GBE Börsenbrief – KW 07/2026
Moin aus Hamburg!
An den Finanzmärkten kommt es derzeit zu einer breit angelegten Korrektur: Aktien, Tech-Werte, Kryptowährungen sowie Gold und Silber geraten gleichzeitig unter starken Verkaufsdruck. Auslöser sind Bewertungsängste, Unsicherheit rund um Künstliche Intelligenz, die Zinspolitik der US-Notenbank sowie schwache US-Arbeitsmarktdaten. Investoren ziehen sich zunehmend aus Risikoanlagen zurück und suchen Sicherheit in Staatsanleihen. Beobachter sprechen von einem „Reset“ an der Wall Street nach zuvor stark überhitzten Märkten.
Die Nonfarm Payrolls – die wichtigsten Arbeitsmarktdaten aus den USA – wurden kurzfristig vom Freitag, den 6. Februar, auf Mittwoch, den 11. Februar, verschoben.
Grund: Ein teilweiser Regierungsstillstand (Government Shutdown) in den USA führte dazu, dass das Bureau of Labor Statistics (BLS) die Daten nicht fristgerecht veröffentlichen konnte.
Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.
Aufgrund von hoher Volatilität könnten einige Kursmarken bereits am Freitagnachmittag erreicht worden sein. Der Börsenbrief wird immer am Freitag-Nachmittag veröffentlicht.
Quelle:
https://finanzmarktwelt.de/wall-street-im-reset-bitcoin-aktien-und-edelmetalle-brechen-ein-378834/
Die nächsten GBE Live-Webinare
Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.
- Montag, 09. Februar 2026 um 8:45 Uhr (GBE Marktcheck):
Hier geht es zur Registrierung - Mittwoch, 11. Februar 2026 um 08:45 Uhr (GBE Marktupdate):
Hier geht es zur Registrierung
Wir freuen uns auf deine Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer
DAX Tageschart (DE40.c)

Rückblick:
Für den deutschen Leitindex ging es zum Wochenstart kräftig nach oben. Bis zum Dienstag legte der Index um mehr als 800 Punkte zu. An diesem Niveau traf der DAX jedoch auf altbekannte Widerstände, die er nicht überwinden konnte. In der Folge kam es zu einer Korrektur, und der Index fiel wieder in den Bereich von 24.400 Punkten zurück.
Charttechnischer Ausblick:
Der deutsche Leitindex hält sich weiterhin über der 50-Tage-Linie und könnte vom aktuellen Niveau aus einen erneuten Versuch nach oben starten. Als erstes mögliches Kursziel auf der Oberseite rückt der Bereich um 23.766 Punkte in den Fokus, gefolgt von der Marke bei 24.902 Punkten. Der Widerstandsbereich zwischen 25.008 und 25.088 Punkten konnte bislang nicht überwunden werden. Gelingt dem DAX jedoch der nachhaltige Ausbruch über diese Zone, wären weitere Anstiege in Richtung 25.270 und 25.454 Punkte denkbar.
Auf der Unterseite besteht allerdings das Risiko eines Bruchs der 50-Tage-Linie, wodurch erneut tiefere Kurse möglich würden. Die 50-Tage-Linie verläuft aktuell bei 24.484 Punkten und fällt mit einer markanten Unterstützung aus dem Tageschart zusammen. Sollte diese Zone nach unten durchbrochen werden, ist mit einem erneuten Test der grünen Unterstützungszone zwischen 24.362 und 24.302 Punkten zu rechnen. Zusätzlich verläuft bei derzeit 24.282 Punkten das untere Bollinger-Band. Darunter befindet sich bei 24.230 Punkten noch das 78,6-%-Retracement der letzten großen Aufwärtsbewegung.
Unterstützungen:
- 24.484 Punkte
- 24.362 / 24.302 Punkte
- 24.230 Punkte
- 24.022 Punkte
Widerstände:
- 24.766 Punkte
- 24.902 Punkte
- 25.008 / 25.088 Punkte
- 25.270 Punkte
EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Rückblick:
Das Währungspaar EUR/USD setzte die Korrektur der Vorwoche weiter fort. Bereits am Montag rutschte das Paar unter zwei wichtige Unterstützungszonen, die im weiteren Verlauf nicht zurückerobert werden konnten. Das 61,8-%-Retracement der übergeordneten Aufwärtsbewegung erwies sich jedoch vorerst als tragfähige Unterstützung.
Charttechnischer Ausblick:
Das Währungspaar setzt seinen Abwärtstrend weiter fort, wenn auch nicht mehr mit derselben Dynamik wie zum Ende der Vorwoche. Im Bereich des 61,8-%-Retracements bei 1,1770 US-Dollar könnte der Kurs jedoch eine Stabilisierung erfahren und erneut nach oben drehen. In dieser Zone verläuft zugleich das mittlere Bollinger-Band, was die Relevanz dieser Unterstützung zusätzlich unterstreicht. Als erste mögliche Hürde auf der Oberseite rückt der Bereich um 1,1805 US-Dollar in den Fokus, gefolgt von der Widerstandszone bei 1,1835 US-Dollar. Diese Marke fällt nahezu mit dem 50,0-%-Retracement der letzten größeren Aufwärtsbewegung zusammen. Gelingt es dem Währungspaar, diese Widerstände zu überwinden, wären weitere Kursanstiege in Richtung 1,1906 US-Dollar denkbar.
Sollte der Bereich um das 61,8-%-Retracement jedoch nach unten durchbrochen werden, rücken die Unterstützungen auf der Unterseite in den Blick. Ein erstes potenzielles Ziel liegt bei 1,1760 US-Dollar, gefolgt von einer markanten grünen Unterstützungszone zwischen 1,1733 und 1,1726 US-Dollar. In diesem Bereich verläuft gleichzeitig die 50-Tage-Linie. Wird auch diese Zone unterschritten, muss mit weiteren Abgaben bis in den Bereich von 1,1681 US-Dollar gerechnet werden.
Unterstützungen:
- 1,1770 / 1,1760 US-Dollar
- 1,1733 / 1,1726 US-Dollar
- 1,1681 US-Dollar
- 1,1650 US-Dollar
Widerstände:
- 1,1805 US-Dollar
- 1,1835 US-Dollar
- 1,1906 US-Dollar
- 1,1930 US-Dollar
Gold Tageschart (XAUUSD)

Rückblick:
Am Montag ging es zeitweise nochmals um rund 10 % nach unten, ehe der Goldpreis zu einer Erholung bis zum 50,0 % Retracement der vorherigen Abwärtsbewegung ansetzte. Die Volatilität blieb dabei sehr hoch: Ausschläge von 5 % oder mehr nach oben wie auch nach unten gehörten weiterhin zur Tagesordnung.
Charttechnischer Ausblick:
Der Goldpreis bleibt weiterhin sehr bewegungsreich und konnte sich zum Wochenschluss im Bereich von 4.693 US-Dollar nach oben abstoßen. Diese Aufwärtsbewegung könnte sich in der kommenden Woche fortsetzen, wodurch zunächst das übergeordnete Kursziel bei 5.007 US-Dollar in den Fokus rückt. Dieser Widerstandsbereich erstreckt sich bis zur Marke von 5.067 US-Dollar. Bereits am Mittwoch testete Gold diese Zone, konnte sie jedoch im ersten Anlauf nicht nachhaltig überwinden. Oberhalb der sogenannten „roten Zone“ eröffnet sich weiteres Potenzial bis zum nächsten Kursziel bei 5.134 US-Dollar. In diesem Bereich verläuft zugleich das 61,8-%-Retracement der letzten Abwärtsbewegung, was den Widerstand zusätzlich verstärkt.
Auf der Unterseite muss weiterhin mit schnellen Rücksetzern gerechnet werden, wie bereits am Donnerstag und Freitag zu beobachten war. Erste potenzielle Unterstützung liegt bei 4.764 US-Dollar, gefolgt vom Bereich um 4.693 US-Dollar, wo der Goldpreis am Freitag bereits deutlich reagiert hat. Sollte diese Unterstützung brechen, wären weitere Abgaben bis in den Bereich von 4.550 US-Dollar möglich. Dort treffen zwei markante Marken aus dem Tageschart mit der 50-Tage-Linie zusammen. Wird auch dieser Bereich unterschritten, rückt das Wochentief bei 4.414 US-Dollar als nächstes mögliches Abwärtsziel in den Fokus.
Unterstützungen:
- 4.764 US-Dollar
- 4.693 US-Dollar
- 4.550 US-Dollar
- 4.414 US-Dollar
Widerstände:
- 5.007 US-Dollar
- 5.067 US-Dollar
- 5.134 US-Dollar
- 5.331 US-Dollar
S&P 500 Tageschart (US500.c)

Rückblick:
Zum Wochenanfang standen die Vorzeichen beim S&P 500 sehr gut. Am Dienstag konnte der Index sogar die Marke von 7.000 Punkten testen. Wie bereits bei den beiden vorherigen Versuchen gelang es dem S&P jedoch nicht, diese runde Marke nachhaltig zu überwinden. In der Folge rutschte der Index zeitweise um bis zu 3,9 % ins Minus.
Charttechnischer Ausblick:
Am Freitag zeigte sich der S&P 500 etwas stabiler. Unterstützung fand der Index im Bereich der sogenannten grünen Zone, in der zwei markante Marken aus dem Tageschart sowie das 50,0-%-Retracement zusammenlaufen. Kann sich der Index von dort aus weiter erholen, rückt zunächst die Marke bei 6.859 Punkten als erstes mögliches Kursziel in den Fokus. Etwas darüber befindet sich eine größere Widerstandszone zwischen 6.886 und 6.894 Punkten. In diesem Bereich treffen zwei Marken aus dem Tageschart, das 23,6-%-Retracement sowie die 50-Tage-Linie aufeinander. Gelingt dem S&P der Ausbruch über diese Zone, wären weitere Anstiege bis 6.921 Punkte möglich.
Dass es jedoch auch schnell nach unten gehen kann, hat der Donnerstag eindrucksvoll gezeigt. Diese Gefahr besteht weiterhin. Sollte die Zone um 6.750 Punkte nicht halten, muss mit weiteren Abgaben bis 6.721 oder 6.698 Punkte gerechnet werden. An der letztgenannten Marke verläuft zudem das 61,8-%-Retracement der Aufwärtsbewegung vom 21. November 2025 bis zum 28. Januar 2026. Ein weiteres potenzielles Kursziel auf der Unterseite liegt bei 6.635 Punkten.
Unterstützungen:
- 6.764 / 6.750 Punkte
- 6.721 Punkte
- 6.698 Punkte
- 6.635 Punkte
Widerstände:
- 6.859 Punkte
- 6.886 / 6.894 Punkte
- 6.921 Punkte
- 6.942 Punkte
Die kommenden Wirtschaftstermine
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