Markteinblick: Trump Gerüchte, Goldrekord und Arbeitsmarktdaten
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Trump seit einer Woche abgetaucht – Gerüchte um Gesundheitszustand
Seit letztem Dienstag ist US-Präsident Donald Trump nicht mehr in der Öffentlichkeit erschienen – Spekulationen über eine schwere Erkrankung, sogar einen Schlaganfall, machen die Runde. Offizielle Fotos und Posts wirken gestellt oder stammen offenbar nicht von ihm selbst: Besonders auffällig ist die ungewöhnlich nüchterne Reaktion seines Accounts auf das jüngste Gerichtsurteil zu den US-Zöllen, einem für Trump eigentlich zentralen Thema. Das Weiße Haus veröffentlichte zwar Bilder, die jedoch nicht aktuell sind, und befeuerte damit die Gerüchteküche weiter.
Heute könnte Klarheit kommen: Für 20 Uhr deutscher Zeit ist ein Statement Trumps angekündigt – ob als echte Pressekonferenz oder nur in Form einer vorbereiteten Erklärung, bleibt offen. Unterdessen reagieren die Märkte: Gold hat ein neues Allzeithoch erreicht, und auch Silber deutet einen Ausbruch nach oben an.
Gold mit neuem Allzeithoch
Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 3.500 US-Dollar überschritten und damit ein historisches Rekordhoch erreicht. Getrieben von der Aussicht auf Zinssenkungen und wachsender Unsicherheit an den Finanzmärkten erlebt das Edelmetall eine außergewöhnliche Rallye. Auch Silber glänzt: Mit einem Anstieg von über 40 Prozent in diesem Jahr kletterte es erstmals seit 2011 wieder über 40 Dollar pro Unze und profitiert zusätzlich von der Nachfrage aus der Energiewende. In den letzten drei Jahren haben sich beide Metalle mehr als verdoppelt, während geopolitische Spannungen, schwächere Wirtschaftsdaten und das Ringen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank die Nachfrage nach sicheren Anlagen weiter anfachen. Anleger setzen verstärkt auf ETFs, was die Marktknappheit verschärft. Ob Gold sich dauerhaft über 3.500 Dollar halten kann, bleibt offen – klar ist jedoch, dass Unsicherheit und strukturelle Trends Gold und Silber weiterhin Rückenwind verleihen.
China schickt Unterhändler ohne Einladung nach Washington
Mitten in einer Phase wachsender Spannungen ist Chinas stellvertretender Handelsminister Li Chenggang überraschend in die USA gereist – ohne offizielle Einladung. In Washington trifft er US-Beamte und Wirtschaftsvertreter, um über Agrarkäufe wie Sojabohnen zu sprechen. Der Besuch gilt als ungewöhnlich und heikel, da er außerhalb des von Trump und Liu He vereinbarten Verhandlungsrahmens stattfindet und die ohnehin angespannte Stimmung weiter belastet. Zuvor war Li in Kanada unterwegs, wo er anlässlich des 55. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen Gespräche über Handel und Investitionen führte.
Parallel dazu versucht Peking, trotz schwacher Konjunkturdaten ein stabileres Bild der Industrie zu zeichnen. Zwar gehen die Industriegewinne seit fast drei Jahren zurück, doch jüngste Zahlen zeigen leichte Verbesserungen – vor allem in der verarbeitenden Industrie und im Hochtechnologiesektor. Halbleiterunternehmen meldeten sogar Gewinnsprünge von bis zu 176 Prozent. Dennoch bleiben Bergbau, Einzelhandel und viele traditionelle Industriezweige unter Druck, sodass die Lage insgesamt angespannt bleibt.
Deutsche Bank und Siemens Energy kehren in den Euro Stoxx 50 zurück
Die Deutsche Bank und Siemens Energy steigen am 22. September in den Euro Stoxx 50 auf. Damit kehrt die Deutsche Bank nach sieben Jahren zurück, gestützt von einer starken Kursrally, die den Aktienwert in den letzten zwölf Monaten mehr als verdoppelte. Siemens Energy konnte seinen Kurs seit vergangenem Herbst sogar mehr als verdreifachen – angetrieben von wachsender globaler Stromnachfrage und vollen Auftragsbüchern bei Turbinen- und Netztechnik. Neben den beiden deutschen Unternehmen wird auch das belgische Biotech-Unternehmen Argenx aufgenommen. Herausfallen müssen Nokia, Stellantis und Pernod Ricard.
US-Arbeitsmarktdaten im Fokus – Nonfarm Payrolls als Wegweiser für die Fed
Am 5. September werden die neuesten Zahlen zu den Nonfarm Payrolls veröffentlicht – ein entscheidender Indikator für die Stärke des US-Arbeitsmarktes. Analysten und Investoren blicken gespannt auf die Daten, da sie maßgeblich den Kurs der US-Notenbank Federal Reserve beeinflussen könnten.
Sollte sich der zuletzt erkennbare Abschwächungstrend am Arbeitsmarkt bestätigen, würde dies die Argumente für eine Zinssenkung noch in diesem Monat untermauern. Fed-Chef Jerome Powell hatte in Jackson Hole bereits signalisiert, die Tür für eine Lockerung der Geldpolitik offenzuhalten. Für die Märkte gilt daher: Schwächere Jobdaten könnten die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts nach unten erhöhen – und damit vor allem zinssensible Anlagen wie Gold und Silber weiter beflügeln.
Quelle: finanzmarktwelt.de, investing.com
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