Der Krypto-Winter kommt: Bitcoin stürzt um 21% ab

Fast alle Kryptowährungen setzten am Montag ihre Talfahrt in beschleunigtem Tempo fort. Bitcoin, als größte und älteste digitale Währung, stürzte erstmals seit Ende 2020 unter die 24.000-Dollar-Marke. Seit seinem Rekordhoch von 69.000 Dollar im vergangenen November ist Bitcoin damit um rund 66 Prozent gefallen. Auch Ethereum, Cardano, Ripple, Solana und Dogecoin sind im 24-Stunden-Zeitraum prozentual zweistellig gefallen. Die Gründe für den Absturz sind größtenteils nur in der steigenden Inflation zu suchen.

Der Bitcoin-Preis ist zu Beginn der Woche auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2020 gefallen. Am Montagmittag kostet ein Bitcoin knapp 23.600 Dollar, ein Tagesminus von gut 21 Prozent. Er fällt damit auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2020. Vor dem Wochenende mussten noch rund 30.000 Dollar für einen Bitcoin bezahlt werden. Ethereum sinkt zeitweise unter 1.200 Dollar – ein Tagesverlust von rund 18 %.

Der wichtigste Grund für die Kursverluste der letzten Tage sind die am Freitagnachmittag veröffentlichten Inflationsdaten aus den USA. Diese schürten die Erwartungen auf eine beschleunigte Zinswende in den Vereinigten Staaten. Seitdem hat der US-Dollar stark an Wert gewonnen (ein Euro kostet derzeit 1,0481 Dollar), die Anleiherenditen sind gestiegen und die Kurse am Aktienmarkt sind weltweit eingebrochen. Aber auch wegen des Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen steigenden Lebensmittel- und Energiepreise werden viele Bitcoin-Händler gezwungen sein, zu verkaufen, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Dies liegt daran, dass Lebensmittelgeschäfte und Tankstellen keine Bitcoins akzeptieren. Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Peter Schiff schreibt auf Twitter: „Als Bitcoin während des Covid abstürzte, musste niemand verkaufen. Die Verbraucherpreise waren viel niedriger und die Händler bekamen Konjunkturschecks. „In naher Zukunft wird die Notwendigkeit, Bitcoin zu verkaufen, um die Rechnungen zu bezahlen, nur noch schlimmer werden. Gerade wenn sich die Rezession vertieft und viele Hodler ihre Jobs verlieren, insbesondere diejenigen, die für bald bankrotte Blockchain-Unternehmen arbeiten.“

Die meisten Bitcoin-Befürworter ignorieren weiterhin alle Bitcoin- und Krypto-Prognosen von Schiff, wobei viele seine düsteren Erwartungen als Kaufsignal für BTC sehen.

Bitcoin Chartanalyse vom 13.06.22

In der Chartanalyse vom Bitcoin sehen wir neben der großen Kurslücke, die in den letzten Stunden entstanden ist, einen klaren Abwärtstrend, der seit dem Erreichen des Allzeithochs im November 2021 intakt ist. Auf der Unterseite kann man nach dem rasanten Abschwung nun mit nachlassender Dynamik ein Erreichen der Unterstützungszone um die runde Marke von 20.000 Dollar erwarten. Von dort aus könnten die Bitcoin-Bullen eine Gegenbewegung starten, die zunächst die Widerstandslinie bei 25.269 Dollar anvisieren sollte. Gelingt eine Erholung über diese Marke, ist im Bereich der entstandenen Kurslücke (27.000-29.000 Dollar) mit einem größeren Widerstand der Verkäuferseite zu rechnen. Gelingt der Erholungsversuch nicht, dürfte die älteste Kryptowährung der Welt zunächst in eine Seitwärtsphase oberhalb der 20.000-Dollar-Marke eintreten, bevor eine Bodenbildung dort als Sprungbrett für einen erneuten Versuch dient, die 25.000-Dollar-Marke zu überwinden.

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