GBE Börsenbrief

GBE Börsenbrief – KW 27/2026

GBE brokers - Raphael Dreyer with glasses, beard, and suit against a dark background – professional business photo for finance, consulting, or digital trading
Raphael Dreyer Trader & Expert for Chart Technology

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Modernes Trading-Setup in heller Büroumgebung mit Laptop, Smartphone und Marktübersicht zu DAX 40, EUR/USD, Gold und S&P 500. Im Hintergrund sorgt eine Skyline für eine professionelle Finanzmarkt-Atmosphäre.

Moin aus Hamburg!

Die vergangene Börsenwoche war von einer spürbaren Korrektur an den US-Aktienmärkten geprägt. Besonders der Nasdaq geriet unter Druck, da viele Anleger nach der starken KI- und Technologierally Gewinne mitnahmen. Gleichzeitig sorgten robuste US-Konjunkturdaten dafür, dass die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank weiter nachließ – ein Umfeld, das vor allem wachstumsstarke Technologieunternehmen belastet.

Am Rohstoffmarkt stand der Ölpreis im Fokus. Nachdem sich die geopolitische Lage im Nahen Osten etwas entspannte, verschwand ein Großteil der zuvor eingepreisten Risikoprämie. In der Folge gab der Ölpreis deutlich nach, was mittelfristig auch den Inflationsdruck etwas verringern könnte.

Auch Gold musste Verluste hinnehmen. Die nachlassende Nachfrage nach sicheren Häfen, ein stärkerer US-Dollar und die Aussicht auf länger hohe Zinsen sorgten dafür, dass das Edelmetall unter Druck geriet.

Insgesamt dominierten in dieser Woche Gewinnmitnahmen und eine vorsichtigere Haltung der Anleger. Der Blick richtet sich nun auf die kommenden Konjunktur- und Inflationsdaten, die wichtige Hinweise für den weiteren Kurs der Notenbanken liefern dürften.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.

Aufgrund von hoher Volatilität ist es möglich, dass einzelne Kursmarken bereits erreicht wurden. Der Börsenbrief wird am Nachmittag bei laufendem Handel erstellt.

Quelle:
https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy.htm

Die nächsten GBE Live-Webinare

Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer

DAX Tageschart (DE40.c)

Rückblick:

Auch in dieser Woche blieb der Bereich um 25.000 Punkte ein wichtiger Widerstand. Dem Index gelang es erneut nicht, diese Marke nachhaltig zu überwinden. Stattdessen bewegt sich der Markt nun seit zehn Handelstagen in einer Seitwärtsphase und wartet auf neue Impulse, die für eine klare Richtung sorgen könnten.

Charttechnischer Ausblick:

Der deutsche Leitindex DAX steht nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Widerstandsbereich zwischen 25.009 und 25.155 Punkten zu überwinden, zunehmend unter Druck. Aktuell deutet sich ein möglicher Ausbruch auf der Unterseite an. Allerdings könnte die Unterstützungszone bei 24.608 Punkten erneut für Stabilität sorgen und eine Gegenbewegung einleiten. Auf der Oberseite wartet bei 24.766 Punkten der erste Widerstand, der zusätzlich durch das 38,2 %-Fibonacci-Retracement verstärkt wird. Gelingt der Sprung darüber, rückt die Marke von 24.879 Punkten in den Fokus. Anschließend stellt das 23,6 %-Fibonacci-Retracement bei 24.909 Punkten eine weitere Hürde dar, bevor erneut der wichtige Widerstandsbereich zwischen 25.009 und 25.155 Punkten erreicht wird.

Auf der Unterseite bleibt die Zone bei 24.608 Punkten die erste wichtige Unterstützung. Bereits am vergangenen Mittwoch konnte der DAX dort erfolgreich nach oben drehen. Nur wenige Punkte darunter verläuft zudem die 50-Tage-Linie, die zusätzlichen Halt bieten könnte. Fällt auch diese Unterstützung, rückt das 61,8 %-Fibonacci-Retracement bei 24.473 Punkten in den Fokus. Die nächste größere Unterstützungszone liegt schließlich bei 24.281 Punkten, wo das 78,6 %-Fibonacci-Retracement, das untere Bollinger Band sowie die 200-Tage-Linie aufeinandertreffen.

Unterstützungen:

  • 24.608 Punkte
  • 24.473 Punkte
  • 24.281 Punkte
  • 24.015 Punkte

Widerstände:

  • 24.766 Punkte
  • 24.870 / 24.909 Punkte
  • 25.008 Punkte
  • 25.155 Punkte

EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Rückblick:

Das Währungspaar setzte seinen Abwärtstrend aus der Vorwoche weiter fort. Belastet wurde der Euro vor allem durch die jüngste Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, wodurch der Kurs zwischenzeitlich bis auf 1,1324 US-Dollar fiel. Am Donnerstag konnte sich das Währungspaar jedoch etwas stabilisieren und notierte zuletzt bei rund 1,1354 US-Dollar.

Charttechnischer Ausblick:

Das Währungspaar EUR/USD konnte sich zunächst an der Unterstützung bei 1,1354 US-Dollar stabilisieren. Gleichzeitig fiel der RSI zwischenzeitlich unter die Marke von 30 und signalisierte damit eine kurzfristig überverkaufte Marktsituation. Aus technischer Sicht könnte dies den Ausgangspunkt für eine Gegenbewegung in den kommenden Tagen bilden. Der erste Widerstand liegt bei 1,1434 US-Dollar. Diese Marke diente zuvor als Kursziel und fungiert nun als Widerstand. Darüber rückt die Zone zwischen 1,1469 und 1,1497 US-Dollar in den Fokus. Eine weitere wichtige Hürde befindet sich bei 1,1520 US-Dollar, wo das mittlere Bollinger Band mit einem markanten Kursniveau aus dem Tageschart zusammenfällt.

Sollte die Unterstützung bei 1,1354 US-Dollar hingegen nicht halten, dürfte sich der Abwärtstrend fortsetzen. In diesem Fall rücken die Marken bei 1,1275 und 1,1201 US-Dollar in den Fokus. Eine weitere wichtige Unterstützung liegt bei 1,1177 US-Dollar. Dieses Niveau ergibt sich aus einer Fibonacci-Projektion und stellt zugleich eine bedeutende Unterstützung im Wochenchart dar.

Unterstützungen:

  • 1,1354 US-Dollar
  • 1,1275 US-Dollar
  • 1,1201 US-Dollar
  • 1,1177 US-Dollar

Widerstände:

  • 1,1415 / 1,1434 US-Dollar
  • 1,1469 US-Dollar
  • 1,1497 US-Dollar
  • 1,1520 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Auch beim Edelmetall Gold setzte sich der Abwärtstrend in dieser Woche fort. Das wichtige Fibonacci-Extension-Ziel bei 4.074 US-Dollar wurde erneut erreicht und dieses Mal nach unten durchbrochen. Die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar konnte bislang jedoch noch verteidigt werden.

Charttechnischer Ausblick:

Der Goldpreis steht nach dem starken Abverkauf der vergangenen Wochen vor der Herausforderung, einen tragfähigen Boden auszubilden. Dieser könnte sich an der psychologisch wichtigen Marke von 4.000 US-Dollar gebildet haben. Allerdings wartet bereits direkt darüber ein bedeutender Widerstandsbereich. Zwischen 4.074 und 4.109 US-Dollar verläuft ein ehemaliges Short-Kursziel, das inzwischen von einer Unterstützung zu einem Widerstand geworden ist. Zusätzlich befindet sich in diesem Bereich ein markantes Verlaufstief vom 23. März dieses Jahres. Gelingt der Ausbruch darüber, rückt bei 4.156 US-Dollar bereits die nächste wichtige Hürde in den Fokus. Weitere Widerstände liegen anschließend bei 4.206 und 4.298 US-Dollar, bevor im Bereich um 4.381 US-Dollar erneut mit stärkeren Gegenreaktionen gerechnet werden könnte.

Sollte die Unterstützung bei 4.000 US-Dollar jedoch nicht halten, dürfte sich die Abwärtsbewegung fortsetzen. Mögliche Kursziele liegen dann bei 3.928, 3.886 und im weiteren Verlauf bei 3.773 US-Dollar. Gleichzeitig könnte der RSI erneut unter die Marke von 30 fallen und damit eine überverkaufte Marktsituation signalisieren, was die Wahrscheinlichkeit einer technischen Gegenbewegung nach oben erhöhen würde.

Unterstützungen:

  • 3.928 US-Dollar
  • 3.886 US-Dollar
  • 3.834 US-Dollar
  • 3.773 US-Dollar

Widerstände:

  • 4.074 US-Dollar
  • 4.109 US-Dollar
  • 4.156 US-Dollar
  • 4.206 US-Dollar

S&P 500 Tageschart (US500.c)

Rückblick:

Der S&P 500 zeigte sich in dieser Woche schwächer. Am Montag testete der Index die Marke von 7.531 Punkten, bevor deutliche Gewinnmitnahmen eine Korrektur auslösten. Die 50-Tage-Linie sowie ein Fibonacci-Retracement boten dem Markt zunächst über drei Handelstage Unterstützung. Diese wichtige Unterstützungszone wurde zum Wochenschluss jedoch nach unten durchbrochen.

Charttechnischer Ausblick:

Der S&P 500 wirkt weiterhin angeschlagen, nachdem es dem Index nicht gelungen ist, neue Höchststände zu erreichen. In zahlreichen Einzelwerten kam es zuletzt zu deutlichen Gewinnmitnahmen, die den Gesamtmarkt belasteten. Nun steht der Index vor einer wichtigen Unterstützungszone zwischen 7.280 und 7.246 Punkten. Dieser Bereich konnte bereits mehrfach als Unterstützung dienen und könnte auch diesmal eine Erholung einleiten. Auf der Oberseite liegt das erste Kursziel bei 7.363 Punkten. Dort treffen eine wichtige Marke aus dem Tageschart und das 61,8 %-Fibonacci-Retracement zusammen. Nur wenig darüber verläuft die 50-Tage-Linie, die bereits am Freitag als Widerstand fungierte. Weitere Hürden warten bei 7.402 Punkten (50,0 %-Fibonacci-Retracement) sowie bei 7.445 Punkten. Dort treffen ein weiteres Fibonacci-Retracement, eine markante Tageschartmarke und das mittlere Bollinger Band aufeinander.

Sollte die Unterstützungszone zwischen 7.280 und 7.246 Punkten jedoch nach unten durchbrochen werden, dürfte sich die Korrektur weiter ausweiten. Erste Kursziele liegen dann im Bereich zwischen 7.161 und 7.147 Punkten. Findet der Index auch dort keinen Halt, rückt die Marke von 7.048 Punkten in den Fokus. Eine besonders wichtige Unterstützungszone befindet sich anschließend zwischen 7.011 und 6.999 Punkten. Hier treffen zwei markante Kursniveaus aus dem Tageschart, die psychologisch wichtige Marke von 7.000 Punkten sowie ein Fibonacci-Kursziel zusammen.

Unterstützungen:

  • 7.280 Punkte
  • 7.246 Punkte
  • 7.161 / 7.147 Punkte
  • 7.011 / 6.999 Punkte

Widerstände:

  • 7.363 Punkte
  • 7.402 Punkte
  • 7.445 Punkte
  • 7.531 Punkte

Die kommenden Wirtschaftstermine

Den vollständigen Wirtschaftskalender kannst du auf der MQL5-Website einsehen.

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