GBE Börsenbrief

GBE Börsenbrief – KW 12/2026

GBE brokers - Raphael Dreyer with glasses, beard, and suit against a dark background – professional business photo for finance, consulting, or digital trading
Raphael Dreyer Trader & Expert for Chart Technology

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Laptop displaying a chart, surrounded by labels for Dow Jones, Gold, EUR/USD, and DAX 40

Moin aus Hamburg!

Wenn es nach mir gehen würde, würde ich hier über andere Themen schreiben. Jedoch hängt die aktuelle geopolitische Lage derzeit sehr eng mit den Finanzmärkten zusammen. Konflikte, politische Spannungen und Sanktionen beeinflussen die Stimmung an den Börsen oft stärker als klassische Unternehmensnachrichten oder Konjunkturdaten.

In Phasen erhöhter Unsicherheit reagieren die Märkte besonders sensibel. Investoren bewerten Risiken neu, Kapitalströme verschieben sich und die Volatilität nimmt spürbar zu. Häufig führt dies zu schnellen Bewegungen an den Aktienmärkten, während „sichere Häfen“ wie Gold oder der US-Dollar stärker in den Fokus rücken.

Auch Energiepreise spielen dabei eine zentrale Rolle. Spannungen in wichtigen Förderregionen können Öl- und Gaspreise schnell steigen lassen, was wiederum Inflationserwartungen, Geldpolitik und letztlich die Bewertung vieler Unternehmen beeinflusst.

Für Marktteilnehmer bedeutet das vor allem eines: Neben klassischen Wirtschaftsdaten rückt die geopolitische Entwicklung stärker in den Mittelpunkt. Wer die Märkte verstehen will, kommt derzeit kaum daran vorbei, auch einen Blick auf die weltpolitische Lage zu werfen.

Ein besonderer Fokus liegt derzeit auf der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Öl-Handelsrouten der Welt. Aufgrund der militärischen Eskalation zwischen Iran sowie den USA und Israel ist die Meerenge derzeit blockiert. Tanker wurden angegriffen, sogar Minen sollen verlegt worden sein, Reedereien meiden die Passage und der Schiffsverkehr ist stark eingebrochen.

Da normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte durch diese Route läuft, sorgt die Sperrung für erhebliche Unsicherheit an den Energiemärkten und starke Schwankungen bei Ölpreisen – was sich wiederum direkt auf die globalen Finanzmärkte auswirkt.

Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.

Aufgrund von hoher Volatilität könnten einige Kursmarken bereits am Freitagnachmittag erreicht worden sein. Der Börsenbrief wird immer am Freitag-Nachmittag veröffentlicht.

Quelle:
https://www.theguardian.com/business/live/2026/mar/12/stagflation-fears-escalating-iranian-war-oil-price-andrew-bailey-stability-us-jobless-claims-news-updates
https://www.eia.gov/todayinenergy/detail.php?id=65504

Die nächsten GBE Live-Webinare

Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer

DAX Tageschart (DE40.c)

Rückblick:

Der Start in die Handelswoche des deutschen Leitindex verlief äußerst volatil. Nach einem Kursrückgang von über 700 Punkten über das Wochenende hinweg gelang es dem DAX zunächst, eine kräftige Gegenbewegung einzuleiten und den Montag sogar mit einem Plus von rund 160 Punkten zu beenden. Im weiteren Wochenverlauf blieb jedoch der Iran-Konflikt das dominierende Thema an den Märkten. Der Index geriet erneut unter Druck und fiel vom Wochenhoch zeitweise wieder um mehr als 800 Punkte zurück.

Charttechnischer Ausblick:

Der deutsche Leitindex zeigte sich in der vergangenen Woche äußerst volatil. Zwischen Wochenhoch und Wochentief lagen in den letzten fünf Handelstagen mehr als 1.200 Punkte. Stabilität fand der DAX zunächst knapp unterhalb der Marke von 23.000 Punkten. Von dort aus setzte eine deutliche Aufwärtsbewegung ein, die sich in den kommenden Tagen möglicherweise fortsetzen könnte. Ein erstes mögliches Hindernis stellt die Zone bei 23.715 Punkten dar. Darüber hinaus liegen weitere potenzielle Kursziele bei 23.807 sowie 23.851 Punkten. Besonders interessant dürfte der Bereich zwischen 23.924 und 24.089 Punkten werden. Bis in diese Zone konnte der Index bereits am vergangenen Dienstag vorstoßen, ohne jedoch einen nachhaltigen Ausbruch zu erzielen. Die aktuell bei rund 24.178 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie könnte ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Ein Anstieg über diesen Bereich würde das charttechnische Bild wieder deutlich aufhellen.

Auf der Unterseite bleiben die Risiken jedoch weiterhin erhöht. Allein das Abwärts-Gap vom Freitag zum Montag betrug mehr als 700 Punkte. Eine erste mögliche Unterstützung liegt im Bereich von 23.377 Punkten. Darunter rücken weitere potenzielle Marken bei 23.361, 23.267 sowie 23.200 Punkten in den Fokus. Auch ein erneuter Test der Zone um 23.000 Punkte kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Unterstützungen:

  • 23.477 Punkte
  • 23.361 Punkte
  • 23.200 Punkte
  • 22.936 Punkte

Widerstände:

  • 23.715 Punkte
  • 23.807 / 23.851 Punkte
  • 23.924 Punkte
  • 24.160 Punkte

EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Rückblick:

Auch beim Währungspaar EUR/USD kam es am Montag zu deutlichen Bewegungen. Die zuvor starke Dollaraufwertung legte zunächst eine kurze Pause ein, wodurch sich der Kurs etwas nach oben erholen konnte. Ab Dienstag setzte sich jedoch die Abwärtsbewegung fort. Diese weitete sich im weiteren Wochenverlauf zunehmend dynamisch aus und führte schließlich zum Bruch wichtiger Unterstützungszonen.

Charttechnischer Ausblick:

Das Währungspaar setzte seinen Abwärtstrend in der vergangenen Woche fort, könnte sich jedoch an einer wichtigen Unterstützungszone stabilisieren. Sollte dies zum Start der kommenden Woche gelingen, wäre zunächst ein Anstieg in den Bereich von 1,1520 US-Dollar möglich. Dieses Niveau sorgte bereits am Montag für deutliche Reaktionen im Markt. Darüber hinaus rücken weitere potenzielle Kursziele bei 1,1556 sowie 1,1584 US-Dollar in den Fokus. Auch die Zone zwischen 1,1605 und 1,1631 US-Dollar dürfte von besonderer Bedeutung sein, da von hier aus die Abwärtsbewegung am Dienstag deutlich an Dynamik gewann.

Gleichzeitig bleiben die Risiken auf der Unterseite weiterhin hoch, wie die vergangenen vier Handelstage gezeigt haben. Aktuell befindet sich der Kurs in einer Unterstützungszone bei rund 1,1469 US-Dollar. Sollte dieser Bereich nach unten durchbrochen werden, rückt eine weitere potenzielle Unterstützung zwischen 1,1415 und 1,1391 US-Dollar in den Fokus. Bei 1,1354 US-Dollar liegt zudem ein 38,2-%-Fibonacci-Retracement aus dem übergeordneten Wochenchart, das ebenfalls eine wichtige Rolle spielen könnte.

Unterstützungen:

  • 1,1469 US-Dollar
  • 1,1415 / 1,1391 US-Dollar
  • 1,1354 US-Dollar
  • 1,1275 US-Dollar

Widerstände:

  • 1,1520 US-Dollar
  • 1,1556 US-Dollar
  • 1,1584 US-Dollar
  • 1,1605 / 1,1631 US-Dollar

Gold Tageschart (XAUUSD)

Die Entwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Erträge, und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl steigen als auch fallen.

Rückblick:

Gold bleibt weiterhin unter Druck. Die anhaltend hohen Energiepreise schüren Inflationssorgen, was sich derzeit belastend auf das Edelmetall auswirkt. Die Marke von 5.191 US-Dollar konnte in dieser Woche nicht überwunden werden. Stattdessen setzte sich der Kurs an diesem Niveau nach unten ab und fiel zeitweise bis in den Bereich von knapp 5.000 US-Dollar zurück. Diese Zone dürfte in den kommenden Tagen eine wichtige Rolle für die weitere Kursentwicklung spielen.

Charttechnischer Ausblick:

Der Goldpreis steht – ähnlich wie bereits in der vergangenen Handelswoche – weiterhin stabil über der Marke von 5.067 US-Dollar. Von diesem Niveau aus könnte das Edelmetall einen weiteren Versuch nach oben starten. Eine erste mögliche Hürde liegt im Bereich von 5.134 US-Dollar. Hier treffen eine Marke aus dem Tageschart, das mittlere Bollinger-Band sowie ein 61,8-%-Retracement zusammen. Ein weiterer potenzieller Widerstand liegt bei 5.191 US-Dollar. An dieser Marke scheiterte der Goldpreis in der abgelaufenen Handelswoche bereits an vier aufeinanderfolgenden Tagen. Sollte ein dynamischer Impuls nach oben erfolgen, wären in der Folge auch Kursziele bei 5.275 oder sogar 5.331 US-Dollar denkbar.

Die Marke bei 5.067 US-Dollar hat bislang zwar gehalten, könnte jedoch zeitnah nach unten durchbrochen werden. Sollte es dazu kommen, rückt als nächste potenzielle Unterstützung der Bereich bei 5.007 US-Dollar in den Fokus. Diese Zone wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach angelaufen. Zudem verläuft dort das 50,0-%-Retracement der letzten übergeordneten Aufwärtsbewegung. Bei der Tageschartmarke von 4.943 US-Dollar liegt gleichzeitig die 50-Tage-Linie. Das untere Bollinger-Band befindet sich aktuell in der Nähe der Marke von 4.906 US-Dollar.

Unterstützungen:

  • 5.067 US-Dollar
  • 5.007 US-Dollar
  • 4.943 US-Dollar
  • 4.906 US-Dollar

Widerstände:

  • 5.134 US-Dollar
  • 5.191 US-Dollar
  • 5.275 US-Dollar
  • 5.331 US-Dollar

S&P 500 Tageschart (US500.c)

Rückblick:

Im S&P 500 zeigte sich ein ähnliches Bild wie im DAX. Zwar eröffnete der Index am Montag mit einem deutlichen Down-Gap, konnte sich im Laufe des Tages jedoch schnell erholen und den Handelstag sogar im Plus beenden. Mehr als ein Test der Marke bei 6.786 Punkten am Dienstag war jedoch nicht möglich. Anschließend drehte der Index dynamisch nach unten und durchbrach dabei mehrere wichtige Unterstützungsniveaus.

Charttechnischer Ausblick:

Der S&P 500 testete zum Freitag die Marke bei 6.635 Punkten und prallte von dort nach oben ab. Dieser Aufwärtsimpuls könnte sich auch in der kommenden Handelswoche fortsetzen. Ein erstes mögliches Ziel liegt im Bereich von 6.721 Punkten. Gelingt dem Index ein Anstieg über dieses Niveau, rückt eine wichtige Zone zwischen 6.750 und 6.764 Punkten in den Fokus. Dieser Bereich wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach angelaufen und könnte erneut eine bedeutende Rolle spielen. Weitere potenziell wichtige Kursziele auf der Oberseite liegen bei 6.786 sowie 6.827 Punkten.

Dass es im Index jedoch auch schnell nach unten gehen kann, zeigte sich nicht nur zur Eröffnung am Montag, sondern auch am Donnerstag. Daher bleibt auf der Unterseite weiterhin Vorsicht geboten. Eine erste größere Unterstützung liegt bei 6.636 Punkten. Auch das Wochentief bei 6.579 Punkten könnte von Bedeutung sein. Sollte der Kurs unter dieses Niveau fallen, müsste mit weiteren dynamischen Abgaben in Richtung 6.503 oder sogar 6.471 Punkten gerechnet werden.

Unterstützungen:

  • 6.635 Punkte
  • 6.579 Punkte
  • 6.546 Punkte
  • 6.503 Punkte

Widerstände:

  • 6.721 Punkte
  • 6.750 / 6.764 Punkte
  • 6.786 Punkte
  • 6.859 Punkte

Die kommenden Wirtschaftstermine

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