Elbblick Börsenbrief – KW 03/2023

Liebe GBE-Traderinnen und Trader,

laut den jüngsten Verbraucherpreisdaten schwächt sich in den USA die Inflation weiter ab. Denn im Dezember sank die Inflationsrate laut der US-Arbeitsstatistikbehörde BLS von 7,1 Prozent im Vormonat auf 6,5 Prozent, was im Rahmen der Erwartungen lag. Noch im Juni 2022 notierte die Teuerungsrate mit 9,1 Prozent auf dem höchsten Stand seit November 1981. Im Monatsvergleich gingen die Verbraucherpreise leicht um 0,1 Prozent zurück. Hier lag die Prognose bei unverändert. Ohne die Berücksichtigung der stark schwankenden Energie- und Nahrungsmittel (Kernrate) verteuerten sich die Verbraucherpreise zum November um 0,3 Prozent, was ebenfalls den Schätzungen entsprach. Dank des Inflationsrückgangs könnte die US-Notenbank Fed in ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr am 1. Februar bei den Zinserhöhungen den Fuß vom Gas nehmen. Eine Zinspause ist aus Sicht vieler Marktanalysten aber eher unwahrscheinlich.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

Die nächsten Elbblick Live Webinare

Mit unserer Webinar-Reihe „Elbblick Live“ durchleuchten wir jeweils montags und mittwochs vor DAX- und Wallstreet-Eröffnung die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 20-minütigen Live-Webinar anhand der charttechnischen Analyse. Weitere Informationen zu unserem Elbblick Live Webinar finden Sie auf unserer Webseite. Sie können sich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

DAX Tageschart (DE40.c):

Rückblick:

Auch in der zweiten Handelswoche im neuen Jahr setzte der deutsche Leitindex DAX das Kursfeuerwerk aus der Vorwoche fort und stieg erstmals seit dem 21. Februar 2022 wieder über die Marke von 15.000 Punkten. Ausgehend vom Jahrestief am ersten Handelstag 2023 legte der Index bislang um über 8 Prozent zu.

Charttechnischer Ausblick:

Wirklich beeindruckend, wie der DAX durch die starke „Bullen-Performance“ in das neue Jahr gestartet ist. Aber, wie wir alles wissen, wachsen die Bäume bekanntlich nicht in den Himmel und demnach könnte nun die Kaufdynamik der letzten Tage spürbar zurückgehen. Der Blick auf den Tageschart zeigt eindeutig einen überkauften Relative Strength Index (RSI) an. Durchaus möglich, dass dies in den kommenden Tagen so bleiben wird, falls der Index nicht stärker korrigiert. Mit neuen Bewegungshochs steigt allerdings die Wahrscheinlichkeit auf eine Gegenbewegung der Neujahresrallye. Insbesondere ab 15.235 Zählern könnte die Höhenluft deutlich dünner werden. Spätestens jedoch ab der Widerstandszone zwischen 15.295 und 15.330 Punkten dürfte der Gegenwind für die DAX-Bullen ordentlich zunehmen. Überstehen die Bullen diesen Sturm, befinden sich bei 15.440 und 15.540 Punkten die nächsten Ziele auf der Oberseite.

Im Fall von Gewinnmitnahmen und dem Bruch der 15.000er Marke besteht im Bereich zwischen 14.830 bis 14.795 Zählern eine erste gute Support-Chance. Geht jedoch der Abverkauf darunter weiter, könnte die nächste Aufwärtswelle in Richtung 15.000 Zähler an der wichtigen Unterstützungszone zwischen 14.650 und 14.650 Punkten starten.  Ansonsten käme es wohl eher zu einer Seitwärtsphase, die ihren Boden entweder in der Nähe von 14.385 Punkten oder 14.200 Zählern finden könnten. Erst unterhalb von 14.100 Punkten geht für die Bullen die berauschende Neujahrsfeier in eine Katerstimmung über.

Unterstützungen:

1. 14.795 / 14.830 Punkten

2. 14.600 / 14.650 Punkten

3. 14.385 Punkten

Widerstände:

1. 15.235 Punkten

2. 15.295 / 15.330 Punkten

3. 15.440 / 15.540 Punkten

EUR/USD Tageschart (EURUSDc):

Rückblick:

Die europäische Gemeinschaftswährung Euro nutzte gegenüber dem US-Dollar die gute Vorgabe am letzten Handelstag der ersten Januarwoche. Nachdem am Montag der Sprung über das Dezember-Hoch bei 1,0736 US-Dollar gelang, schaltete der Euro in den nächsten Gang und setzte die Aufwertung bis auf 1,0867 US-Dollar fort.

Charttechnischer Ausblick:

Bislang gibt es noch keine konkreten Hinweise darauf, dass eine größere Korrektur des Anstiegs vom Mehrjahrestief bei 0,9535 US-Dollar im vergangenen September in Kürze bevorsteht, da überkaufte Situationen entweder mit scharfen Kursrücksetzern oder Seitwärtsphasen abgebaut werden. Trotzdem könnte der Anstieg bei Fortführung am 50%-Retracement (= 1,0940 US-Dollar) der Abwärtsbewegung vom markanten Jahreshoch 2021 (1,2350 US-Dollar) bis zum Mehrjahrestief für eine längere Zeit stoppen und das Währungspaar stärker korrigieren. Wird die Gegenbewegung aber im Bereich 1,0712 – 1,0635 US-Dollar aufgefangen und entsteht von hier aus ein neuer Aufwärtsimpuls, hätte dieser das Potential für einen Anstieg bis zur horizontalen Widerstandslinie bei 1,1035 US-Dollar. Nicht auszuschließen, dass bei entsprechender Kaufdynamik sich dieser bis auf die nächsten Kursziele bei 1,1130 und 1,1180 US-Dollar ausweitet.

Wie bereits oben erwähnt, bestehen gute Chancen auf ein Abprallen eines Rücksetzers entweder bei 1,0712 oder 1,0635 US-Dollar. Rutscht dagegen die Einheitswährung unter die signifikante Unterstützungslinie bei 1,0480 US-Dollar auf Tagesschlusskursbasis, drohen unmittelbar Abgaben bis auf 1,0390 US-Dollar. Hier angekommen, wäre der Beginn der nächsten Aufwärtsbewegung durchaus vorstellbar. Bei Notierungen unterhalb von 1,0275 US-Dollar trübt sich das Chartbild aber zunehmend ein, während eine Beendigung des Tageshandels unter 1,0220 US-Dollar die Abwärtsdynamik bis auf 1,0135 / 1,0096 US-Dollar befeuern könnte. Die Parität wäre dadurch erneut zum Greifen nah.

Unterstützungen:

1. 1,0635 / 1,0712 US-Dollar

2. 1,0480 US-Dollar

3. 1,0390 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,0940 US-Dollar

2. 1,1035  US-Dollar

3. 1,1130 / 1,1180 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD):

Rückblick:

Auch in der vergangenen Handelswoche setzte das gelb schimmernde Edelmetall Gold seinen jüngsten Höhenflug fort und notierte bei 1.910 US-Dollar auf dem höchsten Stand seit dem 29. April 2022. Darüber hinaus stieg der Goldpreis über das 61,8%-Retracement der Strecke Allzeithoch bei 2.075 US-Dollar und Jahrestief 2022 bei 1.614 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Der Goldpreisanstieg wird zunehmend steiler und ist bereits aus technischer Sicht überhitzt, so dass das Edelmetall für eine Korrektur anfälliger wird. Geht der Goldrausch trotz erster Warnhinweise oberhalb von 1.910 US-Dollar weiter, sollten ab 1.925 US-Dollar größere Abgaben einkalkuliert werden. Spätestens an den horizontalen Widerstandslinien 1.940 und 1.960 US-Dollar müsste es zu stärkeren Gewinnmitnahmen kommen, die aber das mittelfristige Ziel 1.980 / 2.000 US-Dollar nicht gefährden dürften.

Aufgrund der steilen Formation steht der Anstieg im Tageschart nicht gerade auf gesunden Füssen. Daher sollten Abgaben bis auf 1.865 US-Dollar nicht überraschen, die sich problemlos bis auf 1.850 US-Dollar ausdehnen könnten. Auch der weitere Abverkauf zur bedeutsamen Unterstützungslinie bei 1.833 US-Dollar, wo zudem die (graue) 21-Tagelinie gegenwärtig tendiert, fällt in die Rubrik „gesunde Korrektur“. „Ungesund“ für die Gold-Bullen wird es erst mit Kursnotierungen unterhalb von 1.812 US-Dollar. Dadurch könnte es ruckzuck in Richtung 1.796 oder sogar 1.786 US-Dollar gehen.

Unterstützungen:

1. 1.850 / 1.865 US-Dollar

2. 1.812 / 1.833 US-Dollar

3. 1.795 / 1.786 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.925 US-Dollar

2. 1.940 / 1.960 US-Dollar

3. 1.980 / 2.000 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 16.01. – 20.01.2023

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag16.01.2023GanztagsUS: Börsenfeiertag - Martin Luther King Day
Dienstag17.01.202308:00 UhrDE: Verbraucherpreise endgültig (Dez.)
Dienstag17.01.202308:00 UhrUK: Verbraucherpreisindex (Dez.)
Dienstag17.01.202311:00 UhrDE: ZEW - Konjunkturerwartungen (Jan.)
Mittwoch18.01.202314:30 UhrUS: Einzelhandelshandelsumsätze (Dez.)
Mittwoch18.01.202314:30 UhrUS: Erzeugerpreisindex (Dez.)
Donnerstag19.01.202314:30 UhrUS: Baugenehmigungen (Dez.)
Donnerstag19.01.202314:30 UhrUS: Philly Fed Herstellungsindex (Dez.)
Freitag20.01.202308:00 UhrUK: Einzelhandelsumsätze (Dez.)
Freitag20.01.202308:00 UhrDE: Erzeugerpreisindex (Dez.)
Freitag20.01.202316:00 UhrUS: Verkäufe bestehender Häuser (Dez.)

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Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
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