Markteinblick: US-Wirtschaftsdaten im Fokus
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In dieser Woche stehen mit den Nonfarm Payrolls (Freitag 14: 30 Uhr) und dem ISM-Einkaufsmanagerindex Mittwoch (16:00 Uhr) zwei wichtige US-Konjunkturdaten im Fokus. Beide liefern entscheidende Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung und beeinflussen maßgeblich die Zinspolitik der Federal Reserve.
Die Nonfarm Payrolls zeigen, wie viele neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft geschaffen wurden, und gelten als Gradmesser für Wachstum und Konsumkraft. Schwache Zahlen könnten die Sorge vor einer Abkühlung des Arbeitsmarkts verstärken.
Der ISM-Index misst die Stimmung in Industrie und Dienstleistungssektor – Werte über 50 Punkten stehen für Wachstum, darunter für Rückgang. Besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit beobachten Anleger diese Daten genau, da sie Hinweise liefern, ob die US-Wirtschaft weiter robust bleibt oder an Dynamik verliert.
Goldpreis auf Rekordhoch – US-Shutdown treibt Anleger in Sicherheit
Der Goldpreis ist auf ein neues Allzeithoch von 3.871 Dollar gestiegen. Grund ist die wachsende Unsicherheit vor einem drohenden US-Government Shutdown, da sich Kongress und Regierung weiterhin nicht auf ein Budget einigen konnten.
Anleger flüchten in den sicheren Hafen Gold, was den Kurs weiter antreibt. Laut Bloomberg beflügelte der Preissprung auch asiatische Metallaktien, etwa Zijin Gold International, die in Hongkong um bis zu 66 % zulegte.
Insgesamt ist Gold 2025 bereits um 47 % gestiegen – der stärkste Zuwachs seit 1979. Neben der Shutdown-Angst wirken auch Zinssenkungserwartungen, Handelsspannungen und Zweifel an der US-Wirtschaft als Preistreiber.
USA vor Regierungsstillstand – Government Shutdown
Am 1. Oktober 2025 droht den USA ein Government Shutdown, da sich Demokraten und Republikaner nicht auf ein Übergangsgesetz einigen können.
Ein Government Shutdown ist ein Stillstand der US-Bundesregierung, der eintritt, wenn sich Kongress und Präsident nicht rechtzeitig auf ein neues Haushaltsgesetz einigen. Ohne dieses Gesetz darf der Staat kein Geld mehr ausgeben, da in den USA die Finanzierung der Regierung jährlich neu bewilligt werden muss.
Vizepräsident JD Vance macht die Demokraten verantwortlich und wirft ihnen Blockade vor. Auch ein Krisentreffen von Präsident Donald Trump mit Spitzenvertretern beider Parteien brachte keinen Durchbruch. Hauptstreitpunkt ist die Gesundheitsfinanzierung: Die Demokraten fordern den Erhalt von Zuschüssen und lehnen Kürzungen bei Medicaid ab. Ohne Einigung drohen Millionen Amerikanern höhere Versicherungsprämien.
Der republikanische Mehrheitsführer John Thune zeigte sich zwar gesprächsbereit, kritisierte aber die Haltung der Demokraten. Vance betonte, Trump sei bei Themen wie der ländlichen Gesundheitsversorgung kompromissbereit. Ein Deepfake-Video des Präsidenten verschärft die ohnehin angespannte Lage.
US-Goldreserven knacken 1-Billion-Dollar-Marke
Die Goldreserven der USA haben dank des Rekordpreises von über 3.871 Dollar je Unze erstmals einen Wert von mehr als 1 Billion US-Dollar erreicht – ein Anstieg von rund 45 % seit Jahresbeginn.
Offiziell werden sie jedoch weiterhin zum veralteten Preis von 42,22 Dollar aus dem Jahr 1973 bewertet und erscheinen daher nur mit rund 11 Milliarden Dollar in der Bilanz. Eine Neubewertung würde dem Staat theoretisch 990 Milliarden Dollar zusätzlich bringen, was etwa der Hälfte des Haushaltsdefizits entspräche.
Finanzminister Scott Bessent wies entsprechende Überlegungen aber zurück. Das Gold wird in den USA vom Finanzministerium, nicht von der Federal Reserve, gehalten – eine Umbuchung oder Neubewertung ist derzeit nicht geplant.
Quelle: finanzmarktwelt.de, investing.com
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