Elbblick Börsenbrief
KW 08/2021

Liebe GBE-Trader,

zwei Themen standen in der vergangenen Handelswoche im Mittelpunkt des Interesses der Börsianer. Erstmals in der Geschichte stieg die weltgrößte Kryptowährung Bitcoin über die 50.000 Dollar-Marke. Getrieben wurde der Kurs durch die zunehmende Akzeptanz der digitalen Währung. Große globale Player wie Mastercard oder Tesla kündigten an, den Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Zudem nutzen vermehrt Vermögensverwalter, Investmentfonds und wohlhabende Privatanleger den Bitcoin als alternative Geldanlage und darüber hinaus prognostizierte die US-Großbank JP Morgan bereits zu Jahresbeginn, dass sich der Bitcoin langfristig bis auf 146.000 US-Dollar verteuern könnte.

Außerdem stiegen in den letzten Handelstagen die Renditen der 10- und 30-jährigen US-Staatsanleihen stark an. Auslöser hierfür sind die wachsenden Inflationsängste aufgrund erhöhter Rohstoffpreise. Auf breiter Front verteuerten sich Rohstoffe wie Kupfer, Platin, Sojabohnen oder Rohöl und markierten teilweise mehrjährige Höchststände. Speziell die wiedererstarkte Weltkonjunktur, der Wirtschaftsboom in China und der abwertende US-Dollar sorgen für steigende Preise an den Rohstoffmärkten.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

In der letzten Börsenwoche tauchte der deutsche Leitindex DAX erneut unter die Marke von 14.000 Punkten ab, fiel jedoch nicht unter die Unterstützungslinie bei 13.815 Zählern. Allerdings schaffte es der Index in der anschließenden Erholung bisher nicht, die 14.000 Punkte-Marke wieder zurückzuerobern.

Charttechnischer Ausblick:

Seit Anfang Februar schloss der DAX nicht mehr unter der grauen 21-Tage-Durschnittslinie. Sollte es dabeibleiben, kann der Index durch die nächste Aufwärtsbewegung bis auf 14.240 Zählern klettern. Bisher zeigte sich die Käuferseite nicht gerade von ihrer dynamischen Seite, sobald der DAX ein neues Rekordhoch markierte. Darum benötigen die DAX-Bullen wohl ein wenig Geduld, bis die Kursziele 14.484 und 14.590 Punkte erreicht werden.

Auf der Unterseite rückt die blaue 50-Tage-Durchschnittslinie immer mehr in den Mittelpunkt, die bei schnellen Kursrückschlägen eine gute Unterstützung bieten dürften. Aus dem aktuellen Bewegungsmuster kann der der DAX jederzeit die Unterstützungszone zwischen 13.730 und 13.815 Punkten ansteuern. Spätestens bei 13.627 Punkten sollten wieder verstärkt Käufe auftreten, die den DAX dann erneut in Richtung 14.000 Punkte-Marke bewegen könnten. Erst bei einem Schlusskurs unter 13.300 Punkten würde sich das Chartbild eintrüben mit der Folge eines Kursrücksetzers bis auf 13.080 Punkten.

Unterstützungen:

1. 13.815 Punkten

2. 13.730 Punkten

3. 13.627 Punkten

Widerstände:

1. 14.240 Punkten

2. 14.484 Punkten

3. 14.590 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Der jüngste Anstieg der Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar endete in der Vorwoche an der blauen 50-Tage-Durchschnittslinie. Im Anschluss fiel der Euro unter die Unterstützung bei 1,2050 US-Dollar, hielt sich aber über der wichtigen Marke von 1,20 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Der Kursrücksetzer unter 1,2050 US-Dollar gefährdete nicht die seit Mai 2020 verlaufende grüne Aufwärtstrendlinie. Für die Fortsetzung der mittelfristigen Euro-Aufwertung müssen die Bullen langsam, aber sicher, nachlegen und versuchen, den Tageshandel über 1,2150 US-Dollar zu beenden. Anschließend richtet sich der Blick auf den Widerstand bei 1,2232 US-Dollar, von wo aus ein Kursrückgang bis auf 1,21 US-Dollar zu erwarten ist. Knackt das Währungspaar EUR/USD dagegen die Hürde bei 1.2232 US-Dollar, ist der Weg für einen Anstieg bis auf 1,2408 US-Dollar frei.

Ein erneutes Abgleiten unter 1,2050 US-Dollar könnte der Verkäuferseite neue Kraft geben mit dem Ziel, den Euro-Kurs bis auf 1,1920 US-Dollar zu drücken. Die Käuferseite hingegen wird in diesem Bereich alles versuchen, das Unterstützungsband zwischen 1,1882 und 1,1920 US-Dollar zu verteidigen. Unterschreitet der Eurokurs diese Zone, dürften Notierungen um 1,1830 US-Dollar noch kein Problem darstellen, da von hier aus mit einer größeren Gegenbewegung zu rechnen ist. Komplizierter wird die Situation erst mit einer Beendigung des Tageshandels unter 1,1760 US-Dollar. Dadurch rückt die wichtige Unterstützung bei 1,1693 US-Dollar und die orange 200-Tage-Durchschnittslinie in den Fokus der Marktteilnehmer.

Unterstützungen:

1. 1,2050 US-Dollar

2. 1,1920 US-Dollar

3. 1,1882 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,2150 US-Dollar

2. 1,2232 US-Dollar

3. 1,2408 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Deutlich unter Druck geriet in den letzten Handelstagen der Preis für eine Feinunze Gold. Dabei testete der Goldpreis seine wichtige Unterstützung bei 1.763 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Das Chartbild entwickelt sich aus Sicht der Gold-Bullen zunehmend bedrohlicher. Solange der Goldhandel nicht mit Kursen über 1.820 US-Dollar beendet wird, besteht die Gefahr auf eine Fortsetzung der seit dem Allzeithoch bei 2.075 US-Dollar vom 7. August 2020 gestarteten Abwärtsbewegung. Ein Bruch der wichtigen Unterstützung bei 1.763 US-Dollar würde dies bestätigen und das Kursziel bei 1.722 US-Dollar auslösen. Sollte von hier aus eine Erholung in Richtung der 1.800 US-Dollar-Marke scheitern, kann der Goldkurs schnell bis auf 1.689 US-Dollar fallen. Darunter dürfte die grüne Aufwärtstrendlinie, die seit Mai 2019 gültig ist, eine starke Unterstützung bieten.

Schaffen dagegen die Gold-Bullen wieder einen Tagesschlusskurs oberhalb von 1.820 US-Dollar, könnte es rasch in Richtung des großen Widerstands bei 1.875 US-Dollar gehen, vorausgesetzt, die rote Abwärtstrendlinie bei ca. 1.838 US-Dollar stellt keine größere Hürde dar. Gelingt es den Gold-Bullen sogar, den Handel über 1.875 US-Dollar zu beenden, dann generiert dies ein kurzfristiges Kaufsignal mit den Kurszielen 1.900 und 1.928 US-Dollar. Bei entsprechender Kaufdynamik kann der Goldpreis ohne Weiteres bis auf 1.955 US-Dollar steigen.

Unterstützungen:

1. 1.763 US-Dollar

2. 1.722 US-Dollar

3. 1.689 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.820 US-Dollar

2. 1.838 US-Dollar

3. 1.875 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 22.02. – 26.02.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag22.02.202110:00 UhrDE: ifo-Geschäftsklimaindex (Feb.)
Dienstag23.02.202108:00 UhrUK: Arbeitslosenänderung (Jan.)
Dienstag23.02.202111:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Jan.)
Dienstag23.02.202116:00 UhrUS: CB Verbrauchervertrauen (Feb.)
Dienstag23.02.202116:00 UhrUS: Anhörung Fed-Chairman Powell vor Bankenausschuss
Mittwoch24.02.202108:00 UhrDE: Bruttoinlandsprodukt (4. Quartal 2020)
Mittwoch24.02.202116:00 UhrUS: Verkäufe neuer Häuser (Jan.)
Donnerstag25.02.202114:30 UhrUS: Auftragseingang langlebige Güter (Jan.)
Donnerstag25.02.202114:30 UhrUS: Bruttoinlandsprodukt (4. Quartal 2020)
Donnerstag25.02.202116:00 UhrUS: Schwebende Hausverkäufe (Jan.)
Freitag26.02.202114:30 UhrUS: PCE Preisindex (Jan.)
Freitag26.02.202120:00 UhrUS: Federal Budget

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen