Markteinblick: Historische Goldkäufe – aber schwacher Goldpreis
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Trotz einer historisch starken Nachfrage zeigt sich der Goldpreis derzeit ungewohnt träge. Vor allem China bleibt ein bedeutender Käufer und hat seine Goldreserven bereits den 20. Monat in Folge aufgestockt. Auch weltweit setzen Zentralbanken verstärkt auf das Edelmetall: Laut einer Umfrage des World Gold Council plant nahezu jede zweite Notenbank, ihre Goldbestände innerhalb der kommenden zwölf Monate weiter auszubauen. Geopolitische Unsicherheiten und die schrittweise Abkehr vom US-Dollar bleiben dabei die wichtigsten Kaufmotive.
Dennoch gelingt Gold aktuell kein nachhaltiger Ausbruch auf neue Höchststände. Hauptverantwortlich dafür sind die weiterhin hohen US-Zinsen und der starke US-Dollar. Beide Faktoren erhöhen die Attraktivität festverzinslicher Anlagen und bremsen die Nachfrage vieler Finanzinvestoren nach dem zinslosen Edelmetall. Hinzu kommen Gewinnmitnahmen nach der starken Rally der vergangenen Monate sowie eine verhaltene ETF-Nachfrage.
Auch große Investmentbanken haben ihre Goldpreisprognosen zuletzt leicht gesenkt, bleiben langfristig jedoch optimistisch. Damit steht der Goldmarkt aktuell zwischen zwei gegensätzlichen Kräften: Während die strukturell hohe Nachfrage durch Zentralbanken und China für ein solides Fundament sorgt, bestimmen kurzfristig vor allem Zinspolitik und Dollarentwicklung die Richtung des Goldpreises.
SpaceX – Morgan Stanley sieht deutliches Kurspotenzial
Nach Ablauf der üblichen Stillhaltefrist melden sich erstmals die großen Investmentbanken mit offiziellen Einschätzungen zur SpaceX-Aktie zu Wort. Besonders optimistisch zeigt sich Morgan Stanley: Die Bank stuft die Aktie mit „Overweight“ ein und sieht ein 12-Monats-Kursziel von 300 US-Dollar – deutlich über dem jüngsten Schlusskurs von rund 160 US-Dollar. Als Wachstumstreiber nennt Morgan Stanley insbesondere die starke Position des Unternehmens im Bereich künstliche Intelligenz und Konnektivität.
Auch andere Häuser zeigen sich positiv, wenn auch etwas zurückhaltender. Goldman Sachs sieht die Aktie bei 205 US-Dollar, UBS bei 210 US-Dollar, RBC Capital bei 225 US-Dollar und Bernstein bei 239 US-Dollar. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt aktuell bei knapp 218 US-Dollar.
Trotz der positiven Analystenkommentare reagierte die Aktie zunächst nur verhalten. Zusätzlichen Rückenwind könnte jedoch die heutige Aufnahme in den Nasdaq-100-Index bringen. Dadurch dürften zahlreiche ETFs und indexorientierte Fonds gezwungen sein, SpaceX-Aktien zu kaufen, was in den kommenden Tagen für zusätzliche Nachfrage sorgen könnte.
Schwächere US-Arbeitsmarktdaten lassen Anleger auf Zinssenkungen hoffen
Die zuletzt veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten fielen schwächer aus als von Analysten erwartet und sorgten damit für Erleichterung an den Finanzmärkten. Im Juni wurden lediglich 57.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen – deutlich weniger als prognostiziert. Gleichzeitig wurden die Beschäftigungszahlen der Vormonate nach unten revidiert, was auf eine allmähliche Abkühlung des Arbeitsmarktes hindeutet.
Für die Börsen sind diese Nachrichten durchaus positiv. Ein nachlassender Arbeitsmarkt verringert den Druck auf die US-Notenbank, die Geldpolitik weiter straff zu halten. Entsprechend nahmen die Hoffnungen zu, dass die Fed bei den kommenden Sitzungen auf weitere Zinserhöhungen verzichtet oder mittelfristig sogar den Weg für Zinssenkungen ebnet.
Die Aussicht auf ein weniger restriktives Zinsumfeld sorgte insbesondere bei Wachstums- und Technologieaktien für Erleichterung. Zwar bleibt der US-Arbeitsmarkt insgesamt robust, die jüngsten Daten nähren jedoch die Erwartung, dass sich die Wirtschaft kontrolliert abkühlt – ein Szenario, das viele Anleger derzeit als positives Signal für die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten werten.
US-Inflationsdaten rücken in den Fokus der Anleger
Nach den schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten in der vergangenen Woche richtet sich der Blick der Anleger nun auf den nächsten wichtigen Konjunkturtermin. Am Dienstag (14. Juli) veröffentlicht das US-Arbeitsministerium die Inflationsdaten für den Monat Juni – ein Ereignis, das als richtungsweisend für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank gilt.
Sollte sich der Preisauftrieb weiter abschwächen, dürfte dies die Erwartungen an mögliche Zinssenkungen der Fed untermauern und insbesondere zinssensitive Anlageklassen wie Technologieaktien unterstützen. Fällt die Inflation hingegen höher aus als erwartet, könnten Hoffnungen auf eine lockerere Geldpolitik einen Dämpfer erhalten.
Nach der Erleichterung über die zuletzt schwächeren Arbeitsmarktdaten dürfte der Inflationsbericht daher zum entscheidenden Impulsgeber für die Märkte in der kommenden Woche werden.
Quellen:
https://finanzmarktwelt.de/goldpreis-historische-goldkaeufe-warum-schwaechelt-gold-394337/
https://finanzmarktwelt.de/spacex-grossbanken-mit-kurszielen-morgan-stanley-mit-300-dollar-394301/
https://nypost.com/2026/07/02/business/us-employers-add-57k-jobs-in-june-as-hiring-continues-at-a-healthy-clip-though-rate-cut-hopes-fall
https://www.bls.gov/schedule/news_release/cpi.htm
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