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Markteinblick: DAX im Seitwärtstrend

Sebastian Schenk
Sebastian Schenk Head of Marketing

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Imagentle/Shutterstock.com

DAX im Seitwärtstrend

Der deutsche Leitindex DAX setzt seine Seitwärtsbewegung fort und notiert am Morgen bei 23.832 Punkten, ein Plus von rund 0,5 %. Damit erholen sich die Kurse leicht von den Vortagesverlusten, als der DAX um 0,4 % auf 23.718 Zähler gefallen war. Trotz guter Vorgaben von der Wall Street fehlt es dem Markt weiterhin an Aufwärtsdynamik. Anleger bleiben vorsichtig, vor allem wegen der geopolitischen Unsicherheiten.

Wall Street und Asien geben Rückenwind

In den USA zeigten sich die Investoren gestern optimistisch:

  • Dow Jones +0,4 % auf 45.711 Punkte
  • S&P 500 +0,3 % auf 6.512 Punkte
  • Nasdaq +0,4 % auf 21.879 Punkte

Auch in Asien folgten die Börsen diesem Trend. Der Nikkei 225 stieg um 0,8 % auf 43.787 Punkte, während die Börsen in Shanghai und Shenzhen jeweils moderate Gewinne verbuchten.

EUR/USD-Anstieg: Chartsignal oder politischer Einfluss?

Der jüngste Ausbruch des EUR/USD über die Region um 1,1611 USD interpretierten die Märkte zwar oberflächlich als technische Stärke, tatsächlich steht aber eher eine US-Dollar-Schwäche im Hintergrund – ausgelöst durch enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten. Langfristige Chartanalysten sehen in diesem Ausbruch vor allem die Fortsetzung eines Aufwärtstrends. Allerdings sorgt der gestrige Rücksetzer für Unsicherheit: Erst ein dynamischer Kursanstieg würde den Ausbruch als nachhaltig bestätigen.

Fundamentaler Treiber ist die Erwartung auf Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed). Schwache US-Arbeitsmarktdaten haben die Erwartungen an die US-Notenbank Fed weiter verstärkt. Die Märkte preisen derzeit nicht nur eine 25-Basispunkte-Senkung, sondern auch eine mögliche 50-Basispunkte-Senkung ein – wenngleich die Wahrscheinlichkeit hierfür laut dem CME FedWatch-Tool unter 8 % bleibt. Noch in dieser Woche könnten die US-Erzeuger- und Verbraucherpreise die geldpolitischen Erwartungen beeinflussen.

Politische Unsicherheit in den USA: Für zusätzliche Unruhe sorgt der Streit um die Entlassung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook durch US-Präsident Trump. Eine Bundesrichterin stoppte das Vorgehen vorerst, nachdem Cook erfolgreich eine einstweilige Verfügung erwirkt hatte.

10-09-2025 - Fed Funds Futures
Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen. Quelle: CME Group

Kontext zur politischen Lage in Frankreich

Parallel dazu erodiert politische Stabilität in Frankreich weiter: Premierminister François Bayrou verlor das Vertrauensvotum im Parlament, trat zurück – Präsident Macron will die Regierung nicht auflösen, sondern sucht stattdessen nach einem neuen Premier. Bayrous Sparvorschlag von 44 Mrd. EUR zur Eindämmung des Haushaltsdefizits war gescheitert — Frankreichs Defizit lag jenseits der EU-Grenze von 3 % und bedrohte bereits die Stabilität.

Dieser politische Zwischenfall wirkt sich zwar aktuell nicht als Euro-Stärke aus, aber er erhöht die Unsicherheit – tendenziell ein Faktor, der eher zu Rückgang des EUR/USD führen könnte, sollte sich die Lage weiter destabilisieren.

Rohstoffe: Gold nahe Rekordhoch, Ölpreise steigen

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten nach dem Angriff Israels auf Hamas-Ziele in Katar treiben die Rohstoffmärkte:

  • Gold: 3.642 USD je Feinunze, nahe dem Rekordhoch von 3.675 USD
  • Brent-Öl: +1 % auf 67,02 USD je Barrel

Beide Werte spiegeln die Suche nach Sicherheit sowie die Sorge vor möglichen Angebotsengpässen wider.

Unternehmensnachrichten: Apple mit neuem iPhone

Apple stellte das „iPhone 17 Air“ vor – ein besonders dünnes Modell mit leistungsfähiger Batterie und KI-optimierten Chips. Analysten erwarten einen Absatzschub, der die Aktie des Tech-Giganten stützen könnte.

Quellen: tagesschau.de, stock3.com, CME Group

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