Chip-Krise verdirbt Apple die Quartalszahlen

Share on facebook
Share on pinterest
Share on linkedin
Share on twitter

Die weltweiten Lieferengpässe haben Apples Geschäft im letzten Quartal des Jahres verdorben. Die Engpässe in der Lieferkette und Corona-Ausfälle in der Produktion hätten den Umsatz um rund sechs Milliarden Dollar gedrückt, sagte Firmenchef Tim Cook. Zudem werde sich die Situation während des Weihnachtsgeschäfts verschlechtern, sagte Cook gegenüber Reuters. Dennoch erwartet Apple für das wichtige Weihnachtsquartal ein Wachstum. Lediglich beim iPad wird aufgrund der Chip-Probleme mit einem geringeren Absatz gerechnet. Grundsätzlich seien aber „so ziemlich alle unsere Produkte betroffen“, räumte Cook ein. Apple ist nicht immun gegen die Logistikprobleme, die viele Unternehmen plagen, auch wenn das Unternehmen sie mit Geld eindämmen kann.

Im letzten Quartal steigerte Apple den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr noch um 29 Prozent auf rund 83,4 Milliarden Dollar (71,4 Milliarden Euro). Analysten hatten allerdings rund 1,5 Milliarden Dollar mehr erwartet. Der iPhone-Absatz stieg um 47 Prozent auf 38,9 Milliarden Dollar. Der Markt hatte aber mit einem noch besseren Wert von 41,6 Milliarden Dollar gerechnet. 

Nach unseren Berechnungen steigerte Apple den iPhone-Absatz um 14 Prozent auf 49,2 Millionen Geräte und eroberte damit den zweiten Platz auf dem Smartphone-Markt zurück. Für Marktführer Samsung errechneten die Experten einen Rückgang um 13 Prozent auf 69,4 Millionen Geräte.

Gleichzeitig konnte Apple im vergangenen Quartal in allen Produktsegmenten zulegen – wenn auch nicht in allen stark. So stieg der Umsatz mit Mac-Computern um 1,6 Prozent auf rund 9,18 Milliarden Dollar. Das iPad hingegen legte um 21 Prozent auf 8,25 Milliarden Dollar zu. Als gutes Zeichen wertet Apple die Tatsache, dass rund die Hälfte der Käufer zum ersten Mal einen Mac oder ein iPad gekauft hat.

Das Geschäft mit Diensten wie Apple Music und iCloud-Speicher wuchs um gut ein Viertel auf 18,28 Milliarden Dollar. Mit dem Trainingsdienst Fitness+ wird Apple demnächst sein Abo-Angebot in Deutschland ausbauen. Insgesamt hatte Apple zum Quartalsende 745 Millionen Abo-Kunden – 160 Millionen mehr als ein Jahr zuvor.

Der Nettogewinn stieg im vierten Geschäftsquartal, das im September endete, um 62 Prozent auf 20,5 Milliarden Dollar. Apple sitzt nun auf Reserven von 191 Milliarden Dollar, denen Schulden von 125 Milliarden Dollar gegenüberstehen.

Apple Chartanalyse vom 29.10.21

Der negative Ausblick sorgte im gestrigen nachbörslichen Handel für lange Gesichter und zahlreiche Verkäufe unter den Anlegern, die die Apple-Aktie zeitweise unter die Marke von 145,00 Dollar drückten. Am Ende des nachbörslichen Handels lag der Aktienkurs um etwa 1,3 % niedriger, war aber gegenüber seinem Tageshoch um mehr als 4 % gesunken.

Sollte sich diese Schwäche im heutigen Handel fortsetzen, dürfte sich der Wert weiter von seinem Allzeithoch von 157,26 USD aus dem September entfernen und die Unterstützung bei 145,00 USD erneut angreifen. Darunter sind Rückgänge auf die grüne Trendlinie bei 141,00 USD und später auf die massive Unterstützungszone zwischen der gelben 200-Tage-Linie bei 137,00 USD und der letzten Trendwende von Anfang Oktober bei 139,00 USD zu erwarten. In dieser Zone wäre ein Gegenangriff der Kaufseite und eine Fortsetzung des Aufwärtstrends zu erwarten. Sollte die Apple-Aktie jedoch auch unter diese Marke ausbrechen, ergäbe sich ein größeres Verkaufssignal und Verluste bis 123 $.

Gelingt es der Aktie hingegen, die Zone um 145 USD zu verteidigen, wäre der negative Effekt der Quartalszahlen möglicherweise schneller neutralisiert, als viele Anleger erwarten. In diesem Fall würde ein Anstieg über 150,00 USD bereits zu einem Angriff auf den Widerstand bei 153,26 USD führen. Darüber wäre der Weg zum Rekordhoch frei.

Haftungsausschluss
GBE brokers Ltd. gibt keine Anlageempfehlungen und übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit aller dargestellten Informationen. Darüber hinaus handelt es sich nicht um eine Handelsempfehlung und GBE brokers Ltd. haftet nicht für direkte oder indirekte Verluste, die aus den dargestellten Informationen resultieren.
Handeln Sie verantwortungsbewusst: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Hebelwirkung schnell Geld zu verlieren. 77,64% der Konten von Kleinanlegern verlieren Geld, wenn Sie CFDs bei diesem Anbieter handeln. Sie sollten abwägen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Jetzt teilen und bewerten

Share on facebook
Share on pinterest
Share on linkedin
Share on twitter

Schreibe einen Kommentar

Artikelsuche

Wonach suchen Sie?

Populäre Artikel

Alibaba-Aktie auf dem Weg zum neuen Tiefpunkt

Aufgrund der aktuellen Quartalszahlen gibt es bei der Alibaba-Aktie erneut einen Abschwung. Gerade Operativ konnte der chinesische Tech- und E-Commerce-Akteur einfach nicht überzeugen. Mit Blick auf die Aktie wurde zwar

Mehr »

IBM mit Chancen auf der Oberseite

Die Aktie des US-IT-Giganten IBM zählte in den vergangenen Jahren nicht zu den Lieblingen der Investoren. Unterdurchschnittliches Wachstum, wenig Innovationen und verkrustete Strukturen sind einige Gründe, warum „Big Blue“ (wie

Mehr »
 Professioneller KundePrivatkunde
Maximale Hebelsätze
Hauptindzes1:501:20
Hauptwährungspaare1:2001:30
Edelmetalle1:1001:10
Rohstoffe1:501:10
Aktien1:51:5
Kryptowährungen1:51:2
Kontomerkmale
Persönlicher Kundenbetreuer
Schutz vor negativen Kontosalden
Das Handelskonto unterliegt der 50% Margin-Close-Out Regel
Strikte Trennung von Kundengeldern
Anspruch auf Entschädigung aus dem Investment Compensation Fund
Recht auf Beschwerde bei einer Finanzombudsstelle *
Best Execution & Handelsbestätigungenn
Wichtige Informationsunterlagen