Markteinblick: Märkte blicken gespannt auf US-Verbraucherpreise
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US-Präsident Donald Trump hat für den 15. August 2025 ein Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Alaska angekündigt. Es wäre das erste hochrangige Zusammentreffen beider Staatschefs auf US-amerikanischem Boden seit dem historischen Gipfel auf Governors Island im Jahr 1988.
Im Mittelpunkt der Gespräche sollen Möglichkeiten für einen Friedensschluss oder zumindest einen Waffenstillstand in der Ukraine stehen. Trump brachte dabei auch die Idee möglicher „Gebietstausche“ ins Spiel – ein Vorschlag, den Kiew entschieden zurückweist.
Die ukrainische Führung macht deutlich, dass jede Lösung ohne aktive Beteiligung der Ukraine jegliche Legitimität verliert. Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigte unmissverständlich, dass keine ukrainischen Gebiete als Teil eines politischen Deals aufgegeben werden dürfen. „Keine Entscheidung ohne die Ukraine – denn solche würden nichts bringen. Sie sind nicht tragfähig.“
Der Alaska-Gipfel könnte entweder den Weg für neue diplomatische Bewegung ebnen – oder aber einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen. Ausschlaggebend wird sein, ob es gelingt, die Ukraine gleichberechtigt einzubinden und eine Vereinbarung zu erreichen, die Frieden ermöglicht, ohne grundlegende Prinzipien wie die territoriale Integrität zu verletzen.
Alle Augen auf den US-Verbraucherpreisindex
Heute, am 12. August 2025 um 14:30 Uhr deutscher Zeit, werden die neuen US-Inflationsdaten veröffentlicht. Fachleute rechnen für Juli mit einem Anstieg der Kernrate der Verbraucherpreise von 0,2 auf 0,3 % gegenüber dem Vormonat. Im Jahresvergleich dürfte die Teuerung von 2,7 % auf rund 2,8 % steigen. Der Kernindex, der Energie- und Lebensmittelpreise ausblendet, wird auf Jahressicht bei etwa 3,0 % erwartet.
Die Zahlen sind entscheidend für die Geldpolitik der US-Notenbank: Hohe Werte könnten Zinssenkungen verzögern, niedrigere Werte dagegen Spielraum schaffen – allerdings mit dem Risiko, dass sie auf eine schwächere Wirtschaft hindeuten. Die Veröffentlichung dürfte Dollar, Aktienmärkte und Goldpreis spürbar bewegen.
Goldpreis schwankt – Zollankündigung sorgt für Unsicherheit
Der Goldmarkt steht unter Druck, nachdem die US-Regierung überraschend Zölle auf 100-Unzen- und 1-Kilogramm-Goldbarren angekündigt hat. Infolge der Nachricht gaben die US-Gold-Futures nach, und der Preisaufschlag gegenüber dem globalen Spotpreis fiel von über 100 auf unter 60 Dollar pro Unze. Noch am Freitag waren die Futures auf Rekordhöhen gestiegen, bevor das Weiße Haus ankündigte, „Fehlinformationen“ zur Zollpolitik klarzustellen. Händler blicken nun auf mögliche weitere Schritte aus Washington, die Entwicklung des US-Dollars und vor allem auf die anstehenden Inflationsdaten, die wichtige Hinweise für den künftigen Kurs der Federal Reserve liefern könnten. Der Goldpreis hat in diesem Jahr bereits um rund 30 % zugelegt, kämpft jedoch seit Wochen mit der Marke von 3.400 USD pro Unze. Neben den Wirtschaftsdaten könnten auch das bevorstehende Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin sowie geldpolitische Entscheidungen den Goldkurs in den kommenden Tagen stark bewegen.
90 Tage Aufschub für China
Donald Trump hat den Zollfrieden mit China um 90 Tage bis zum 10. November verlängert und damit eine geplante Erhöhung der US-Strafzölle verschoben. Die Vereinbarung, die bereits im vergangenen Monat in Schweden vorbereitet wurde, bleibt inhaltlich unverändert und wird von China in gleicher Weise umgesetzt. Ziel ist es, Zeit für Gespräche über ungelöste Handelsfragen zu gewinnen und eine Eskalation zu vermeiden. Ohne die Verlängerung wären die Zölle auf mindestens 54 % gestiegen, was den Konflikt deutlich verschärft hätte. Die Entscheidung könnte zudem den Weg für ein Treffen zwischen Trump und Xi Jinping Ende Oktober ebnen. Beobachter sehen darin zwar ein wichtiges Signal der Entspannung, weisen jedoch darauf hin, dass zentrale Streitpunkte weiterhin ungelöst sind und ein erneuter Konflikt jederzeit aufflammen könnte.
Quelle: finanzmarktwelt.de, investing.com
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