Elbblick Börsenbrief
KW 09/2021

Liebe GBE-Trader,

die rasant steigenden Anleihenzinsen waren auch in der vergangenen Börsenwoche das Hauptthema an den Finanzmärkten. Positive US-Konjunkturdaten, weiter steigende Rohstoffpreise und Befürchtungen über einen kräftigen Anstieg der US-Verschuldung durch das angestrebte Konjunkturpaket befeuerten die Inflationssorgen der Börsianer und schickten die Aktienmärkte auf Talfahrt. Insbesondere große Technologiewerte wie Apple oder Amazon, die noch zu den Gewinnern in der Corona-Krise zählten, standen unter einem erheblichen Abgabedruck.

Für etwas Beruhigung sorgte der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, bei seiner halbjährlichen Anhörung vor dem US-Kongress. Darin betonte Powell, dass die Fed zur Ankurbelung der US-Wirtschaft auf absehbare Zeit an ihren Wertpapierkäufen festhalten wird. Im Zusammenhang mit den aktuellen Inflationssorgen rechnet der Fed-Chef nicht mit einer anhaltenden oder dramatischen Zunahme des Inflationsdrucks. Die Inflationserwartung kann sich im Laufe der Zeit verändern, doch laut Powell wird dies nicht plötzlich geschehen.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Die Volatilität im deutschen Leitindex hat sich in der vergangenen Handelswoche deutlich erhöht. Zwar schaffte der DAX wieder den Sprung über die Marke von 14.000 Punkten, danach rutschte der Index jedoch unter die Schwelle von 13.700 Zählern.

Charttechnischer Ausblick:

Trotz der aktuellen Nervosität hat sich das Bild im Tageschart nicht wirklich stark eingetrübt, obwohl der DAX sowohl die graue 21 Tage- als auch die blaue 50-Tage-Durchschnittslinie unterschritt. Ein Schlusskurs über 14.015 Punkten dürfte dem Index neue Kräfte verleihen für einen Anstieg bis auf 14.240 Zähler. Bisher zeigten sich die DAX-Käufer nicht gerade von ihrer dynamischen Seite, nachdem der Index ein neues Rekordhoch markierte. Darum könnte sich die volatile Seitwärtsphase in der nächsten Zeit fortsetzen, bis eine Ausbruchsbewegung die Kursziele 14.484 und 14.590 Punkte erreicht.

Die momentane Konsolidierung besitzt durchaus das Potential, sich bis auf 13.450 Punkten auszudehnen, von wo aus der nächste Angriff auf die 14.000 Punkte-Marke erfolgen sollte. Zunehmend kritisch wird es bei Kursen unter 13.300 Punkten. Damit würden sowohl die Unterstützungslinie bei 13.102 Punkten, die orange 200-Tage-Durchschnittslinie als auch die grüne Aufwärtstrendlinie, die seit März 2020 gültig ist, in den Fokus der DAX-Trader rücken.

Unterstützungen:

1. 13.450 Punkten

2. 13.300 Punkten

3. 13.102 Punkten

Widerstände:

1. 14.015 Punkten

2. 14.240 Punkten

3. 14.484 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Trotz der enorm gestiegenen Renditen der 10- und 30-jährigen US-Staatsanleihen konnte sich in der Vorwoche die Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar bis auf 1,2243 US-Dollar verteuern. Damit setzte der Euro den Anfang Februar gestarteten positiven Trend fort.

Charttechnischer Ausblick:

Um diesen Trend weiter fortzuführen, benötigt die Einheitswährung einen Tagesschlusskurs über 1,2232 US-Dollar. Der Weg wäre dann frei für einen Anstieg bis auf 1,2408 US-Dollar. In diesem Bereich ist mit einer Konsolidierung bis auf 1,22 US-Dollar zu rechnen. Dabei könnte das Währungspaar EUR/USD Kraft tanken für einen Anstieg bis auf das Jahreshoch von 2018 bei 1,2555 US-Dollar.

Dagegen würde ein erneutes Abgleiten unter 1,2050 US-Dollar der Verkäuferseite neuen Mut geben, um den Euro-Kurs bis auf 1,1920 US-Dollar zu drücken. Die Käuferseite hingegen wird in diesem Bereich alles versuchen, das Unterstützungsband zwischen 1,1882 und 1,1920 US-Dollar zu verteidigen. Unterschreitet der Eurokurs diese Zone, dürften Notierungen um 1,1830 US-Dollar noch kein Problem darstellen, da von hier aus mit einer größeren Gegenbewegung zu rechnen ist. Komplizierter wird die Situation erst mit einer Beendigung des Tageshandels unter der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie und unter dem Support bei 1,1760 US-Dollar. Dadurch rückt die wichtige Unterstützung bei 1,1693 US-Dollar in den Fokus der Marktteilnehmer.

Unterstützungen:

1. 1,2050 US-Dollar

2. 1,1920 US-Dollar

3. 1,1882 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,2232 US-Dollar

2. 1,2408 US-Dollar

3. 1,2555 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Gleich zu Beginn der letzten Handelswoche überschritt der Preis für eine Feinunze Gold die 1.800 US-Dollar-Marke und stieg anschließend auf ein Wochenhoch von 1.815 US-Dollar. In der zweiten Wochenhälfte gab der Goldkurs deutlich nach und fiel sogar unter die wichtige Unterstützung bei 1.763 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Die Bären sind weiterhin am Drücker und sorgen dafür, dass sich der Goldpreis sowohl unter der grauen 21-Tage-, der blauen 50-Tage- als auch unter der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie bewegt. Beendet das gelbe Edelmetall den Tageshandel mit Kursen unter 1.760 US-Dollar, dürfte die Verkaufsdynamik weiter zunehmen und den Goldpreis bis auf 1.722 US-Dollar verbilligen. Sollte von hier aus eine Erholung in Richtung der 1.800 US-Dollar-Marke scheitern, kann der Goldkurs schnell bis auf 1.684 US-Dollar fallen. Darunter dürfte die grüne Aufwärtstrendlinie, die seit Mai 2019 gültig ist, eine starke Unterstützung bieten.

Schaffen dagegen die Gold-Bullen wieder einen Tagesschlusskurs oberhalb von 1.820 US-Dollar, könnte es rasch in Richtung des großen Widerstands bei 1.875 US-Dollar gehen, vorausgesetzt, die rote Abwärtstrendlinie bei ca. 1.830 US-Dollar stellt keine größere Hürde dar. Gelingt es den Gold-Bullen sogar, den Handel über 1.875 US-Dollar zu beenden, dann generiert dies ein kurzfristiges Kaufsignal mit den Kurszielen 1.900 und 1.928 US-Dollar. Bei entsprechender Kaufdynamik kann der Goldpreis ohne Weiteres bis auf 1.955 US-Dollar steigen.

Unterstützungen:

1. 1.763 US-Dollar

2. 1.722 US-Dollar

3. 1.684 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.820 US-Dollar

2. 1.838 US-Dollar

3. 1.875 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 01.03. – 05.03.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag01.03.202109:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex Gewerbe (Feb.)
Montag01.03.202110:30 UhrUK: Einkaufsmanagerindex Gewerbe (Feb.)
Montag01.03.202114:00 UhrDE: Verbraucherpreisindex (Feb.)
Montag01.03.202116:00 UhrUS: Einkaufsmanagerindex Gewerbe (Feb.)
Dienstag02.03.202109:55 UhrDE: Arbeitslosenquote (Feb.)
Dienstag02.03.202111:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Feb.)
Mittwoch03.03.202109:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Feb.)
Mittwoch03.03.202114:30 UhrUS: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Feb.)
Mittwoch03.03.202116:30 UhrUS: Rohöllagerbestände
Donnerstag04.03.202114:30 UhrUS: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
Freitag05.03.202114:30 UhrUS: Beschäftigung ex-Agrar (Feb.)
Freitag05.03.202114:30 UhrUS: Arbeitslosenquote (Feb.)

Risikohinweis:

Forex und CFD Trading ist spekulativ und daher nicht für jeden Investor geeignet. GBE brokers Ltd. bietet Margin Trading an. Gehebelte Produkte können sich sowohl zu Ihrem Nachteil als auch zu Ihrem Vorteil auswirken. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein und nicht mehr Kapital einsetzen als Sie sich leisten können zu verlieren. Bevor Sie ein Konto eröffnen, lesen Sie bitte unsere Risikohinweise und unsere AGBs.

Haftungsausschluss:

GBE brokers Ltd. stellt Verweise und Links zu ausgewählten Informationen und anderen Wirtschaftsquellen sowie Marktinformationen im Zuge des Kundenservice zur Verfügung, welche lediglich einen indikativen Charakter haben und keinesfalls ein Angebot oder eine Empfehlung darstellen. Kunden und Interessenten werden gebeten, die Meinungen und Analysen auf den Seiten sowie die Informationsquellen zu berücksichtigen und zu prüfen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Keine der aufgeführten Internetseiten oder andere Informationsquellen stellen Erfolgsgarantien dar. Die in der Vergangenheit erzielte Performance ist keine Garantie für zukünftige Resultate. GBE brokers Ltd. weist Sie darauf hin, alle Hinweise und Darstellungen von Beratern, Bloggern, Vermögensverwaltern und Anbietern zu überprüfen, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen. Sämtliche News, Meinungen, Recherchen, Daten und andere Informationen in diesem Börsenbrief bzw. auf der Internetseite sind allgemeine Erläuterungen und stellen keinesfalls Investment- oder Handelsempfehlungen dar. GBE brokers Ltd. haftet nicht für jedwede direkte oder indirekte Verluste, die aus dem Zugriff auf den Börsenbrief bzw. auf die Webseite oder der Benutzung von auf dem Börsenbrief bzw. auf der Webseite angebotenen Informationen und Dienstleistungen oder der Unmöglichkeit des Zugriffs oder einer Benutzung entstehen. GBE brokers Ltd. ist durch die CySEC unter der CIF Lizenznummer 240/14 reguliert und berechtigt, Investment Services für den Handel mit Finanzinstrumenten anzubieten.

Diesen Beitrag teilen

Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email
 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen