GBE Börsenbrief – KW 47/2025
Moin aus Hamburg!
Der längste Shutdown in der Geschichte der USA ist vorüber – grundsätzlich ein positives Signal für die Märkte. Nun richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer wieder auf die US-Notenbank Fed, deren nächste Zinsentscheidung am 10. Dezember ansteht. Wer jedoch glaubt, dass die Arbeitsmarktdaten und Verbraucherpreise für Oktober nachträglich veröffentlicht werden, dürfte sich täuschen. Das Weiße Haus ließ verlauten, dass eine Veröffentlichung dieser Daten eher unwahrscheinlich sei. Doch weshalb? Möchte die Regierung möglicherweise schwache Zahlen zurückhalten, um negative Reaktionen an den Aktienmärkten zu vermeiden? Offizielle Aussage ist, dass aufgrund des Shutdowns diese Daten nicht erhoben wurden.
Der Goldpreis zieht derweil wieder an, vermutlich weil viele Anleger mit einer Zinssenkung rechnen. Eine Senkung des Leitzinses würde den US-Dollar tendenziell schwächen. Da Gold in US-Dollar gehandelt wird, macht dies das Edelmetall für Käufer anderer Währungen attraktiver. Zusätzlich führt der nun wieder steigende Schuldenstand der USA dazu, dass möglicherweise einige Investoren als Absicherung verstärkt in den „sicheren Hafen“ Gold flüchten.
Allerdings gilt: Nach dem Shutdown ist vor dem Shutdown. Der US-Haushalt wurde lediglich übergangsweise bis zum 30. Januar genehmigt. Danach wird das Thema erneut auf den Tisch kommen – und das politische Ringen könnte von Neuem beginnen.
Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.
Aufgrund von hoher Volatilität könnten einige Kursmarken bereits am Freitagnachmittag erreicht worden sein. Der Börsenbrief wird immer am Freitag-Nachmittag veröffentlicht.
Die nächsten GBE Live-Webinare
Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.
- Montag, 17. November 2025 um 8:45 Uhr (GBE Marktcheck):
Hier geht es zur Registrierung - Mittwoch, 19. November 2025 um 08:45 Uhr (GBE Marktupdate):
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Wir freuen uns auf deine Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer
Quellen: Dow Jones Newswire
DAX Tageschart (DE40.c)

Rückblick:
Die Handelswoche im deutschen Leitindex begann ausgesprochen positiv: Von Montag bis Mittwoch legte der DAX beachtliche 2,5 % zu. Am Donnerstag folgte jedoch eine rasche und kräftige Gegenbewegung, die den Index bis auf ein neues Wochentief zurückfallen ließ.
Charttechnischer Ausblick:
Der DAX hat seine Seitwärtsrange innerhalb von nur zwei Handelstagen vollständig von oben nach unten durchlaufen. Nun stellt sich die Frage: Kann die untere Begrenzung erneut halten und den Index wieder nach oben tragen? Zahlreiche Unterstützungszonen wurden ohne nennenswerte Reaktion nach unten durchbrochen – diese gilt es nun Schritt für Schritt zurückzuerobern. Die ersten relevanten Marken liegen bei 23.671 und 23.715 Punkten. Letztere würde zugleich bedeuten, dass der Kurs wieder in die Bollinger-Bänder zurückkehrt. Was schnell fällt, kann oft ebenso schnell wieder steigen – entsprechend kommen auch die nächsten Zonen bei 23.807 und 23.925 Punkten ins Spiel. Ein potenziell bedeutenderer Widerstand wartet im Bereich zwischen 23.984 und 24.022 Punkten. Hier kam es in der Vergangenheit bereits mehrfach zu markanten Kursbewegungen.
Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, wie weit der Abverkauf im deutschen Leitindex noch reichen könnte. In der aktuellen Chartkonstellation rückt als nächstes die Marke von 23.477 Punkten in den Fokus – die Oberkante einer äußerst wichtigen Unterstützungszone. Diese Zone erstreckt sich hinunter bis auf 23.267 Punkte. Bei 23.450 Punkten verläuft zudem die 200-Tage-Linie, die zuletzt im April Kontakt mit dem Kurs hatte. Und damit nicht genug: In dieser grünen Zone liegt ebenfalls das 23,6-%-Fibonacci-Retracement der letzten großen Aufwärtsbewegung im Wochenchart. Wird diese gesamte Unterstützungszone nach unten durchbrochen, müsste mit weiteren Abgaben gerechnet werden – potenziell bis in den Bereich zwischen 23.023 und 22.936 Punkten.
Unterstützungen:
- 23.477 Punkte
- 23.361 Punkte
- 23.267 Punkte
- 23.023 Punkte
Widerstände:
- 23.715 Punkte
- 23.807 Punkte
- 23.925 Punkte
- 23.984 / 24.022 Punkte
EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Rückblick:
Das Währungspaar EUR/USD setzte in dieser Woche die Aufwärtsbewegung aus der vorherigen Handelswoche fort. Die Widerstandszone zwischen 1,1584 und 1,1605 US-Dollar wurde nach oben durchbrochen. Nun stehen für das Paar weitere bedeutende Hürden an, die es zu überwinden gilt.
Charttechnischer Ausblick:
Das Währungspaar EUR/USD macht weiterhin Boden gut, doch auf der Oberseite warten noch mehrere bedeutende Widerstände, die überwunden werden müssen. Am Freitag tastete sich das Paar zunächst an die Chartmarke von 1,1650 US-Dollar heran, unmittelbar gefolgt von der 50-Tage-Linie bei 1,1659 US-Dollar. Die Marke bei 1,1667 US-Dollar komplettiert diese rote Widerstandszone. Doch damit nicht genug: Das obere Bollinger-Band verläuft derzeit bei 1,1685 US-Dollar, direkt gefolgt von der Marke bei 1,1694 US-Dollar. Weitere wichtige Widerstände auf der Oberseite finden sich im Bereich zwischen 1,1726 und 1,1733 US-Dollar.
Der kurzfristige Aufwärtsimpuls könnte bereits in dieser „roten Zone“ an Dynamik verlieren und anschließend in den übergeordneten Abwärtstrend übergehen. Die erste relevante Unterstützung liegt bei 1,1631 US-Dollar. Eine größere Unterstützungszone findet sich zwischen 1,1592 und 1,1584 US-Dollar – hier treffen zwei Chartmarken auf das mittlere Bollinger-Band. Falls dieser Bereich nach unten gebrochen wird, muss mit weiteren Abgaben in Richtung 1,1556 US-Dollar gerechnet werden.
Unterstützungen:
- 1,1631 US-Dollar
- 1,1605 US-Dollar
- 1,1592 / 1,584 US-Dollar
- 1,1556 US-Dollar
Widerstände:
- 1,1649 / 1,1667 US-Dollar
- 1,1694 US-Dollar
- 1,1726 US-Dollar
- 1,1776 US-Dollar
Gold Tageschart (XAUUSD)

Rückblick:
Das Edelmetall Gold gewinnt erneut an Dynamik und und macht sich zum Wochenanfang auf den Weg nach Norden. Die US-Notenbank rückt zunehmend in den Fokus, da der Markt fest mit einer Zinssenkung rechnet. Bereits am Montag durchbrach der Goldpreis das mittlere Bollinger-Band nach oben. Zudem wurden die Widerstände bei 4.109 und 4.156 US-Dollar überwunden.
Charttechnischer Ausblick:
Während ich diesen Börsenbrief verfasse, fällt der Goldpreis um nahezu 100 US-Dollar – so schnell kann sich das Chartbild wieder drehen. Damit wurde die Marke bei 4.109 US-Dollar erneut zu einem Widerstand. Auch die Zone um 4.156 US-Dollar wurde nach unten durchbrochen und fungiert nun wieder als Widerstand. Der Bereich bei 4.206 US-Dollar, in dem sich der Goldpreis noch am Donnerstag befand, scheint aktuell weit entfernt, bleibt jedoch weiterhin ein mögliches Kursziel auf der Oberseite.
Setzt sich die Korrektur im Gold fort, könnte es – wie bereits am Freitag – schnell ungemütlich werden. Der Preis notiert derzeit bei 4.043 US-Dollar. Sollte diese Zone brechen, wäre ein Rückfall in den psychologisch wichtigen Bereich um 4.000 US-Dollar denkbar. Dort verläuft zudem das 23,6%-Retracement. Weitere potenzielle Anlaufpunkte liegen bei 3.973 und 3.928 US-Dollar, bevor das Verlaufstief bei 3.886 US-Dollar in den Fokus rückt.
Unterstützungen:
- 4.043 US-Dollar
- 4.000 US-Dollar
- 3.973 US-Dollar
- 3.928 US-Dollar
Widerstände:
- 4.109 US-Dollar
- 4.156 US-Dollar
- 4.206 US-Dollar
- 4.241 US-Dollar
Dow Jones Tageschart (DJ30.c)

Rückblick:
Im Dow Jones ging es in dieser Woche ausgesprochen volatil zu. Allein in den ersten drei Handelstagen lag die Handelsspanne bei knapp 1.500 Punkten. Am Mittwoch erreichte der Index ein neues Allzeithoch bei 48.419 Punkten. Kurz darauf setzte jedoch eine deutliche Korrektur ein, die den Dow Jones wieder um mehr als 1.000 Punkte zurückfallen ließ.
Charttechnischer Ausblick:
Der Dow Jones findet vorerst Unterstützung in der „grünen Zone“. Dort verlaufen zwei wichtige Unterstützungsmarken. Von diesem Bereich aus könnte sich eine Gegenbewegung nach oben entwickeln, die im ersten Anlauf bis auf 47.402 Punkte reichen könnte. An dieser Marke liegt zudem das 50,0%-Retracement. Bei 47.569 Punkten wartet eine weitere potenzielle Anlaufstelle, bevor das 38,2%-Retracement bei 47.657 Punkten als nächster Widerstand liegt.
Sollte die grüne Unterstützungszone jedoch brechen, könnte es im Dow Jones schnell ungemütlich werden. Kurse von 46.884, 46.719 oder sogar 46.566 Punkten wären dann denkbar. Die 50-Tage-Linie verläuft momentan bei 46.604 Punkten, und das untere Bollinger-Band liegt in der Nähe des letzten Verlaufstiefs bei 46.460 Punkten.
Unterstützungen:
- 47.051 Punkte
- 46.884 Punkte
- 46.719 Punkte
- 46.566 Punkte
Widerstände:
- 47.402 Punkte
- 47.569 Punkte
- 47.657 Punkte
- 47.798 Punkte
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