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Markteinblick: Trumps neue Zölle

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Raphael Dreyer Trader & Expert for Chart Technology

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Joey Sussman/Shutterstock.com


Mit einem globalen Zollaufschlag von bis zu 15 Prozent beruft sich US-Präsident Donald Trump auf eine angebliche Zahlungsbilanzkrise und nutzt dafür Section 122 des Trade Act von 1974. Diese Regel erlaubt temporäre Zölle bei „fundamentalen internationalen Zahlungsproblemen“. Doch zahlreiche Ökonomen widersprechen: Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die USA ihre internationalen Verpflichtungen nicht erfüllen könnten oder der Dollar massiv unter Druck stehe.

Kritiker argumentieren, das hohe Handelsdefizit werde durch ausreichende Kapitalzuflüsse finanziert – ein klassisches Krisensignal fehle. Zudem seien die negativen Auslandsvermögenspositionen der USA auch Folge hoher Bewertungen am US-Aktienmarkt. Viele Experten sehen daher eher die expansive Fiskalpolitik und steigende Haushaltsdefizite als Risiko – nicht die Zahlungsbilanz.

Juristisch könnte Trumps Vorgehen erneut angefochten werden, national wie international. Da Section 122 Zölle auf 150 Tage begrenzt, könnten die Maßnahmen sogar auslaufen, bevor Gerichte abschließend entscheiden. Für Märkte und Handelspartner bleibt vor allem eines: neue Unsicherheit.

Iran-Deal in Gefahr: Droht eine Eskalation im Nahen Osten?

US-Präsident Donald Trump erwägt gezielte Militärschläge gegen den Iran, um den Druck in den laufenden Atomverhandlungen zu erhöhen. Experten warnen jedoch, dass ein solcher Schritt die Gespräche zum Scheitern bringen und eine gefährliche Eskalationsspirale auslösen könnte.

Die USA haben ihre Militärpräsenz im Nahen Osten deutlich verstärkt, während Trump eine kurze Frist für ein neues Abkommen setzt. Gleichzeitig fordert Washington eine vollständige Aufgabe der Urananreicherung – eine Maximalposition, die Teheran bislang strikt ablehnt. Iran-Experten betonen, dass selbst militärische Drohungen die Kompromissbereitschaft erheblich senken würden; tatsächliche Angriffe könnten die Diplomatie endgültig torpedieren.

Ein Angriff birgt zudem das Risiko regionaler Vergeltungsschläge gegen US-Stützpunkte oder Verbündete. Obwohl beide Seiten offiziell keinen Krieg anstreben, wächst die Gefahr eines Flächenbrands. Statt den Iran an den Verhandlungstisch zu zwingen, könnte Trumps Strategie die Region weiter destabilisieren.

Gold steigt wieder – Unsicherheit treibt Anleger

Der Goldpreis hat sich nach dem Einbruch Anfang Februar deutlich erholt und zwischenzeitlich den höchsten Stand seit dem Abverkauf erreicht. Auslöser sind neue Unsicherheiten in der US-Handelspolitik, insbesondere durch angekündigte Importzölle, sowie zunehmende Spannungen im Nahen Osten.

In dem nervösen Marktumfeld suchen Anleger verstärkt Schutz in sicheren Häfen wie Gold und Silber. Trotz leichter jüngster Rückgänge bleibt die Nachfrage nach Edelmetallen hoch. Viele Analysten sehen die grundlegenden Treiber – geopolitische Risiken, Zweifel an der Geldpolitik und ein schwankendes Finanzumfeld – weiterhin als intakt an.

Bitcoin unter Druck – Entscheidung an Schlüsselmarke naht

Bitcoin steuert auf den schwächsten Monat seit dem Krypto-Crash 2022 zu. Im Februar summiert sich das Minus auf rund 19 Prozent, der Kurs fiel zuletzt bis auf knapp 62.900 US-Dollar. Damit rückt die entscheidende Unterstützungszone zwischen 58.000 und 60.000 Dollar in den Fokus.

Belastet wird der Markt vor allem durch die zunehmende Risikoaversion an den Finanzmärkten. Neue US-Importzölle und globale Unsicherheiten setzen spekulative Anlageklassen unter Druck – und Bitcoin wird trotz seines Rufs als „digitales Gold“ weiterhin wie ein Risiko-Asset gehandelt.

Charttechnisch gilt die 200-Wochen-Linie bei rund 58.500 Dollar als letzte Bastion der Bullen. Hält diese Marke, könnte sich der Markt stabilisieren. Fällt sie jedoch, droht eine neue Abwärtswelle mit weiteren Kursverlusten.

Quelle:
https://finanzmarktwelt.de/neue-zoelle-alte-zweifel-warum-experten-trump-widersprechen-380587/
https://finanzmarktwelt.de/iran-deal-in-gefahr-trumps-strategie-droht-zu-scheitern-380571/
https://finanzmarktwelt.de/goldpreis-hoechster-stand-seit-februar-absturz-warum-er-steigt-380751/
https://finanzmarktwelt.de/bitcoin-im-sinkflug-wichtige-entscheidung-steht-jetzt-an-380780/

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