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Markteinblick: Nonfarm Payrolls – Zinsentscheidungen – Verbraucherpreise

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Raphael Dreyer Trader & Expert for Chart Technology

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Kirill Neiezhmakov/shutterstock.com

Die Handelswoche vor der Weihnachtswoche hat es noch einmal in sich: Am heutigen Dienstag werden um 14:30 Uhr die US-Nonfarm Payrolls (Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft) für den Monat November veröffentlicht. Die aktuellen Arbeitsmarktdaten könnten sich möglicherweise auf die Zinspolitik der US-Notenbank im Jahr 2026 auswirken.

Am Mittwoch stehen zudem Verbraucherpreise aus Großbritannien und der Eurozone auf der Agenda. Am Donnerstag folgt zunächst die Zinsentscheidung der Bank of England um 13:00 Uhr (MEZ), gefolgt von der Zinsentscheidung der EZB (Europäische Zentralbank) um 14:15 Uhr.

Doch damit nicht genug: Am Mittwoch werden um 14:30 Uhr die US-Verbraucherpreise (Inflationsdaten) bekannt gegeben. Zum Wochenausklang steht am Freitag schließlich noch eine weitere Zinsentscheidung an – diesmal von der Bank of Japan um 04:00 Uhr (MEZ).

Rekordrallye bei Gold und Silber – kurz zusammengefasst

Gold und Silber befinden sich in einem außergewöhnlichen Höhenflug. Gold profitiert vor allem von seiner Rolle als sicherer Hafen: Angesichts wachsender Unsicherheit an den Aktienmärkten, insbesondere im Technologiesektor, ziehen sich viele Investoren aus risikoreichen Anlagen zurück. Gleichzeitig befeuern Erwartungen weiterer Zinssenkungen durch die US-Notenbank die Nachfrage nach dem Edelmetall.

Der Goldpreis ist in diesem Jahr bereits um über 60 % gestiegen und nähert sich seinem Rekordhoch. Unterstützt wird die Rally durch anhaltende Käufe der Zentralbanken sowie durch Zuflüsse in goldgedeckte ETFs. Analysten sehen darin einen langfristigen Trend, der den Goldpreis mittelfristig weiter antreiben könnte – auch wenn einige Experten für 2026 nach einer starken ersten Jahreshälfte mit einer Korrektur rechnen.

Silber legt sogar noch stärker zu und hat sich im Jahresverlauf mehr als verdoppelt. Hier spielen neben spekulativen Positionierungen vor allem Angebotsengpässe eine entscheidende Rolle. Insgesamt steuern beide Edelmetalle auf ihre beste Jahresperformance seit Jahrzehnten zu – getragen von Unsicherheit an den Finanzmärkten, einer lockeren Geldpolitik und der anhaltenden Suche nach Stabilität.

Wachsende Zweifel am KI-Boom an den Aktienmärkten

An der Wall Street wächst die Skepsis gegenüber dem anhaltenden KI-Hype. Drei Jahre nach dem Start von ChatGPT und der darauf folgenden Euphorie fragen sich immer mehr Investoren, ob die enormen Investitionen in künstliche Intelligenz langfristig tragfähig sind oder ob sich eine gefährliche Blase gebildet hat. Erste Kursrückgänge bei wichtigen KI-Profiteuren wie Nvidia oder Oracle gelten als Warnsignale.

Zwar hat der KI-Boom den Aktienmärkten in den vergangenen Jahren einen historischen Aufschwung beschert, doch die Erwartungen sind inzwischen extrem hoch. Viele Tech-Aktien geraten nicht wegen sinkender Umsätze unter Druck, sondern weil sich das Wachstum nicht weiter beschleunigt. Gleichzeitig bleibt unklar, ob Unternehmen und Kunden dauerhaft bereit sind, die hohen Kosten für KI-Anwendungen zu tragen.

Besonders kritisch ist der enorme Kapitalbedarf. Viele KI-Projekte verschlingen Milliarden, während nachhaltige Gewinne oft noch ausstehen. Werden Investoren vorsichtiger, könnte das gesamte KI-Ökosystem schnell ins Wanken geraten. Gleichzeitig belasten die massiven Investitionen der Tech-Giganten Cashflow und Gewinnperspektiven für 2026.

Bitcoin rutscht unter 86.000 Dollar – Stimmung am Kryptomarkt kippt

Bitcoin ist zeitweise unter 86.000 US-Dollar gefallen. Damit liegt die Kryptowährung rund 30 % unter dem Rekordhoch Anfang Oktober (über 126.000 Dollar), die Stimmung am Kryptomarkt wirkt deutlich angeschlagen.

Seit Wochen bewegt sich der Kurs in einer engen Spanne von etwa 85.000 bis 94.000 Dollar: Steigt Bitcoin, nehmen viele Anleger schnell Gewinne mit – besonders jene, die nahe dem Hoch eingestiegen sind. Das drückt Umsatz und Vertrauen. Analysten sehen die 85.000-Dollar-Marke als wichtige Unterstützung; fällt sie nachhaltig, könnte der Kurs wieder Richtung Jahrestief bei 74.400 Dollar laufen.

Auffällig ist, dass der Rückgang diesmal kaum von Zwangsliquidationen begleitet wurde. Experten sprechen eher von schrittweisem, „organischem“ Verkaufsdruck, der länger anhalten könnte. Unter Druck stehen zudem auch andere Coins wie Ether, Dogecoin und XRP sowie Kryptowerte an der Börse (u. a. Coinbase und Strategy). In den vergangenen 24 Stunden wurden außerdem Long-Wetten im Umfang von rund 520 Mio. Dollar aufgelöst – ein weiteres Zeichen für nachlassende Risikobereitschaft.

Kurze Weihnachtspause – ab 5. Januar sind wir wieder da

In der Zeit vom 22. Dezember 2025 bis einschließlich 4. Januar 2026 legen wir eine kurze Pause ein. In diesem Zeitraum finden keine Webinare statt und es werden keine neuen Blogbeiträge veröffentlicht.

Unser Kundenportal, die Handelsplattformen sowie der Support stehen dir selbstverständlich weiterhin wie gewohnt zur Verfügung.

Ab dem 5. Januar 2026 starten wir wieder mit neuen Webinaren, aktuellen Marktanalysen und frischen Blogbeiträgen.

Wir wünschen dir eine erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!

Quelle:
https://de.investing.com/economic-calendar
https://finanzmarktwelt.de/gold-und-silber-auf-hoehenflug-das-steckt-hinter-der-rally-373568/
https://finanzmarktwelt.de/aktienmaerkte-rechnen-mit-ki-blase-und-wetten-auf-ihren-ausloeser-373559/
https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/bitcoin-kryptowaehrung-faellt-zeitweise-unter-86000-dollar/100184278.html


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