GBE Börsenbrief

GBE Börsenbrief – KW 28/2026

GBE brokers - Raphael Dreyer with glasses, beard, and suit against a dark background – professional business photo for finance, consulting, or digital trading
Raphael Dreyer Trader & Expert for Chart Technology

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Modernes Trading-Setup in heller Büroumgebung mit Laptop, Smartphone und Marktübersicht zu DAX 40, EUR/USD, Gold und S&P 500. Im Hintergrund sorgt eine Skyline für eine professionelle Finanzmarkt-Atmosphäre.

Moin aus Hamburg!

Die vergangene Börsenwoche wurde maßgeblich von den US-Arbeitsmarktdaten geprägt. Diese fielen schwächer aus als erwartet: Im Juni wurden lediglich 57.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Zudem wurden die Zahlen für April und Mai nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,2 %.

Für die Märkte ist das ein zweischneidiges Signal. Einerseits deutet die schwächere Dynamik am Arbeitsmarkt darauf hin, dass sich die US-Konjunktur weiter abkühlt. Andererseits steigt dadurch die Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve früher oder deutlicher über Zinssenkungen nachdenken könnte. Genau diese Hoffnung auf eine lockerere Geldpolitik stützte die Aktienmärkte.

Davon profitierte auch der deutsche Leitindex. Der DAX konnte in der vergangenen Woche deutlich zulegen und markierte ein neues Allzeithoch. Unterstützt wurde die Bewegung durch sinkende Ölpreise, Zinssenkungsfantasie und eine weiterhin robuste Nachfrage nach deutschen Standardwerten.

Unter dem Strich zeigt sich: Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten wurden von Anlegern nicht als reines Warnsignal gewertet, sondern vor allem als Argument für mögliche geldpolitische Unterstützung. Der DAX nutzte dieses Umfeld für einen weiteren Ausbruch nach oben.

In den kommenden Wochen dürften vor allem die nächsten Inflationsdaten aus den USA sowie Aussagen der Fed entscheidend sein. Bestätigt sich die wirtschaftliche Abkühlung ohne deutlichen Inflationsdruck, könnte die Zinssenkungsfantasie weiter Rückenwind geben. Gleichzeitig bleibt das Risiko bestehen, dass schwächere Konjunkturdaten irgendwann nicht mehr positiv, sondern als Belastung für Unternehmensgewinne interpretiert werden.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.

Aufgrund von hoher Volatilität ist es möglich, dass einzelne Kursmarken bereits erreicht wurden. Der Börsenbrief wird am Nachmittag bei laufendem Handel erstellt.

Quelle:
https://www.theguardian.com/business/2026/jul/02/us-job-growth-slowed-june

Die nächsten GBE Live-Webinare

Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer

DAX Tageschart (DE40.c)

Rückblick:

Der DAX fand zu Wochenbeginn – wie bereits in der Vorwoche – Unterstützung an der 50-Tage-Linie sowie bei 24.608 Punkten. Von dort aus setzte der Leitindex seine Erholung fort und stieg zurück über die Marke von 25.000 Punkten. Am Donnerstag folgte schließlich der dynamische Ausbruch auf ein neues Allzeithoch bei aktuell 25.815 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Der deutsche Leitindex hat zum Wochenschluss ein neues Allzeithoch markiert und könnte seine Aufwärtsbewegung auch in der kommenden Woche fortsetzen. Das aktuelle Rekordhoch liegt bei 25.815 Punkten und damit nur knapp unter dem nächsten Kursziel bei 25.846 Punkten. Weitere, mithilfe von Fibonacci-Projektionen ermittelte Ziele liegen bei 25.997 und 26.069 Punkten. Hält die Aufwärtsdynamik an, rücken auch die Bereiche zwischen 26.339 und 26.394 Punkten in den Fokus.

Mit dem Ausbruch auf neue Höchststände hat der DAX zudem mehrere frühere Widerstände überwunden, die nun als potenzielle Unterstützungen dienen. Die erste wichtige Unterstützung liegt am bisherigen Allzeithoch bei 25.513 Punkten, gefolgt von einer weiteren Zone um 25.270 Punkte. Darunter befindet sich der bekannte Unterstützungsbereich zwischen 25.155 und 25.008 Punkten. Der DAX benötigte insgesamt 13 Handelstage, um diese Zone nachhaltig zu überwinden.
Sollte der Index wieder unter die Marke von 25.000 Punkten fallen, wären die nächsten Unterstützungen bei 24.909 und 24.766 Punkten zu finden. Darunter rückt schließlich die Zone um 24.608 Punkte – zugleich das Wochentief – in den Fokus.

Unterstützungen:

  • 25.513 Punkte
  • 25.270 Punkte
  • 25.155 Punkte
  • 25.008 Punkte

Widerstände:

  • 25.846 Punkte
  • 25.997 Punkte
  • 25.069 Punkte
  • 26.339 / 26.394 Punkte

EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Rückblick:

Die Unterstützung bei 1,1354 US-Dollar hat gehalten, woraufhin sich das Währungspaar wieder nach oben absetzen konnte. Zusätzlichen Auftrieb lieferten die schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten. Diese belasteten den US-Dollar, da die Erwartungen an eine Zinssenkung der Federal Reserve zunahmen – entsprechend konnte der Euro gegenüber dem Dollar weiter zulegen.

Charttechnischer Ausblick:

Der EUR/USD konnte nach den schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten zulegen und könnte seine Aufwärtstendenz auch in der kommenden Woche fortsetzen. Das erste Kursziel bei 1,1469 US-Dollar wurde bereits am Donnerstag getestet. Hier verläuft derzeit auch das mittlere Bollinger Band. Die Widerstandszone reicht bis 1,1497 US-Dollar. Darüber wartet bei 1,1520 US-Dollar bereits der nächste Widerstand, in dessen unmittelbarer Nähe zudem eine fallende Trendlinie verläuft. Eine besonders wichtige Hürde könnte der Bereich um 1,1591 US-Dollar werden. Dort treffen die jüngsten Verlaufshochs, mehrere Widerstandsmarken aus dem Tageschart sowie die 50-Tage-Linie aufeinander.

Trotz der jüngsten Erholung bleibt das Risiko einer Ausweitung der Korrektur bestehen. Erste Unterstützungen liegen bei 1,1434, 1,1415 und 1,1391 US-Dollar. Darunter folgt die wichtige Unterstützung bei 1,1354 US-Dollar, die bereits in der Vorwoche erfolgreich verteidigt werden konnte. Sollte diese Zone jedoch unterschritten werden, rücken die nächsten Kursziele auf der Unterseite bei 1,1275 und 1,1201 US-Dollar in den Fokus.

Unterstützungen:

  • 1,1434 US-Dollar
  • 1,1354 US-Dollar
  • 1,1275 US-Dollar
  • 1,1201 US-Dollar

Widerstände:

  • 1,1469 US-Dollar
  • 1,1497 US-Dollar
  • 1,1520 US-Dollar
  • 1,1591 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Am Dienstag markierte der Goldpreis zunächst ein neues Verlaufstief bei 3.943 US-Dollar. Schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten sorgten anschließend jedoch für neuen Auftrieb. Gold kletterte zurück über die Marke von 4.000 US-Dollar und konnte in der Folge auch die nächsten Widerstände bei 4.074 und 4.156 US-Dollar überwinden.

Charttechnischer Ausblick:

Wie bereits mehrfach in den Webinaren angesprochen, hatte sich im Goldpreis eine bullische Divergenz aufgebaut, die eine Aufwärtsbewegung begünstigte. Zusammen mit den schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten erhielt das Edelmetall zusätzlichen Rückenwind und legte kräftig zu. Gold steht nun vor dem nächsten möglichen Kursziel bei 4.208 US-Dollar. Nur wenige Dollar darüber verläuft ein 61,8 %-Fibonacci-Retracement, wodurch diese Widerstandszone zusätzlich an Bedeutung gewinnt. Gelingt der Ausbruch darüber, rückt das nächste Kursziel bei 4.298 US-Dollar in den Fokus. Auch dort treffen eine markante Tageschart-Marke und ein Fibonacci-Retracement aufeinander. Bei 4.381 US-Dollar befindet sich schließlich das Hoch vor der letzten größeren Abwärtsbewegung. Ein Anstieg über diese Zone könnte den Beginn einer nachhaltigen Trendwende signalisieren.

Trotz der jüngsten Erholung befindet sich Gold übergeordnet weiterhin in einem Abwärtstrend, weshalb das Risiko fallender Kurse bestehen bleibt. Die erste Unterstützung liegt bei 4.109 US-Dollar, wo sich ein 38,2 %-Fibonacci-Retracement befindet. Darunter folgt bei 4.074 US-Dollar eine weitere wichtige Unterstützung, die zusätzlich mit einer 61,8 %-Fibonacci-Extension zusammenfällt. Auch der Bereich um 4.043 US-Dollar bleibt als potenzieller Wendepunkt im Blick.

Unterstützungen:

  • 4.109 US-Dollar
  • 4.074 US-Dollar
  • 4.043 US-Dollar
  • 4.000 US-Dollar

Widerstände:

  • 4.206 US-Dollar
  • 4.298 US-Dollar
  • 4.381 US-Dollar
  • 4.414 US-Dollar

S&P 500 Tageschart (US500.c)

Rückblick:

Der S&P 500 konnte bereits zu Wochenbeginn einen Großteil der Verluste aus der Vorwoche aufholen. Am Dienstag waren diese vollständig wettgemacht. Anschließend pendelte der Index am Dienstag und Mittwoch zwischen der Unterstützung bei 7.445 Punkten und dem Widerstand bei 7.531 Punkten.

Charttechnischer Ausblick:

Der S&P 500 steht vor einem möglichen Ausbruch. Aktuell notiert der Index direkt an einem horizontalen sowie einem diagonalen Widerstand bei 7.531 Punkten. Gelingt der Ausbruch, rückt zunächst die Zielzone zwischen 7.591 und 7.620 Punkten in den Fokus. Die Marke von 7.620 Punkten entspricht zugleich dem aktuellen Allzeithoch. Darüber wären weitere Kursziele bei 7.664 und 7.749 Punkten denkbar.

Scheitert der S&P 500 hingegen am Widerstand, könnte eine erneute Korrektur einsetzen. Die erste Unterstützung liegt bei 7.445 Punkten, wo der Index bereits gestern Halt fand. Knapp darunter verlaufen zudem das mittlere Bollinger Band sowie die 50-Tage-Linie. Auch die Zone um 7.363 Punkte wurde in den vergangenen beiden Handelswochen mehrfach getestet und stellt eine wichtige Unterstützung dar. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Bereich zwischen 7.280 und 7.246 Punkten. Ein Bruch dieser Zone könnte eine übergeordnete Trendwende einleiten.

Unterstützungen:

  • 7.445 Punkte
  • 7.363 Punkte
  • 7.280 Punkte
  • 7.246 Punkte

Widerstände:

  • 7.531 Punkte
  • 7.591 Punkte
  • 7.620 Punkte
  • 7.664 Punkte

Die kommenden Wirtschaftstermine

Den vollständigen Wirtschaftskalender kannst du auf der MQL5-Website einsehen.

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