GBE Börsenbrief

GBE Börsenbrief – KW 48/2025

GBE brokers - Raphael Dreyer with glasses, beard, and suit against a dark background – professional business photo for finance, consulting, or digital trading
Raphael Dreyer Trader & Expert for Chart Technology

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Laptop displaying a chart, surrounded by labels for Dow Jones, Gold, EUR/USD, and DAX 40

Moin aus Hamburg!

Die Finanzmärkte stehen derzeit spürbar unter Druck. Vor allem die großen Indizes und die Kryptowährungen geraten kräftig ins Straucheln, denn viele Marktteilnehmer schalten zunehmend in den Risk-Off-Modus – raus aus dem Risiko.

Die vergangene Handelswoche begann für zahlreiche Märkte genau dort, wo die vorherige aufgehört hatte: mit fallenden Kursen. Eine mögliche Jahresendrally scheint aktuell in weiter Ferne. Zwar handelt es sich dabei um ein saisonales Muster, das statistisch betrachtet häufig eintritt, jedoch keineswegs garantiert ist.

Ein Blick auf die großen Indizes zeigt dennoch bemerkenswerte Jahresergebnisse. Der DAX liegt seit Jahresbeginn rund 16 Prozent im Plus, der Dow Jones konnte etwa 8 Prozent zulegen, der S&P 500 kommt auf 11,4 Prozent und der Nasdaq verzeichnet ein Plus von 14,6 Prozent. Allesamt solide, teils sogar überdurchschnittliche Resultate.

Die durchweg starken Quartalszahlen von NVIDIA am Dienstagabend konnten den Markt nur kurzzeitig beruhigen. Es schien, als würde die KI-Euphorie zurückkehren. Doch die wichtigen Arbeitsmarktdaten am Donnerstag – die Non-Farm-Payrolls für den Monat September – sorgten erneut für Unruhe. Der Markt hatte schwächere Zahlen erwartet, doch sie fielen überraschend robust aus. Kurz darauf setzten die Kurse zu einer weiteren deutlichen Korrektur an. Diese starken Arbeitsmarktdaten schmälern nun die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Zinssenkung am 10. Dezember deutlich.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.

Aufgrund von hoher Volatilität könnten einige Kursmarken bereits am Freitagnachmittag erreicht worden sein. Der Börsenbrief wird immer am Freitag-Nachmittag veröffentlicht.

Die nächsten GBE Live-Webinare

Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer

Quellen: Dow Jones Newswire

DAX Tageschart (DE40.c)

Rückblick:

Vom Wochenhoch am Montag bis zum Tief am Donnerstag verlor der deutsche Leitindex mehr als 1.000 Punkte. Auf seinem Weg nach Süden durchbrach er zahlreiche wichtige Unterstützungsmarken – darunter die 200-Tage-Linie sowie die Unterkante der Seitwärtsrange, die sich seit Mai etabliert hatte.

Charttechnischer Ausblick:

Kaum vorstellbar, wie der DAX in der aktuellen Marktlage neues Aufwärtspotenzial entwickeln soll – möglich bleibt es dennoch. Auf dem Weg nach oben liegen jedoch zahlreiche deutliche Hürden, die es zu überwinden gilt. Der Bereich zwischen 23.149 und 23.477 Punkten ist dabei von besonderer Bedeutung. In dieser Zone befinden sich mehrere Marken aus dem Tageschart, wichtige Fibonacci-Retracements sowie die 200-Tage-Linie. Über mehr als fünf Monate bildete dieser Bereich die Unterkante der seitwärts verlaufenden Handelsspanne. Nach dem Bruch fungiert er nun als klarer Widerstand. Weitere potenzielle Kursziele auf der Oberseite liegen bei 23.671 und 23.807 Punkten.

Wie weit kann der Abverkauf noch reichen? Die Chartmarke bei 22.936 Punkten hat zunächst gehalten und bleibt damit eine relevante Unterstützungszone. Sollte der DAX jedoch weiter nachgeben, rücken tiefere Kursbereiche in den Fokus. Mögliche nächste Ziele liegen bei 22.634 oder 22.525 Punkten. Knapp unterhalb von 22.525 Punkten befindet sich zudem ein übergeordnetes Fibonacci-Retracement aus dem Wochenchart. Bei 22.354 Punkten ergibt sich ein weiteres Kursziel, basierend auf der letzten Abwärtsbewegung und deren Fibonacci-Projektion.

Unterstützungen:

  • 22.936 Punkte
  • 22.634 Punkte
  • 22.525 Punkte
  • 22.354 Punkte

Widerstände:

  • 23.149 / 23.200 Punkte
  • 23.267 Punkte
  • 23.361 Punkte
  • 23.477 Punkte

EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Rückblick:

Das Währungspaar EUR/USD erwischte keinen gelungenen Start in die Handelswoche. Bereits am Montag setzte der Kurs zu einer Korrektur an, die mehrere wichtige Unterstützungsmarken durchbrach – darunter auch das mittlere Bollinger-Band.

Charttechnischer Ausblick:

Das Chartbild im EUR/USD trübt sich zunehmend ein, allerdings könnte es im Bereich von 1,1497 US-Dollar erneut zu einer Erholungsbewegung kommen. In dieser Zone befindet sich ein übergeordnetes 50,0-%-Fibonacci-Retracement, das bereits Anfang November als Unterstützung fungiert hat. Das erste mögliche Erholungsziel liegt bei 1,1556 US-Dollar. Das mittlere Bollinger-Band verläuft aktuell bei 1,1566 US-Dollar. Zwischen 1,1584 und 1,1592 US-Dollar liegt anschließend die nächste bedeutende Korrekturzone.

Auf der Unterseite bleibt – wie bereits erwähnt – die Unterstützung bei 1,1497 US-Dollar relevant, die möglicherweise erneut halten könnte. Das untere Bollinger-Band verläuft derzeit bei 1,1472 US-Dollar. Darunter wartet eine „grüne Zone“, in der mehrere potenzielle Unterstützungen liegen: 1,1415 US-Dollar, die 200-Tage-Linie bei 1,1403 US-Dollar sowie das 61,8-%-Fibonacci-Retracement  bei 1,1391 US-Dollar aus dem übergeordneten Wochenchart.

Unterstützungen:

  • 1,1497 US-Dollar
  • 1,1469 US-Dollar
  • 1,1415 US-Dollar
  • 1,1391 US-Dollar

Widerstände:

  • 1,1556 US-Dollar
  • 1,1584 / 1,1592 US-Dollar
  • 1,1605 US-Dollar
  • 1,1631 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Im Vergleich zu einigen anderen Märkten gönnte sich Gold in der vergangenen Handelswoche eine kleine Verschnaufpause. Der Kurs pendelte in einer engen Range von rund 40 US-Dollar – gemessen an den Eröffnungs- und Schlusskursen. Das mittlere Bollinger Band dienste als Unterstützung.

Charttechnischer Ausblick:

Der Goldpreis befindet sich nahezu auf dem gleichen Niveau wie am vergangenen Freitag. Von hier aus hat der Markt erneut die Möglichkeit, in Richtung 4.109 US-Dollar anzusteigen. Knapp darüber befindet sich ein 23,6-%-Fibonacci-Retracement. Bei 4.156 US-Dollar wartet eine weitere Widerstandszone, während das obere Bollinger-Band aktuell bei 4.186 US-Dollar verläuft. Der Widerstandsbereich um 4.206 US-Dollar erwies sich bereits vom 12. bis 14. November als unüberwindbar.

Das mittlere Bollinger-Band hat nun bereits den sechsten Tag in Folge als Unterstützung gehalten und bleibt daher weiterhin eine bedeutende Haltelinie. Es verläuft derzeit bei 4.039 US-Dollar. Nur vier Dollar darüber, bei 4.043 US-Dollar, liegt eine weitere mögliche Unterstützung aus dem Tageschart. Auch die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar wurde in der abgelaufenen Handelswoche getestet und stellt somit eine zusätzliche potenzielle Unterstützung dar. Die 50-Tage-Linie verläuft aktuell bei 3.980 US-Dollar. Gemeinsam mit der Chartmarke bei 3.973 US-Dollar sowie einem 38,2-%-Retracement bildet sie eine potenziell solide Unterstützungszone auf der Unterseite.

Unterstützungen:

  • 4.043 US-Dollar
  • 4.000 US-Dollar
  • 3.973 US-Dollar
  • 3.928 US-Dollar

Widerstände:

  • 4.109 US-Dollar
  • 4.156 US-Dollar
  • 4.206 US-Dollar
  • 4.241 US-Dollar

Dow Jones Tageschart (DJ30.c)

Rückblick:

Kein schöner Anblick für alle Bullen im Dow Jones: Der Index setzte seinen Abverkauf aus der Vorwoche konsequent fort. Vom Wochenhoch bis zum Tief verlor er über 1.500 Punkte. Am Freitag testete der Dow Jones schließlich die grüne Unterstützungszone im Bereich von 45.731 Punkten.


Charttechnischer Ausblick:

Was schnell und stark fällt, kann ebenso rasch eine Gegenbewegung ausbilden. Der Dow Jones bremst aktuell im Bereich von 45.731 Punkten. Eine mögliche Erholung könnte nun in die Zone zwischen 46.218 und 46.268 Punkten führen. Auf dem Weg nach oben warten jedoch zahlreiche Widerstände. Auch die Marken bei 46.398 und 46.566 Punkten stellen potenzielle Korrekturziele dar. Die 50-Tage-Linie verläuft derzeit bei 46.644 Punkten.

Die Unterstützungszone zwischen 45.731 und 45.607 Punkten hat zunächst gehalten, könnte jedoch erneut getestet werden und dient somit als erste mögliche Anlaufstelle. Sollte der Dow Jones darunter rutschen, könnte die Abwärtsbewegung an Dynamik gewinnen. Weitere Unterstützungen befinden sich zwischen 45.327 und 45.259 Punkten. Sollten auch diese Bereiche brechen, wären zusätzliche Rücksetzer bis in den Bereich um 45.128 Punkte möglich.

Unterstützungen:

  • 45.731 Punkte
  • 45.607 Punkte
  • 45.327 Punkte
  • 45.128 Punkte

Widerstände:

  • 46.218 Punkte
  • 46.268 Punkte
  • 46.398 Punkte
  • 46.566 Punkte

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