent, während der Aktienmarkt seine Gewinne abgab und tief ins Minus rutschte.

Nahezu zeitgleich ereignete sich kurioses am kurzfristigen Refinanzierungsmarkt der Banken, dem sogenannten Repo-Markt. US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren waren nahezu ausverkauft, so dass Händler die Papiere für den kurzfristigen Erwerb mit einem Zins von minus vier Prozent akzeptierten. Die angespannte Situation an den Geldmärkten ist möglicherweise Ausdruck von außergewöhnlich hohen Leerverkäufen und ausgetrockneter Liquidität durch die Anleihenkäufe der Fed.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Mit 14.198 Punkten erreichte das deutsche Aktienbarometer DAX am letzten Mittwoch eine neues Rekordhoch. Jedoch fehlten im Anschluss weitere Unterstützungskäufe, so dass der Index erneut unter 14.000 Punkte abtauchte.

Charttechnischer Ausblick:

Der DAX markiert zwar neue Rekordhochs, aber die Aufwärtsbewegung ist dabei weit entfernt von einer dynamischen Kursrally. Schafft es der DAX wieder über 14.100 Punkten zu steigen, befindet sich das nächste Kursziel bei 14.289 Punkten. Danach könnte der Index erneut konsolidieren und unter die 14.000 Punkte-Marke rutschen. Die Käufer benötigen wohl anschließend noch etwas Geduld, ehe die Rekordfahrt in Richtung 14.484 und 14.590 Zählern weitergeht.

In der gegenwärtigen Konsolidierung kann der DAX durchaus bis in den Bereich von 13.650 und 13.749 Punkten fallen. Spätestens bei 13.461 Punkten sollte der Index abprallen und eine neue Aufwärtsbewegung in Richtung 14.000 Zähler einleiten. Zunehmend kritisch wird es bei Kursen unter 13.278 Zählern. Damit würden sowohl die Unterstützungslinie bei 13.120 Punkten, die orange 200-Tage-Durchschnittslinie als auch die grüne Aufwärtstrendlinie, die seit März 2020 gültig ist, in den Fokus der DAX-Trader rücken.

Unterstützungen:

1. 13.749 Punkten

2. 13.461 Punkten

3. 13.278 Punkten

Widerstände:

1. 14.100 Punkten

2. 14.289 Punkten

3. 14.484 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Die Gemeinschaftswährung Euro musste in der Vorwoche gegenüber dem US-Dollar ordentlich Federn lassen und fiel unter die wichtige Marke von 1,20 US-Dollar. Dabei nahm die Verkaufsdynamik kräftig zu, nachdem der Euro an der grauen 21-Tage-Durchschnittslinie bei 1,21 US-Dollar abprallte.

Charttechnischer Ausblick:

Nun sind die Euro-Bullen in der Pflicht, dass wichtige Unterstützungsband zwischen 1,1882 und 1,1920 US-Dollar zu verteidigen und eine Gegenbewegung über 1,20 US-Dollar zu starten. Gelingt ihnen das nicht, kann der Euro als nächstes bis auf 1,1830 US-Dollar fallen. In diesem Bereich könnte eine neue, mittelfristige Aufwärtswelle entstehen, die den Euro bis auf das 2018er-Hoch bei 1,2555 US-Dollar steigen lassen könnte. Komplizierter wird die Situation erst mit einer Beendigung des Tageshandels unter der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie und unter dem Support bei 1,1760 US-Dollar. Dadurch rückt die wichtige Unterstützung bei 1,1693 US-Dollar in den Fokus der Marktteilnehmer.

Die derzeit im Tageschart sichtbare Bullen-Flagge (eingezeichnet durch die beiden roten, parallelverlaufenden Abwärtstrendlinien) dürfte den Euro-Bullen Hoffnung geben, dass die seit Mitte März 2019 gestartete Aufwertung zum US-Dollar weitergeht. Kurse über 1,2050 US-Dollar würden dies definitiv bestätigen. Darüber liegt mit 1,2130 US-Dollar das nächste Kursziel. Schafft der Euro anschließend den Sprung über 1,2232 US-Dollar, ist der Weg für einen Anstieg bis auf 1,2408 US-Dollar frei. In diesem Bereich ist mit einer Konsolidierung bis auf 1,22 US-Dollar zu rechnen. Dabei könnte das Währungspaar EUR/USD Kraft tanken für einen Anstieg bis auf das Jahreshoch von 2018 bei 1,2555 US-Dollar.

Unterstützungen:

1. 1,1920 US-Dollar

2. 1,1882 US-Dollar

3. 1,1830 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,2050 US-Dollar

2. 1,2130 US-Dollar

3. 1,2232 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Kräftig abwärts ging es in der letzten Börsenwoche mit dem gelben Edelmetall Gold. Zunächst leitete die Unterstützung im Bereich von 1.722 US-Dollar noch eine Gegenbewegung bis auf 1.760 US-Dollar ein. In der anschließenden Abwärtsbewegung rutschte der Goldpreis jedoch unter die Marke von 1.700 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Langsam aber sicher dürfte der Abverkauf im Bereich zwischen 1.669 und 1.684 US-Dollar auf eine heftige Gegenwehr stoßen. Darum ist mit einem Kursanstieg  bis mindestens 1.715 US-Dollar zu rechnen. Ohne weiteres kann sich die Erholung bis auf 1.760 US-Dollar fortsetzen. Hier entscheidet sich, ob die Gegenbewegung bis auf 1.815 US-Dollar weitergeht oder sich der momentane Abwärtstrend fortsetzt. Erst durch einen Tagesschlusskurs über 1.815 US-Dollar wird ein neues, prozyklische Kaufsignal generiert mit den Kurszielen 1.854 US-Dollar und 1.875 US-Dollar.

Sollten die Gold-Bären wirklich imstande sein, die starke Unterstützungszone zwischen 1.669 und 1.684 US-Dollar zu brechen, dann dürfte sich an der aktuellen Abwärtsdynamik nichts ändern und könnte dazu führen, dass sich der Goldpreis bis auf 1.615 US-Dollar verbilligt. Hier ist mit einer stärkeren Kurserholung bis mindestens 1.700 US-Dollar zu rechnen. Setzt sich anschließend der Verkaufsdruck weiter fort, rücken die beiden Unterstützungslinien bei 1.560 US-Dollar und 1.507 US-Dollar in den Fokus der Marktteilnehmer.

Unterstützungen:

1. 1.684 US-Dollar

2. 1.669 US-Dollar

3. 1.615 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.723 US-Dollar

2. 1.760 US-Dollar

3. 1.815 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 08.03. – 12.03.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag08.03.202108:00 UhrDE: Industrieproduktion (Jan.)
Dienstag09.03.202108:00 UhrDE: Handelsbilanz (Jan.)
Dienstag09.03.202111:00 UhrEU: Bruttoinlandsprodukt (4. Quartal 2020)
Dienstag09.03.202113:00 UhrUS: Kurzfristiger Energieausblick
Mittwoch10.03.202114:30 UhrUS: Verbraucherpreisindex (Feb.)
Mittwoch10.03.202116:30 UhrUS: Rohöllagerbestände
Donnerstag11.03.202113:45 UhrEU: Zinsentscheidung EZB
Donnerstag11.03.202114:30 UhrEU: ESB Presekonferenz
Donnerstag11.03.202114:30 UhrUS: Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Donnerstag11.03.202114:30 UhrUS: JOLTs Stellenangebote (Jan.)
Freitag12.03.202108:00 UhrDE: Verbraucherpreisindex (Feb.)
Freitag12.03.202114:30 UhrUS: Erzeugerpreisindex (Feb.)

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen