Elbblick Börsenbrief
KW 07/2021

Liebe GBE-Trader,

zum ersten Mal seit seiner Amtseinführung hat der US-amerikanische Präsident Joe Biden mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gesprochen. In dem Telefonat betonte Biden, die Indo-Pazifik-Region frei und offen zu halten. Insgesamt bezeichnete er die Praktiken Pekings als nötigend und unfair und sprach darüber hinaus die Geschehnisse in Honkong, das aggressive Verhalten in der asiatischen Region, z.B. gegen Taiwan, und die Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang an.

Darüber hinaus eröffnete die US-Regierung eine Task-Force innerhalb des Verteidigungsministeriums, die sich mit einer Militärstrategie bezüglich China beschäftigen soll. Laut der US-Regierung soll diese Maßnahme sicherstellen, dass das amerikanische Volk den Wettbewerb gegen China in der Zukunft gewinnen wird.

Auf der geldpolitischen Seite signalisierte US-Notenbankchef Powell am vergangenen Mittwoch erneut eine auf einen längeren Zeitraum ausgelegte lockere Geldpolitik. Allerdings wird sich die Fed nicht in die Fiskalpolitik einmischen. Zudem betonte Powell, dass dies nicht die Zeit ist, um sich auf die nationale Verschuldung zu konzentrieren.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Mit 14.169 Punkten markierte der deutsche Leitindex DAX in der letzten Handelswoche ein neues Rekordhoch. Im Anschluss folgte ein Kursrücksetzer bis auf 13.826 Punkten, ehe sich der DAX-Kurs wieder über 14.000 Punkte erholte.

Charttechnischer Ausblick:

Aktuell pendelt das deutsche Aktienbarometer um die wichtige Marke von 14.000 Zählern. Dies könnte auf eine Stabilisierung in diesem Bereich hindeuten, welche für den nächsten Schub in Richtung 14.240 Punkte sorgen dürfte. Bisher zeigte sich die Käuferseite wenig dynamisch, nachdem der Index ein neues Rekordhoch markiert hat. Darum benötigen die DAX-Bullen ein wenig Geduld, bis die Kursziele 14.484 und 14.590 Punkte erreicht werden.

Auf der Unterseite rückt die graue 21- und die blaue 50-Tage-Durchschnittslinie in den Mittelpunkt, die bei schnellen Kursrückschlägen eine gute Unterstützung bieten dürften. Aus dem aktuellen Bewegungsmuster kann der der DAX jederzeit die Unterstützungszone zwischen 13.730 und 13.815 Punkten ansteuern. Spätestens bei 13.627 Punkten sollten wieder verstärkt Käufe auftreten, die den DAX dann erneut in Richtung 14.000 Punkte-Marke bewegen könnten. Erst bei einem Schlusskurs unter 13.300 Punkten würde sich das Chartbild eintrüben mit der Folge eines Kursrücksetzers bis auf 13.080 Punkte.

Unterstützungen:

1. 13.815 Punkten

2. 13.730 Punkten

3. 13.627 Punkten

Widerstände:

1. 14.240 Punkten

2. 14.484 Punkten

3. 14.590 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Nach dem Rücksetzer in der vorletzten Woche mit Kursen unter 1,20 US-Dollar erholte sich die Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar in der Vorwoche weiter. Bisher endete die Erholung jedoch an der blauen 50-Tage-Durchschnittslinie bei 1,2150 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Mit der erneuten Aufwertung des Euros über 1,20 US-Dollar setzten die Euro-Bullen ein starkes Zeichen in Bezug auf die Frage, ob sich die mittelfristige Euro-Aufwertung fortsetzt oder die seit Juli 2008 begonnene Euro-Abwertung weitergeht. Für die Fortsetzung der mittelfristigen Euro-Aufwertung müssen die Bullen jetzt nachlegen und versuchen, den Tageshandel über 1,2150 US-Dollar zu beenden. Anschließend richtet sich der Blick auf den Widerstand bei 1,2232 US-Dollar, von wo aus ein Kursrückgang bis auf 1,21 US-Dollar zu erwarten ist. Knackt das Währungspaar EUR/USD dagegen die Hürde bei 1.2232 US-Dollar, ist der Weg für einen Anstieg bis auf 1,2408 US-Dollar frei.

Noch hat das Lager der Bären den Kampf um die Fortsetzung der langfristigen Euro-Abwertung nicht aufgegeben. Mut dürfte ihnen der Kursverlauf seit 2015 machen, bei dem es der Euro nicht mehr über die Schwelle von 1,26 US-Dollar schaffte. Ein Tagesschlusskurs unter 1,2050 US-Dollar könnte der Verkäuferseite neue Kraft geben mit dem Ziel, den Euro-Kurs bis auf 1,1920 US-Dollar zu drücken. Die Käuferseite hingegen wird in diesem Bereich alles versuchen, um das Unterstützungsband zwischen 1,1882 und 1,1920 US-Dollar zu verteidigen. Unterschreitet der Eurokurs diese Zone, dürften Notierungen um 1,1830 US-Dollar noch kein Problem darstellen, da von hier aus mit einer größeren Gegenbewegung zu rechnen ist. Komplizierter wird die Situation erst mit einer Beendigung des Tageshandels unter 1,1760 US-Dollar. Denn dadurch rückt die wichtige Unterstützung bei 1,1693 US-Dollar und die orange 200-Tage-Durchschnittslinie in den Fokus der Marktteilnehmer.

Unterstützungen:

1. 1,2050 US-Dollar

2. 1,1920 US-Dollar

3. 1,1882 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,2150 US-Dollar

2. 1,2232 US-Dollar

3. 1,2408 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Bis zur Mitte der Vorwoche setzte der Goldpreis seine Erholung nach dem Kursrutsch in der Woche davor fort und verteuerte sich in der Spitze bis auf 1.855 US-Dollar je Feinunze. In der zweiten Wochenhälfte nahm der Abgabedruck erneut zu und der Goldpreis fiel wieder unter die Marke von 1.820 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

So langsam, aber sicher sind die Gold-Bullen in der Pflicht, einen größeren Ausbruchsversuch in Richtung 1.955 US-Dollar zu starten. Je länger der Goldkurs unter 1.875 US-Dollar bleibt, desto wahrscheinlicher wird ein stärkerer Abverkauf in Richtung 1.722 US-Dollar. Gelingt ein Tagesschlusskurs über 1.875 US-Dollar, löst dies ein kurzfristiges Kaufsignal mit einem ersten Ziel bei 1.928 US-Dollar aus. Bei entsprechender Kaufdynamik kann der Goldpreis ohne Weiteres bis auf 1.955 US-Dollar steigen.

Im Gegensatz dazu kann ein Schlusskurs unter 1.790 US-Dollar als Zeichen der Schwäche gewertet werden, mit der Folge eines Tests der Unterstützung bei 1.763 US-Dollar und der Gefahr der Fortsetzung der Abwärtsbewegung bis auf 1.722 US-Dollar. Sollte von hier aus eine Erholung in Richtung der 1.800 US-Dollar-Marke scheitern, kann der Goldkurs schnell bis auf 1.689 US-Dollar fallen. Darunter dürfte die grüne Aufwärtstrendlinie, die seit Mai 2019 gültig ist, eine starke Unterstützung bieten.

Unterstützungen:

1. 1.790 US-Dollar

2. 1.763 US-Dollar

3. 1.722 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.875 US-Dollar

2. 1.928 US-Dollar

3. 1.955 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 15.02. – 19.02.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag15.02.2021GanztagsUSA: Feiertag - President’s Day
Dienstag16.02.202111:00 UhrDE: ZEW - Konjunkturerwartung (Feb.)
Dienstag16.02.202111:00 UhrEU: Bruttoinlandsprodukt (4. Quartal 2020)
Mittwoch17.02.202108:00 UhrUK: Verbraucherpreisindex (Jan.)
Mittwoch17.02.202114:30 UhrUSA: Erzeugerpreisindex (Jan.)
Mittwoch17.02.202114:30 UhrUSA: Einzelhandelsumsätze (Jan.)
Mittwoch17.02.202115:15 UhrUSA: Industrieproduktion (Jan.)
Mittwoch17.02.202120:00 UhrUSA: FOMC Sitzungsprotokoll
Donnerstag18.02.202111:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Jan.)
Donnerstag18.02.202114:30 UhrUSA: Baugenehmigungen (Jan.)
Freitag19.02.202109:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Feb.)
Freitag19.02.202116:00 UhrUSA: Verkäufe bestehender Häuser

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
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