GBE Börsenbrief – KW 14/2026
Moin aus Hamburg!
Gestern Abend versuchte Donald Trump mit einer erneuten Fristverlängerung für den Iran, die Aktienmärkte zu stützen und gleichzeitig den Ölpreis zu drücken – doch dieser Effekt war nur von kurzer Dauer. Inzwischen notieren die Aktienmärkte tiefer, während sowohl der Ölpreis als auch die Kapitalmarktzinsen über dem Niveau zum Zeitpunkt seiner Ankündigung liegen.
Das deutet auf zweierlei hin: Zum einen erkennen die Finanzmärkte zunehmend, dass die von Trump geprägten Narrative an Glaubwürdigkeit verlieren. Zum anderen signalisiert die Fristverlängerung faktisch, dass sich ein mögliches Ende des Iran-Konflikts weiter verzögert.
Die Konsequenz daraus ist klar: Die Straße von Hormus dürfte länger geschlossen bleiben, wodurch der Öltransport weiterhin eingeschränkt ist. Dies führt zu weiter steigenden Ölpreisen. Damit entwickelt sich der Iran-Konflikt immer mehr zu einem Konflikt um die Kontrolle der Straße von Hormus – im Fokus steht nun „NACHO“ (not actually changing Hormuz opening) statt „TACO“ (Trump Always Chickens Out).
Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.
Am Freitag, den 3. April, erscheint aufgrund des Feiertages kein Börsenbrief. Die nächste Ausgabe folgt am Freitag, den 10. April.
Aufgrund von hoher Volatilität könnten einige Kursmarken bereits am Freitagnachmittag erreicht worden sein. Der Börsenbrief wird immer am Freitag-Nachmittag veröffentlicht.
Quelle:
https://finanzmarktwelt.de/trump-verliert-zugriff-auf-aktienmaerkte-oelpreis-nacho-statt-taco-384290/
Die nächsten GBE Live-Webinare
Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.
- Montag, 30. März 2026 um 8:45 Uhr (GBE Marktcheck):
Hier geht es zur Registrierung - Mittwoch, 01. April 2026 um 08:45 Uhr (GBE Marktupdate):
Hier geht es zur Registrierung
Wir freuen uns auf deine Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer
DAX Tageschart (DE40.c)

Rückblick:
Erneut war es ein Montag, an dem der deutsche Leitindex äußerst positiv in die Handelswoche startete. Ausgelöst durch eine Aussage von Donald Trump, legte der Index vom Tagestief bis zum Tageshoch um mehr als 1.500 Punkte zu. Im weiteren Verlauf der Woche gewannen jedoch die Sorgen über eine steigende Inflation – insbesondere infolge hoher Energiekosten – erneut an Bedeutung. Diese belasteten den Markt spürbar und führten dazu, dass der Index vom Wochenhoch aus um über 1.000 Punkte nachgab.
Charttechnischer Ausblick:
Der DAX zeigt sich aktuell angeschlagen und wirkt insgesamt instabil. Die erhoffte Erholung fiel lediglich kurzfristig aus. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass das 50,0 %-Fibonacci-Retracement aus dem übergeordneten Wochenchart sowohl in der vergangenen als auch in dieser Woche bislang gehalten hat. Von diesem Niveau aus könnte der Index einen erneuten Anlauf nach oben starten. Angesichts der weiterhin hohen Volatilität liegt der Fokus auf den übergeordneten Kursmarken. Ein nachhaltiger Anstieg über das 38,2 %-Retracement bei 22.936 Punkten gelang dem DAX bislang nicht. Diese Marke stellt somit eine erste mögliche Widerstandszone dar. Darüber hinaus existieren mehrere kleinere Widerstandsbereiche, doch insbesondere die Zone um 23.500 Punkte könnte interessant werden. Hier bündeln sich sowohl Marken aus dem Tageschart als auch Fibonacci-Retracements aus kleineren Zeitebenen. Bereits am Montag testete der DAX diesen Bereich, prallte jedoch deutlich nach unten ab. Gelingt ein Ausbruch über diese Zone, könnte sich weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 23.924 Punkten eröffnen, wo ein weiteres Retracement sowie eine markante Tageschart-Marke verlaufen.
Auf der Unterseite bleiben die Risiken hingegen erhöht, da ein Ende des geopolitischen Konflikts im Nahen Osten derzeit nicht absehbar ist. Dies könnte den DAX weiterhin belasten. Wichtige potenzielle Unterstützungen liegen beim 50,0 %-Retracement aus dem Wochenchart bei 22.164 Punkten sowie am Wochentief bei 21.861 Punkten. Darunter ergeben sich weitere mögliche Kursziele: Auf Basis einer Fibonacci-Extension liegt ein mögliches Ziel im Bereich von 21.800 Punkten. Ein weiteres relevantes Retracement aus dem Wochenchart befindet sich bei 21.372 Punkten. Zudem ergibt sich aus der letzten kurzfristigen Abwärtsbewegung ein mögliches Ziel bei 20.982 Punkten.
Unterstützungen:
- 22.164 Punkte
- 21.861 / 21.800 Punkte
- 21.372 Punkte
- 20.982 Punkte
Widerstände:
- 22.936 Punkte
- 23.500 Punkte
- 23.924 Punkte
- 24.300 Punkte
EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Rückblick:
Auch im Währungspaar EUR/USD begann die Handelswoche zunächst positiv. Zwar eröffnete der Markt mit einem Abwärts-Gap, konnte die anfänglichen Verluste im Laufe des Tages jedoch vollständig ausgleichen und sogar im Plus schließen. Die Marke bei 1,16310 US-Dollar erwies sich dabei als hartnäckige Widerstandszone, die weder am Montag noch am Dienstag oder Mittwoch nachhaltig überwunden werden konnte. In der Folge setzte das Währungspaar seine übergeordnete Abwärtsbewegung fort.
Charttechnischer Ausblick:
Das Währungspaar EUR/USD notiert aktuell leicht unter dem Niveau vom vergangenen Freitag, wobei die relevanten Marken auf der Ober- und Unterseite weitgehend unverändert geblieben sind. Der Kurs befindet sich derzeit an einer Unterstützungszone bei 1,1479 und 1,1469 US-Dollar. Von diesem Bereich aus könnte eine erneute Aufwärtsbewegung einsetzen, die zunächst in Richtung 1,1631 US-Dollar führen kann. Diese Marke erwies sich bereits an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen als nicht nachhaltig überwindbar und stellt somit einen wichtigen Widerstand dar. Gelingt jedoch ein Ausbruch über diese Zone, rückt der Bereich um 1,1681 US-Dollar in den Fokus. Dort treffen zwei relevante Marken aus dem Tageschart sowie die 200-Tage-Linie (orange) zusammen. Eine weitere potenzielle Widerstandszone liegt bei 1,1726 US-Dollar, geprägt durch zwei Tageschart-Marken sowie der 50-Tage-Linie (blau).
Auf der Unterseite steht – wie bereits erwähnt – die aktuelle Unterstützungszone im Fokus. Sollte diese nicht halten, könnte der Bereich zwischen 1,1415 und 1,1391 US-Dollar als nächste Unterstützung dienen. Allerdings besteht weiterhin das Risiko, dass der Kurs deutlich stärker nachgibt. Bei 1,1354 US-Dollar liegt ein 38,2 %-Fibonacci-Retracement aus dem übergeordneten Wochenchart. Darunter befindet sich bei 1,1275 US-Dollar eine weitere potenzielle Unterstützungszone.
Unterstützungen:
- 1,1497 / 1,1469 US-Dollar
- 1,1415 / 1,1391 US-Dollar
- 1,1354 US-Dollar
- 1,1275 US-Dollar
Widerstände:
- 1,1605 US-Dollar
- 1,1631 US-Dollar
- 1,1676 US-Dollar
- 1,1726 US-Dollar
Gold Tageschart (XAUUSD)

Rückblick:
In der aktuellen geopolitischen Konstellation präsentiert sich Gold nicht als klassischer sicherer Hafen. Zum Wochenstart verzeichnete das Edelmetall zunächst ein Minus von über 7 %, konnte jedoch bereits am Montag einen Großteil dieser Verluste wieder wettmachen. Zur Wochenmitte unternahm der Goldpreis den Versuch, den Widerstand bei 4.550 US-Dollar zu überwinden, scheiterte jedoch an dieser Marke.
Charttechnischer Ausblick:
Gold befindet sich aktuell an einer wichtigen Unterstützungszone, die auf Schlusskursbasis in den vergangenen Tagen bislang nicht unterschritten wurde. Gemeint ist der Bereich zwischen 4.414 und 4.380 US-Dollar. Von hier aus könnte das Edelmetall – ähnlich wie bereits am vergangenen Dienstag – erneut nach oben drehen. Zur Wochenmitte unternahm der Goldpreis einen Anlauf in Richtung der Zone bei 4.550 US-Dollar, die zugleich die erste größere Widerstandszone darstellt. Sollte Gold diese Marke im nächsten Versuch überwinden können, rückt der Bereich bei 4.602 US-Dollar in den Fokus, wo das 38,2 %-Fibonacci-Retracement der letzten größeren Abwärtsbewegung verläuft. Darüber hinaus stellt die Zone zwischen 4.638 und 4.654 US-Dollar einen weiteren wichtigen Widerstand dar. Dieser Bereich fungierte Anfang Februar noch als Unterstützung, wurde jedoch nach dem Bruch zur Widerstandszone. Ein weiteres relevantes Retracement – das 50,0 %-Niveau der letzten Abwärtsbewegung – liegt bei 4.754 US-Dollar.
Sollten die Energiepreise, insbesondere Öl, weiterhin hoch bleiben und damit die Inflationssorgen anhalten, könnte Gold weiter unter Druck geraten. Fällt der Preis unter die aktuelle Unterstützungszone, wären zunächst Kursziele bei 4.298 sowie 4.240 US-Dollar denkbar. Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem dem Wochentief vom Montag, das in einer markanten Zone zwischen 4.156 und etwa 4.100 US-Dollar liegt. Hier bündeln sich mehrere wichtige Marken aus dem Tageschart sowie aktuell auch die 200-Tage-Linie (orange). Sollte auch dieser Bereich nicht halten, könnten weitere Abgaben bis 4.043 US-Dollar oder darüber hinaus folgen.
Unterstützungen:
- 4.414 / 4.380 US-Dollar
- 4.298 US-Dollar
- 4.156 US-Dollar
- 4.109 US-Dollar
Widerstände:
- 4.550 US-Dollar
- 4.602 US-Dollar
- 4.638 / 4.654 US-Dollar
- 4.754 US-Dollar
S&P 500 Tageschart (US500.c)

Rückblick:
Im S&P 500 kam es am Montag infolge einer Aussage von US-Präsident Donald Trump zu deutlichen Marktbewegungen. Der Index konnte dabei anfängliche Verluste im Tagesverlauf in Gewinne drehen. Wie auch bei vielen anderen großen Indizes überwiegt jedoch die Unsicherheit – insbesondere hinsichtlich steigender Energiepreise sowie einer möglichen weiteren Eskalation im Iran. Bis zum Freitag gab der Index die Gewinne vom Montag vollständig wieder ab und steht auf Wochenbasis nun sogar vor einem möglichen neuen Verkaufssignal.
Charttechnischer Ausblick:
Aktuell scheint das 23,6 %-Fibonacci-Retracement aus dem Wochenchart bei 6.490 Punkten zu brechen. Dennoch sind von diesem Niveau aus weiterhin mögliche Gegenreaktionen denkbar. Ein erstes Ziel auf der Oberseite stellt das Retracement selbst dar. Darüber hinaus könnte der Kurs in den Bereich von 6.579 Punkten vordringen, wo es in den vergangenen Tagen wiederholt zu Reaktionen kam. Gelingt es dem S&P 500, diese beiden Hürden zu überwinden, rückt als nächstes Ziel die Zone um 6.635 Punkte in den Fokus. Knapp darüber verläuft zudem die 200-Tage-Linie bei rund 6.650 Punkten.
Die Frage bleibt jedoch, wann der Index eine nachhaltige Unterstützung ausbilden kann. Das Wochentief vom Montag bei 6.431 Punkten wurde am Freitag erneut getestet. Sollte dieses Niveau brechen, wären zunächst Abgaben in Richtung 6.406 beziehungsweise 6.364 Punkte möglich. Darunter folgen weitere, kleinere Unterstützungen bei 6.337 und 6.284 Punkten. Aus übergeordneter Sicht – basierend auf dem Wochenchart – liegt die nächste größere Unterstützungszone erst im Bereich von 6.200 Punkten.
Unterstützungen:
- 6.406 Punkte
- 6.364 Punkte
- 6.337 / 6.284 Punkte
- 6.200 Punkte
Widerstände:
- 6.490 / 6.503 Punkte
- 6.546 Punkte
- 6.579 Punkte
- 6.635 Punkte
Die kommenden Wirtschaftstermine
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