GBE Börsenbrief

GBE Börsenbrief – KW 19/2026

GBE brokers - Raphael Dreyer with glasses, beard, and suit against a dark background – professional business photo for finance, consulting, or digital trading
Raphael Dreyer Trader & Expert for Chart Technology

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Laptop displaying a chart, surrounded by labels for Dow Jones, Gold, EUR/USD, and DAX 40

Moin aus Hamburg!

Eine Handelswoche, vollgepackt mit Inflationsdaten, Zinsentscheidungen und wichtigen Unternehmenszahlen. Geopolitische Risiken rückten dabei ausnahmsweise für kurze Zeit in den Hintergrund.

Dennoch gab es gleich mehrere Ereignisse, die das Potenzial hatten, die Märkte spürbar zu bewegen. Zu Beginn der Woche stand weiterhin der Konflikt zwischen den USA und dem Iran im Fokus. Zentrale Fragen blieben dabei unbeantwortet: Wie lange bleibt die Straße von Hormus geschlossen? Und wie lange reichen die freien Lagerkapazitäten des Iran noch aus?

Derzeit deutet wenig auf eine schnelle Einigung zwischen beiden Ländern hin – ein Faktor, der sich erneut deutlich auf den Ölpreis auswirkt. Die Ölsorte WTI notiert aktuell bei rund 110 US-Dollar und liegt damit etwa 15 % höher als noch vor einer Woche.

Im weiteren Wochenverlauf rückten dann mehrere Zinsentscheidungen in den Mittelpunkt, allen voran die der US-Notenbank Fed unter dem bald ausscheidenden Vorsitzenden Jerome Powell. Der Leitzins blieb unverändert bei 3,75 %, worauf die Märkte zunächst verhalten reagierten.

Nur etwa zwei Stunden später kam jedoch Bewegung auf: Große Technologieunternehmen wie Amazon, Meta, Alphabet und Microsoft veröffentlichten nach Börsenschluss ihre Quartalszahlen. Diese fielen gemischt aus und führten dazu, dass das bislang sehr optimistische KI-Narrativ erste Risse bekam. In der Folge reagierten die US-Indizes mit deutlichen Kursverlusten.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.

Aufgrund von hoher Volatilität ist es möglich, dass einzelne Kursmarken bereits erreicht wurden. Der Börsenbrief wird am Nachmittag bei laufendem Handel erstellt.

Quelle:
https://www.washingtonpost.com/politics/2026/04/30/trump-iran-standoff-strait-hormuz

Die nächsten GBE Live-Webinare

Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer

DAX Tageschart (DE40.c)

Rückblick:

Der deutsche Leitindex startete schwach in die Woche und fiel unter die markante orangefarbene 200-Tage-Linie. Im weiteren Verlauf belasteten vor allem die anhaltend hohen Energiepreise sowie aktuelle Inflationsdaten und Zinsentscheidungen die Entwicklung. Infolgedessen wurde auch die 50-Tage-Linie erneut nach unten durchbrochen.

Charttechnischer Ausblick:

Der DAX zeigt am Donnerstag eine deutliche Erholung und prallt dabei dynamisch am 38,2 %-Fibonacci-Retracement der vorherigen Aufwärtsbewegung nach oben ab. Gelingt es dem Index, dieses Momentum aufrechtzuerhalten, eröffnen sich durchaus weitere Kursziele auf der Oberseite. Ein erstes mögliches Ziel liegt bei 24.090 Punkten, wo sich das 23,6 %-Retracement befindet. Nur wenige Punkte darüber verläuft zudem die 200-Tage-Linie, die aktuell als zusätzlicher Widerstand fungiert. Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen Bereich wäre als weiteres positives Signal zu werten und könnte den DAX weiter nach oben treiben. Nächste Zielmarken liegen bei 24.362, 24.578 sowie am Widerstand bei 24.766 Punkten.

Trotz der aktuellen Aufwärtsbewegung bleibt das übergeordnete Risiko bestehen: die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus. Dieses Thema birgt weiterhin Abwärtsrisiken für die Märkte.Auf der Unterseite bieten zunächst die Bereiche um 23.847 Punkte sowie das 38,2 %-Retracement bei 23.680 Punkten wichtige Unterstützung. Sollte der DAX unter diese Marken fallen, wäre mit weiteren Kursverlusten in Richtung 23.500 beziehungsweise 23.360 Punkte zu rechnen.

Unterstützungen:

  • 23.847 Punkte
  • 23.680 Punkte
  • 23.500 Punkte
  • 23.360 Punkte

Widerstände:

  • 24.090 Punkte
  • 24.363 Punkte
  • 24.578 Punkte
  • 24.766 Punkte

EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Rückblick:

Das Währungspaar unterschritt in der Vorwoche die wichtige Unterstützung bei 1,1726 US-Dollar. Zu Beginn der neuen Handelswoche wurde versucht, diese Marke zurückzuerobern, was jedoch nicht gelang. In der Folge kam es im Wochenverlauf zu weiteren Abgaben, die den Kurs bis an die orangefarbene 200-Tage-Linie führten.

Charttechnischer Ausblick:

Das Währungspaar scheint in den vergangenen sechs Handelstagen in einer engen Range gefangen zu sein. Auf der Oberseite stellt der Bereich um 1,1726 US-Dollar einen entscheidenden Widerstand dar, der überwunden werden muss, um weiteres Aufwärtspotenzial freizusetzen. Gelingt der Ausbruch über diese Marke, könnte der Kurs zügig in Richtung 1,1760 US-Dollar ansteigen. Darüber hinaus wartet zwischen 1,1805 und 1,1835 US-Dollar eine ausgeprägte Widerstandszone, die sich bereits Mitte April mehrfach als hartnäckig erwiesen hat. Ein Durchbruch über diesen Bereich könnte den Weg weiter bis zur Marke von 1,1924 US-Dollar ebnen.

Auf der Unterseite fungiert aktuell die Zone zwischen 1,1681 und 1,1669 US-Dollar als wichtige Unterstützung. In diesem Bereich verläuft auch die 200-Tage-Linie, was die Relevanz zusätzlich unterstreicht. Nur wenige Pips darunter, bei rund 1,1650 US-Dollar, befindet sich eine weitere Unterstützungszone. Diese wird durch die 50-Tage-Linie sowie ein 50,0 %-Fibonacci-Retracement gebildet. Sollten diese Unterstützungen nicht halten, ist mit weiteren Abgaben zu rechnen. In diesem Fall rücken die nächsten Ziele bei 1,1631 sowie 1,1584 US-Dollar in den Fokus.

Unterstützungen:

  • 1,1681 / 1,1669 US-Dollar
  • 1,1650 US-Dollar
  • 1,1631 US-Dollar
  • 1,1584 US-Dollar

Widerstände:

  • 1,1726 US-Dollar
  • 1,1760 US-Dollar
  • 1,1805 US-Dollar
  • 1,1835 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Der Goldpreis befindet sich weiterhin in einer Korrekturphase. Die Marke bei 4.695 US-Dollar bot in der Vorwoche zunächst noch ausreichend Unterstützung, wurde jedoch zum Wochenstart am Montag nach unten durchbrochen. Im weiteren Verlauf weitete sich der Verkaufsdruck aus, sodass schließlich die grüne Unterstützungszone bei 4.550 US-Dollar getestet wurde.

Charttechnischer Ausblick:

Auch Gold zeigt am Donnerstag eine kräftige Gegenbewegung. Ausgehend von der Unterstützung bei 4.550 US-Dollar setzte ein dynamischer Impuls ein, der den Kurs direkt in Richtung des Widerstands bei 4.683 US-Dollar führte. Auf der Oberseite rücken nun mehrere Widerstände in den Fokus, die zuvor als Unterstützungen fungierten und inzwischen nach unten durchbrochen wurden. Diese liegen bei 4.692, 4.754 sowie bei 4.791 US-Dollar. Besonders die Zone zwischen 4.791 und 4.839 US-Dollar erscheint technisch interessant: Zwar konnte Gold in diesen Bereich vordringen, ein nachhaltiger Ausbruch darüber blieb jedoch aus. Entsprechend stellt diese Zone einen weiteren bedeutenden Widerstand auf dem Weg nach oben dar.

Trotz der Stabilisierung im Bereich von 4.550 US-Dollar bleibt das fundamentale Umfeld herausfordernd. Eine steigende Inflation in Kombination mit länger anhaltend hohen oder sogar weiter steigenden Zinsen wirkt belastend auf den Goldpreis. Sollte die Unterstützung bei 4.550 US-Dollar nach unten durchbrochen werden, rücken weitere Zielbereiche auf der Unterseite in den Fokus. Nächste Unterstützungen liegen bei 4.469 US-Dollar sowie in der Zone zwischen 4.414 und 4.380 US-Dollar. Die 200-Tage-Linie verläuft aktuell bei rund 4.270 US-Dollar und stellt eine zusätzliche wichtige Orientierungsmarke dar.

Unterstützungen:

  • 4.550 US-Dollar
  • 4.469 US-Dollar
  • 4.414 / 4.380 US-Dollar
  • 4.270 US-Dollar

Widerstände:

  • 4.654 US-Dollar
  • 4.693 US-Dollar
  • 4.754 US-Dollar
  • 4.791 US-Dollar

S&P 500 Tageschart (US500.c)

Rückblick:

Nach neuen Allzeithochs am Montag und Dienstag legte der S&P 500 zunächst eine kurze Verschnaufpause ein. Belastet wurde die zuvor positive Stimmung vor allem durch hohe Energiepreise sowie gemischte Unternehmenszahlen aus dem KI-Sektor. Die Marke bei 7.161 Punkten konnte bislang nicht nachhaltig überwunden werden.

Charttechnischer Ausblick:

Am Donnerstag unternimmt der S&P 500 einen erneuten Versuch, neue Höchststände zu erreichen und die Marke bei 7.161 Punkten nachhaltig zu durchbrechen. Gelingt es dem Index, sowohl diese Schwelle als auch das aktuelle Allzeithoch bei 7.191 Punkten zu überwinden, eröffnen sich weitere Aufwärtspotenziale. Nächste potenzielle Zielmarken liegen bei 7.246 und 7.280 Punkten. Darüber hinaus rücken die Bereiche bei 7.363 sowie 7.445 Punkten in den Fokus.

Gleichzeitig ist Vorsicht geboten: Schnelle und teils abrupte Korrekturen bleiben jederzeit möglich. Diese können unter anderem durch unerwartete Äußerungen, beispielsweise von politischer Seite, ausgelöst werden. Auf der Unterseite bieten mehrere Zonen mögliche Unterstützung. Erste Haltelinien liegen bei 7.048 Punkten sowie im Bereich zwischen 7.011 und 7.000 Punkten – letzterer stellt zugleich ein ehemaliges Allzeithoch sowie eine psychologisch wichtige Marke dar. Übergeordnet fungiert zudem die Zone um 6.894 Punkte als relevante Unterstützung.

Unterstützungen:

  • 7.048 Punkte
  • 7.011 / 7.000 Punkte
  • 6.977 Punkte
  • 6.894 Punkte

Widerstände:

  • 7.246 Punkte
  • 7.280 Punkte
  • 7.363 Punkte
  • 7.445 Punkte

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