Markteinblick: US-Indizes und Gold mit neuen Rekorden
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Der Börsenmonat September scheint in diesem Jahr sein schlechtes Image – als durchschnittlich schwächster Börsenmonat des Jahres – zumindest in den USA abzulegen. Während der DAX im laufenden Monat ein Minus von 1,29 % verzeichnet, präsentieren sich die US-Indizes deutlich freundlicher: Der Dow Jones legt um 1,63 % zu, der Nasdaq beeindruckt mit einem Plus von 5,34 % und auch der S&P 500 steigt um 3,3 %. Wesentlichen Anteil daran haben sicherlich die jüngste Zinssenkung der US-Notenbank sowie die Aussicht auf zwei weitere Zinsschritte noch in diesem Jahr.
Auch der Goldpreis kennt derzeit nur eine Richtung: nach oben. Am frühen Dienstagvormittag erreichte das Edelmetall mit 3.759 US-Dollar ein neues Allzeithoch und setzt damit den Aufwärtstrend eindrucksvoll fort.
Goldpreis auf Rekordkurs – ETF-Zuflüsse treiben Rally
Der Goldpreis hat in der Nacht mit 3.759 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht. Allein in den letzten vier Wochen legte er um 420 Dollar zu. Der Anstieg wird von sinkenden US-Anleiherenditen und massiven Kapitalzuflüssen in Gold-ETFs befeuert. Laut World Gold Council flossen allein vergangene Woche über 4 Milliarden US-Dollar in börsengehandelte Goldfonds – der höchste Wert seit April. Seit Jahresbeginn summieren sich die ETF-Zuflüsse bereits auf 57 Milliarden US-Dollar.
Die Zinssenkung der Fed in der vergangenen Woche hatte nur kurzfristig zu einer Verschnaufpause geführt. Analysten sehen den fortgesetzten Rückgang der Renditen als starke Unterstützung für Gold, das gegenüber Anleihen nun attraktiver erscheint. Auch Marktstrategen wie BMO Capital Markets werten den aktuellen Zyklus als positives Signal für die Preisentwicklung bis ins vierte Quartal.
Heute Abend richtet sich der Blick auf Fed-Chef Jerome Powell, der um 18:30 Uhr deutscher Zeit zum Wirtschaftsausblick spricht. Zwar werden keine neuen Erkenntnisse erwartet, dennoch könnte seine Rede kurzfristige Bewegungen bei Dollar, Anleiherenditen und Gold auslösen.
Kryptomarkt im Schock: Milliarden-Liquidationen erschüttern Bitcoin & Ether
Zum Wochenstart erlebte der Kryptomarkt einen massiven Einbruch: Bullische Wetten im Wert von über 1,5 Milliarden US-Dollar wurden am Montagmorgen liquidiert. Bitcoin fiel zeitweise um 3 % auf 111.998 US-Dollar, Ether brach sogar um bis zu 9 % auf 4.078 US-Dollar ein. Besonders kleinere Tokens wie Solana, Algorand und Avalanche gerieten stark unter Druck.
Auslöser waren vor allem gehebelte Long-Positionen, die in kurzer Zeit zwangsweise aufgelöst wurden – laut Coinglass betraf dies über 407.000 Trader innerhalb von 24 Stunden. Damit schrumpfte die Marktkapitalisierung digitaler Assets laut CoinGecko unter die Marke von 4 Billionen US-Dollar.
Trump–Xi-Telefonat: Harmonie nach außen, Hoffnung auf Entspannung
Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping haben erstmals seit Juni wieder telefoniert – und dabei demonstrativ gute Stimmung verbreitet. Laut Trump sprachen beide über Handel, Fentanyl, den Ukraine-Krieg sowie die Zukunft von TikTok. Er kündigte an, Xi beim APEC-Gipfel in Südkorea zu treffen und Anfang 2026 nach China zu reisen.
Xi betonte seinerseits, die USA sollten restriktive Handelsmaßnahmen vermeiden und chinesischen Unternehmen faire Rahmenbedingungen bieten. Auch zur TikTok-Frage äußerte er sich positiv und zeigte Bereitschaft zu einer pragmatischen Lösung.
Hintergrund des Gesprächs sind weiterhin ungelöste Streitpunkte: Zölle, Exportbeschränkungen im Chip-Sektor, die Taiwan-Frage sowie Chinas Beziehungen zu Russland. Dennoch gilt das Telefonat als Signal der Entspannung – Anleger hoffen nun auf eine Lockerung von Handelsbarrieren, die den Märkten in den kommenden Tagen Auftrieb geben könnte.
Quelle: finanzmarktwelt.de, investing.com
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