Elbblick Börsenbrief
KW 03/2021

Liebe GBE-Trader,

seit Jahresbeginn blicken die Anleger verstärkt auf die deutlich gestiegene Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen, die zuletzt mit 1,13 Prozent auf den höchsten Stand seit Ende März 2020 kletterte. Investoren am Anleihenmarkt fürchten einen Anstieg der Inflation, ausgelöst durch eine höhere Staatsverschuldung zur Unterstützung der US-Konjunktur unter Präsident Joe Biden. Die steigenden Renditen sorgten in der vergangenen Handelswoche auch für Verunsicherung an den Aktienmärkten. Im Vergleich zu Anfang Februar 2018, als der Dow Jones an einem Tag rund 4,6 Prozent aufgrund steigender Renditen verlor, kam es an den Aktienbörsen bisher zu keinem größeren Einbruch.

Für etwas Entspannung an den Renten- und letztendlich auch an den Aktienmärkten sorgten die Worte des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell. Bei einer Online-Veranstaltung stellte Powell eine weiterhin lockere Geldpolitik zur Unterstützung der Wirtschaft in Aussicht. Nur bei einem besorgniserregenden Anzeichen für eine Inflation könnten die Zinsen angehoben werden, so der Fed-Chef.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD sowie auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkten und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Tageschart DE30:

Rückblick:

Nach der Rekordjagd legte der deutsche Leitindex DAX in der Vorwoche eine Verschnaufpause ein. Dabei pendelte der Index um die Marke von 14.000 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Die aktuelle Konsolidierung nahe des Allzeithochs bei 14.134 Punkten kann als positives Zeichen für eine Fortsetzung der Aufwärtswelle interpretiert werden. Dazu prallte der DAX im Wochentief kurz vor seinem bisherigen Rekordhoch bei 13.800 Punkten ab, was zusätzlich aus charttechnischer Sicht für Stabilisierung sorgt. Ein Anstieg aus der aktuellen Konsolidierung sollte das deutsche Aktienbarometer in Richtung 14.240 Punkten führen. Hier dürften Gewinnmitnahmen den DAX wieder unter die Schwelle von 14.000 Zählern drücken. Nimmt die Kaufdynamik dann erneut zu, ergeben sich die nächsten Kursziele bei 14.484 und 14.590 Punkten.

Auf der Unterseite liegt der Fokus bei 13.800 Punkten. Ein Tagesschlusskurs darunter kann für zunehmenden Verkaufsdruck sorgen mit der Gefahr eines Kursrücksetzers bis in die Unterstützungszone zwischen 13.591 und 13.464 Zählern. Von dort aus dürfte der nächste Angriff auf die 14.000 Punkte-Marke gestartet werden. Im Fall, dass sich die Verkaufsdynamik beschleunigt und der zuvor genannte Unterstützungsbereich keinen Halt bietet, ist ein Kursrutsch bis auf 13.076 Punkten nicht auszuschließen.

Unterstützungen:

1. 13.800 Punkten

2. 13.591 Punkten

3. 13.464 Punkten

Widerstände:

1. 14.240 Punkten

2. 14.484 Punkten

3. 14.590 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

In der letzten Handelswoche fiel der Euro zum US-Dollar zurück, nachdem die Gemeinschaftswährung in der Woche davor mit 1,2349 US-Dollar den höchsten Stand seit April 2018 erreichte. Trotz des Kursrückgangs blieb der EUR/USD-Kurs über der Marke von 1,21 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Die bisherigen Erholungsversuche nach Erreichen des Hochs bei 1,2349 US-Dollar scheiterten bereits an der grauen 21-Tage-Durchschnittslinie. Darum benötigt der Euro Kurse oberhalb von 1,2228 US-Dollar, um die Aufwärtsbewegung bis zum nächsten Ziel bei 1,2408 US-Dollar fortzusetzen. Anschließend könnte sich der EUR/USD-Kurs seitwärts bewegen und dabei Kraft tanken für einen Anstieg bis auf das Jahreshoch von 2018 bei 1,2555 US-Dollar.

Bevor das 2018er Hoch in Angriff genommen wird, könnte der Euro weiter konsolidieren und dabei bis auf die 50-Tage-Durchschnittslinie (blaue Linie im Chart) bei 1,2062 US-Dollar zurücksetzen, von wo aus die Käuferseite eine deutliche Erholung auslösen dürfte. Andernfalls droht ein Einbruch bis auf 1,1974 US-Dollar mit Potenzial einer Abwertung bis auf 1,1920 US-Dollar. Spätestens hier sollte eine größere Aufwärtswelle mit Ziel des 2018er Hochs gestartet werden.

Unterstützungen:

1. 1,2062 US-Dollar

2. 1,1974 US-Dollar

3. 1,1920 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,2228 US-Dollar

2. 1,2408 US-Dollar

3. 1,2555 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Nach dem heftigen Kursrutsch zu Jahresbeginn konnte das gelbe Edelmetall Gold sich von dem Zweimonatstief bei 1.816 US-Dollar erholen. Im bisherigen Verlauf der Erholung schaffte es der Goldpreis nicht, die blaue 50-Tage-Durchschnittslinie zu überschreiten.

Charttechnischer Ausblick:

Um die Gefahr weiter fallender Kurse zu bannen, müsste Gold den Tageshandel über 1.871 US-Dollar beenden. Im Anschluss daran besteht die Chance auf eine Verteuerung bis auf 1.888 US-Dollar und 1.905 US-Dollar. In diesem Bereich könnte der Goldpreis erneut bis auf 1.860 – 1.850 US-Dollar absacken. Sollte es nicht dazu kommen, kann der Goldpreis bei einem Schlusskurs über 1.905 US-Dollar bis zum großen Widerstand bei 1.955 US-Dollar steigen.

Wichtig für die Goldbullen ist, dass die Unterstützungszone zwischen 1.800 und 1.820 US-Dollar nicht signifikant verletzt wird. Falls doch, droht eine größere Verkaufswelle bis auf 1.763 US-Dollar, die sich bis auf 1.744 US-Dollar ausdehnen kann. Spätestens von hier aus sollten zunehmend Käufer auftreten und eine Erholung in Richtung der 1.800 US-Dollar-Marke einleiten.

Unterstützungen:

1. 1.820 US-Dollar

2. 1.800 US-Dollar

3. 1.763 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.871 US-Dollar

2. 1.888 US-Dollar

3. 1.905 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 18.01. – 22.01.2021

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag18.01.2021ganztagsUSA: Feiertag - Martin Luther King Day
Dienstag19.01.202108:00 UhrDE: Verbraucherpreisindex (Dez.)
Dienstag19.01.202111:00 UhrDE: ZEW-Konjunkturerwartungen (Jan.)
Mittwoch20.01.202108:00 UhrUK: Verbraucherpreisindex (Dez.)
Mittwoch20.01.202111:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (Dez.)
Donnerstag21.01.202113:45 UhrEU: EZB-Zinsentscheidung
Donnerstag21.01.202114:30 UhrEU: EZB-Pressekonferenz
Donnerstag21.01.202114:30 UhrUSA: Baugenehmigungen (Dez.)
Donnerstag21.01.202114:30 UhrUSA: Philly Fed Herstellungsindex (Jan.)
Freitag22.01.202109:30 UhrDE: Einkaufsmanagerindex (Jan.)
Freitag22.01.202114:30 UhrUSA: Einkaufsmanagerindex (Jan.)
Freitag22.01.202116:00 UhrUSA: Verkäufe bestehender Häuser (Dez.)

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 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen