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Markteinblick: Verzögerte US-Wirtschaftsdaten könnten Märkte bewegen

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Raphael Dreyer Trader & Expert for Chart Technology

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BART SADOWSKI PL/Shutterstock.com

Nach dem Ende des Shutdowns in den USA werden in dieser Woche nach und nach Wirtschafts­daten aus dem Monat September veröffentlicht – darunter Erzeugerpreise, Einzelhandelsumsätze und die Verkäufe neuer Häuser, um nur einige zu nennen. Auch wenn diese Zahlen nicht mehr ganz aktuell sind, bleiben sie für viele Marktteilnehmer relevant und können die Märkte durchaus bewegen.

Goldpreis vor neuen Impulsen

Der Goldpreis hat nach einer kräftigen Erholung zuletzt weiter zugelegt und sich anschließend stabilisiert – maßgeblich getrieben von deutlich dovisheren Signalen aus der US-Notenbank. Fed-Vertreter wie Christopher Waller und John Williams sehen Spielraum für eine Zinssenkung bei der Sitzung am 9./10. Dezember, vor allem wegen eines schwächelnden US-Arbeitsmarkts und nachlassender Inflationsrisiken. Dadurch steigen die Markterwartungen deutlich: Händler preisen inzwischen eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Dezember ein, was Gold stützt, weil das zinslose Edelmetall in einem Niedrigzinsumfeld attraktiver wird.

Zusätzliche Spannung kommt durch den langen US-Regierungs-Shutdown: Viele wichtige September-Konjunkturdaten werden erst jetzt nachgereicht, sodass Fed-Kommentare derzeit zu den wichtigsten Orientierungsmarken für Investoren zählen. In den nächsten Tagen könnten genau diese verspäteten Daten (u. a. Erzeugerpreise, Einzelhandelsumsätze, Arbeitslosenanträge) zusammen mit den letzten Fed-Statements vor der Kommunikationssperre neue Impulse liefern.

Trotz einer Konsolidierung nach dem Rücklauf vom Rekordhoch bleibt der übergeordnete Trend stark: Gold liegt 2025 deutlich im Plus, getragen von Zentralbankkäufen und ETF-Zuflüssen. Entscheidend für die nächste größere Richtungsentscheidung dürfte aber der Fed-Zinsbeschluss im Dezember sein.

New York Fed-Chef Williams stoppt Abverkauf an den Märkten

New York-Fed-Chef John Williams hat signalisiert, dass bald eine weitere Zinssenkung möglich sein könnte, weil sich der US-Arbeitsmarkt abkühlt und die Inflationsrisiken nachlassen. Seine Aussagen kamen genau in einer Phase starker Kursverluste bei Bitcoin, Altcoins und Aktien und sorgten kurzfristig für Erholung an den Märkten. Williams betonte, die Geldpolitik sei noch moderat restriktiv, könne aber in Richtung eines neutralen Niveaus angepasst werden.

Fed-Direktor Christopher Waller spricht sich ebenfalls für eine Zinssenkung bei der nächsten Fed-Sitzung am 9./10. Dezember aus. Wie schon die Aussagen von New-York-Fed-Chef John Williams am Freitag stützen auch Wallers Worte die Märkte, weil niedrigere Zinsen Kredite günstiger machen und Aktien gegenüber Anleihen attraktiver erscheinen lassen. Waller begründet seine Haltung vor allem mit der anhaltenden Schwäche des US-Arbeitsmarkts, kündigt aber an, dass die Fed ab Januar stärker von Sitzung zu Sitzung anhand neuer Daten entscheiden dürfte. Anleger rechnen laut Terminmärkten derzeit mit rund 70 % Wahrscheinlichkeit für eine Senkung im Dezember. Zusätzlich wird Waller von der Trump-Regierung als möglicher Nachfolger von Jerome Powell gehandelt.

Abweichende Handelszeiten USA – Thanksgiving

Am kommenden Donnerstag, den 27. November, ist in den USA Thanksgiving. An diesem Tag schließen einige Indizes früher, und US-amerikanische Aktien-CFDs sind am Donnerstag nicht handelbar. Auch am Freitag kommt es noch zu abweichenden Handelszeiten. Die aktuellen Handelszeiten der einzelnen Märkte findest du hier.

Quelle:
https://de.investing.com/economic-calendar/
https://finanzmarktwelt.de/goldpreis-zieht-an-warum-die-fed-ueber-die-richtung-entscheidet-371559/
https://finanzmarktwelt.de/fed-willams-spricht-ueber-sinkende-zinsen-was-fuer-ein-zeitlicher-zufall-371320/
https://finanzmarktwelt.de/fed-zinsen-auch-waller-will-im-dezember-senken-371506/

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