Elbblick Börsenbrief
KW 05/2021

Liebe GBE-Trader,

Überschriften wie „Kampf zwischen David gegen Goliath“, „Rebellion junger Privatanleger“ oder „Zockerkrieg an der Wall Street“ waren in der vergangenen Woche vermehrt in den Finanznachrichten zu lesen. Dabei geht es um die großen Käufe von stark geshorteten Aktien wie der des US-Videospielehändlers GameStop durch junge Trader, die sich im Internetforum auf reddit.com zu Aktienkäufen organisierten. Auf der Shortseller-Seite stehen milliardenschwere Hedgefonds, die aufgrund steigender Notierungen in den geshorteten Aktien gezwungen waren, diese wieder zurückzukaufen und dadurch einen so genannten „Short-Squeeze“ auslösten. Aktien wie GameStop schossen regelrecht durch die Decke und stiegen in der Spitze um mehr als 1.800 Prozent innerhalb von nur 28 Tagen. Auf einmal war das angeschlagene Unternehmen 21 Milliarden Euro wert.

Hedgefonds wie Citron und Melvin Capital gerieten in große Schwierigkeiten und mussten sich gegenseitig retten, um den größten Hedgefonds-Bankrott seit dem Fall von Long Term Capital Management (LTCM) Ende der 90er-Jahre zu vermeiden. Damals brachte die Schieflage von LTCM das gesamte internationale Finanzsystem ins Wanken.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

In der vergangenen Handelswoche war der deutsche Leitindex DAX nicht mehr in der Lage, die Marke von 14.000 Punkten zu überwinden. Bereits bei 13.956 Punkten war die Reise in Richtung Norden beendet. Anschließend fiel das deutsche Aktienbarometer unter 13.400 Zählern.

Charttechnischer Ausblick:

Durch das Abprallen knapp an der 14.000er-Marke und der Zunahme der Volatilität befindet sich der DAX wieder in unruhigeren Gewässern. Der ein oder andere Händler, der mittelfristig auf steigende Trends setzt, dürfte wohl in den kommenden Tagen auf eine Geduldsprobe gestellt werden. Hoffnung auf Fortsetzung des Aufwärtstrends sollte ein Tageschlusskurs über 13.720 Punkten geben. Ein Kaufsignal mit einem Ziel von 14.030 Zählern würde der DAX bei Beendigung des Tageshandels im Bereich von 13.815 Punkten auslösen. Durchaus möglich, dass der Index dann sogar neue Rekordhochs erzielt und bis auf 14.240 Punkten ansteigt.

Solange der DAX die Unterstützung bei 13.080 Punkten nicht gravierend verletzt, kann der Index jederzeit die große Hürde bei 14.000 Punkten mit einer schnellen Aufwärtsbewegung knacken. Kommt es zu einer Fortführung der gegenwärtigen Abwärtswelle, könnte im Bereich von 13.196 Punkten eine stärkere Erholungsbewegung gestartet werden. Bleibt diese aus und bietet die Unterstützung bei 13.080 Zählern keinen Halt, besteht die Gefahr eines Einbruchs bis auf 12.750 Punkten mit Potential einer Ausweitung bis auf 12.590 Punkten.

Unterstützungen:

1. 13.196 Punkten

2. 13.080 Punkten

3. 12.750 Punkten

Widerstände:

1. 13.720 Punkten

2. 13.815 Punkten

3. 14.030 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Auch in der Vorwoche notierte der EUR/USD-Kurs knapp unterhalb der grauen 21-Tage-Durchschnittslinie. Zudem durchbrach der Euro die blaue 50-Tage-Durchschnittslinie, prallte aber anschließend an seiner Unterstützung bei 1,2062 US-Dollar ab.

Charttechnischer Ausblick:

Auffällig ist, dass seit dem Überschreiten der wichtigen 1,20 US-Dollar-Schwelle am 1. Dezember 2020 alle Korrekturen an wichtigen Unterstützungslinien endeten. Dies kann als Zeichen der Euro-Stärke bzw. US-Dollar-Schwäche interpretiert und die Chance auf einen weiteren Anstieg bis auf das Jahreshoch von 2018 bei 1,2555 US-Dollar erhöhen. Dafür benötigt der Euro im ersten Schritt Kurse oberhalb von 1,2232 US-Dollar, um die Aufwärtsbewegung bis zum nächsten Ziel bei 1,2408 US-Dollar fortzusetzen. Anschließend könnte sich der EUR/USD-Kurs seitwärts bewegen und dabei Kraft tanken für den finalen Anstieg bis auf das 2018er Hoch.

Der Euro fiel zwar zum zweiten Mal kurzzeitig unter die Unterstützung von 1,2062 US-Dollar, konnte sich aber erneut per Tagesschlusskurs darüber retten. Sollte der Support stärker unterschritten werden, rückt die Unterstützungszone zwischen 1,1974 und 1,2010 US-Dollar in den Fokus. Hält dieser Bereich stand, dann dürfte sich die mittelfristige Euro-Aufwertung fortsetzen mit Ziel des 2018er Hochs. Spätestens bei 1,1920 US-Dollar ist mit einer stärkeren Erholung zu rechnen.

Unterstützungen:

1. 1,2062 US-Dollar

2. 1,2010 US-Dollar

3. 1,1974 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,2232 US-Dollar

2. 1,2408 US-Dollar

3. 1,2555 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Etwas orientierungslos bewegt sich aktuell der Goldpreis, was u.a. durch den sehr engen Abstand zwischen der grauen 21-Tage-, der blauen 50-Tage- und der orangen 200-Tage-Durchschnittslinie verdeutlicht wird. Unterstützt wird der Goldpreis weiterhin durch die grüne Aufwärtstrendlinie, die im Verlauf der vorherigen Woche zweimal getestet wurde.

Charttechnischer Ausblick:

Für einen neuen Schwung nach oben wäre ein Schlusskurs über 1.875 US-Dollar notwendig. Im Anschluss daran besteht die Chance auf eine Verteuerung bis auf 1.900 US-Dollar. In diesem Bereich könnte der Goldpreis erneut bis auf 1.860 – 1.850 US-Dollar absacken. Sollte es nicht dazu kommen, kann der Goldpreis bei einem Schlusskurs über 1.900 US-Dollar unter der Vorrausetzung einer zunehmenden Kaufdynamik bis zum großen Widerstand bei 1.955 US-Dollar steigen. Davor liegt noch eine Hürde bei 1.928 US-Dollar.

Bisher hat die Unterstützungszone zwischen 1.800 und 1.820 US-Dollar gut gehalten. Allerdings kann diese bei einem erneuten Test immer mehr Risse bekommen. Im schlimmsten Fall droht eine größere Verkaufswelle bis auf 1.763 US-Dollar, die sich bis auf 1.744 US-Dollar ausdehnen kann. Spätestens von hier aus sollten zunehmend Käufer auftreten und eine Erholung in Richtung der 1.800 US-Dollar-Marke einleiten.

Unterstützungen:

1. 1.820 US-Dollar

2. 1.800 US-Dollar

3. 1.763 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.875 US-Dollar

2. 1.900 US-Dollar

3. 1.928 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 01.02. – 05.02.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag01.02.202109:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (Jan.)
Montag01.02.202116:00 UhrUSA: Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe (Jan.)
Dienstag02.02.202111:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Jan.)
Dienstag02.02.202111:00 UhrEU: Bruttoinlandsprodukt (4. Quartal 2020)
Mittwoch03.02.202109:55 UhrDE: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Jan.)
Mittwoch03.02.202116:00 UhrUSA: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Jan.)
Donnerstag04.02.202113:00 UhrUK: Zinsentscheidung der BoE
Donnerstag04.02.202114:30 UhrUSA: Produktivität (4. Quartal 2020)
Donnerstag04.02.202114:30 UhrUSA: Auftragseingang (Dez.)
Freitag05.02.202114:30 UhrUSA: Beschäftigung ex-Agrar (Jan.)
Freitag05.02.202114:30 UhrUSA: Arbeitslosenrate (Jan.)
Freitag05.02.202114:30 UhrUSA: Handelsbilanz (Dez.)

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
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Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
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Best Execution & Handelsbestätigungenn
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