Elbblick Börsenbrief – KW 03/2020

Liebe Kundinnen und Kunden,

die überschlagenden Ereignisse im USA-Iran-Konflikt schüttelten in der vergangenen Woche die Finanzmärkte weltweit ordentlich durch. Der Tod des iranischen Generals Soleimani durch einen US-Angriff und der darauffolgende Gegenschlag des Irans auf US-Militärbasen im Irak führten zu großen Kursverlusten an den Aktienmärkten, während „sichere Häfen“ wie Gold, Staatsanleihen und stabile Währungen stark nachgefragt wurden. Das Blatt drehte sich umgehend durch die Deeskalationsbemühungen der US-Regierung, die unter anderem den möglichen Abschuss einer ukrainischen Boing bei Teheran durch eine iranische Rakete als Versehen bezeichnete. Zudem sorgte die Meldung über ein tatsächliches Zustandekommen des Phase I Deals zwischen den USA und China in der kommenden Woche für zusätzliche Entspannung an den Finanzmärkten.

Wie sich die ganzen Ereignisse der letzten Woche auf den deutschen Aktienindex DAX, auf das Währungspaar EUR/USD und auf das gelbe Edelmetall Gold auswirkte und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfahren Sie in den folgenden Analysen.

DAX (GBE-Symbol: DE30) Wochenchart DE30:

Rückblick:

Zum Wochenstart geriet der deutsche Aktienindex DAX ordentlich unter Druck und fiel erneut unter die wichtige Marke von 13.000 Punkten. Von dort aus startete der Index eine fulminante Rally und erreichte dabei neue Jahreshöchststände.

Charttechnischer Ausblick:

Der Weg zu einem neuen Allzeithoch ist nicht mehr weit entfernt. Erstmal seit Januar 2018 konnte der DAX in der vergangenen Handelswoche wieder über die Marke von 13.500 Punkten steigen. Das nächste Ziel ist das Allzeithoch bei 13.600 Punkten. Hier dürfte der DAX zunächst abprallen und eher seitwärts tendieren. Ein endgültiger Ausbruch über das aktuelle Allzeithoch bringt die Kursziele 13.850 Punkten und 14.020 Punkten ins Spiel.

Die seit Mitte August 2019 gültige Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart), die aktuell bei ca. 12.960 Punkten verläuft, bietet weiterhin eine gute Unterstützung für die DAX-Rally. Ein erneutes Abgleiten unter 13.000 Punkten mit Bruch der Aufwärtstrendlinie würde das Chartbild eintrüben und die Gefahr einer stärkeren Korrektur erhöhen. Die nächste, wichtige charttechnische Unterstützung liegt in diesem Fall bei 12.648 Punkten. Bei Ausdehnung der Korrektur kann der DAX bis auf 12.313 Punkten fallen.

Unterstützungen:

1. 12.883 Punkten

2. 12.648 Punkten

3. 12.313 Punkten

Widerstände:

1. 13.600 Punkten

2. 13.850 Punkten

3. 14.020 Punkten

EUR/USD (GBE-Symbol: EURUSD) Tageschart EURUSD:

Rückblick:

Der Euro tut sich zum US-Dollar weiterhin schwer, sich aus dem seit April 2018 anhaltenden Bärenmarkt zu befreien. Zwar stieg der Euro noch vor dem Jahreswechsel bis auf 1,1240 US-Dollar. Allerdings konnte der Euro im neuen Jahr dieses Level nicht halten und rutschte in der letzten Woche erneut unter die 1,11 US-Dollar Marke.

Charttechnischer Ausblick:

Bisher stoppte die Abwärtsbewegung seit dem Dezemberhoch an der 50-Tage-Durchschnittslinie (blaue Linie im Chart). Es ist durchaus denkbar, dass von hier aus der EUR/USD wieder in Richtung 1,12 US-Dollar steigt. Bei Fortführung der Abwärtsbewegung könnte der Euro auf seiner seit Oktober 2019 verlaufenden Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart) bei ca. 1,1053 US-Dollar abprallen und anschließend wieder auf 1,11 US-Dollar steigen. Bei Bruch der Aufwärtstrendlinie liegt die nächste charttechnische Unterstützung bei 1,1016 US-Dollar. Darunter könnte die Abwärtsdynamik zunehmen und das Kursziel 1,0942 US-Dollar auslösen.

Erst mit Kursen über 1,1144 US-Dollar erhellt sich das Chartbild ein wenig und bietet Potential für eine Erholung bis auf 1,1240 US-Dollar. Allerdings wurden in den vergangenen Monaten Ausbrüche über markante Hochs stets abverkauft. Darum ist es wahrscheinlich, dass ein Anstieg über 1,1240 US-Dollar bereits bei 1,1283 US-Dollar sein Ende finden wird. Spätestens bei 1,1346 US-Dollar dürfte der Druck auf den Euro wieder zunehmen.

Unterstützungen:

1. 1,1053 US-Dollar

2. 1,1016 US-Dollar

3. 1,0942 US-Dollar

Widerstände:

1. 1,1144 US-Dollar

2. 1,1240 US-Dollar

3. 1,1283 US-Dollar

Gold (GBE-Symbol: XAUUSD) Tageschart XAUUSD:

Rückblick:

Der Goldpreis erlebte in der vergangenen Woche eine wahre Achterbahnfahrt. Durch die Zunahme der Eskalation im USA-Iran-Konflikt stieg der Preis für eine Feinunze Gold auf 1.611 US-Dollar, den höchsten Stand seit März 2013. Dabei gab es eine regelrechte Kaufpanik, bis die Entspannung im Nahen Osten zu einem Rückgang auf 1.540 US-Dollar führte.

Charttechnischer Ausblick:

Der Goldpreis setzt seine im Mai 2019 gestartete Aufwärtsbewegung weiterhin fort. Der seit dem Jahreswechsel gestartete starke Anstieg wurde bereits zu rund zweidrittel korrigiert. In den kommenden Tagen dürfte die Korrektur weitergehen und der Goldpreis könnte dabei einen ersten Halt auf seiner Unterstützung bei 1.535 US-Dollar finden. Darunter verläuft bei ca. 1.493 US-Dollar die seit Mai 2019 gültige Aufwärtstrendlinie (grüne Linie im Chart). Sollte diese unterschritten werden, ist mit einer Zunahme der Abwärtsdynamik bis auf 1.445 US-Dollar zu rechnen.

Konsolidiert der Goldpreis weiterhin über 1.535 US-Dollar, kann dies als bullisches Zeichen für einen neuen Versuch, die Marke von 1.600 US-Dollar zu knacken, interpretiert werden. Es könnte jedoch etwas dauern, bis diese Bewegung eintrifft, da aktuell eher mit einer volatilen Seitwärtsphase zu rechnen ist. Kommt es erneut zu einer Art Kaufpanik, dann besteht die Chance auf einen Goldpreisanstieg bis auf 1.683 US-Dollar, der sich je nach „Goldrausch“ im Extremfall bis auf 1.715 US-Dollar ausdehnen kann.

Unterstützungen:

1. 1.535 US-Dollar

2. 1.493 US-Dollar

3. 1.445 US-Dollar

Widerstände:

1. 1.612 US-Dollar

2. 1.683 US-Dollar

3. 1.715 US-Dollar

Wichtige Wirtschaftstermine 13.01. - 17.01.2020

TagDatumUhrzeitBeschreibung
Montag13.01.202010:30 UhrGroßbritannien: Bruttoinlandsprodukt (BIP) (Jahr)
Montag13.01.202010:30 UhrGroßbritannien: Produktion des Verarbeitenden Gewerbes (Nov.)
Dienstag14.01.202014:30 UhrUSA: Verbraucherpreisindex – Kernrate (Dez.)
Mittwoch15.01.202010:30 UhrGroßbritannien: Verbraucherpreisindex (VPI) (Jahr) (Dez.)
Mittwoch15.01.202011:00 UhrEU: Handelsbilanzsaldo (Nov.)
Mittwoch15.01.202014:30 UhrUSA: Erzeugerpreisindex (EPI) (Dez.)
Donnerstag16.01.202008:00 UhrDeutschland: Verbraucherpreisindex (Jahr)
Donnerstag16.01.202013:30 UhrEU: EZB Sitzungsprotokoll
Donnerstag16.01.202014:30 UhrUSA: Einzelhandelsumsätze – Kernrate (Dez.)
Donnerstag16.01.202014:30 UhrUSA: Philly Fed Herstellungsindex (Jan.)
Freitag17.01.202010:30 UhrGroßbritannien: Einzelhandelsumsätze (Monat)
Freitag17.01.202011:00 UhrEU: Verbraucherpreisindex (VPI) (Jahr) (Dez.)
Freitag17.01.202016:00 UhrUSA: Konsumklima Uni Michigan (Nov)

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