GBE Börsenbrief – KW 06/2026
Moin aus Hamburg!
Die vergangene Handelswoche hatte es wirklich in sich. Neben wichtigen Wirtschaftsnachrichten wie der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, der laufenden Berichtssaison in den USA sowie in Deutschland, sorgten auch Themen wie mögliche Strafzölle und geopolitische Spannungen rund um den Iran für erhebliche Unsicherheit an den Märkten.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt zudem die Diskussion um eine mögliche Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Vorsitzender durch Donald Trump. Diese Spekulationen führten ebenfalls zu spürbaren Bewegungen an den Finanzmärkten, da Anleger eine veränderte geldpolitische Ausrichtung einpreisten.
Auch der US-Dollar sowie die Renditen am Anleihemarkt reagierten im Wochenverlauf deutlich auf die Mischung aus geldpolitischen Signalen, Inflationssorgen und geopolitischen Risiken. Insgesamt blieb die Marktstimmung angespannt, da Investoren weiterhin zwischen Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen und der Sorge vor einer länger anhaltend restriktiven Geldpolitik abwägen.
Nach der wochenlangen Aufwärtsrallye bei den Edelmetallen Gold und Silber kam es am Donnerstag und Freitag schließlich zu deutlichen Kursrückgängen. Gold fiel zeitweise mehr als 11 % vom zuvor erreichten Allzeithoch zurück, während Silber in der Spitze sogar Verluste von bis zu 22 % verzeichnete.
Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.
Aufgrund von hoher Volatilität könnten einige Kursmarken bereits am Freitagnachmittag erreicht worden sein. Der Börsenbrief wird immer am Freitag-Nachmittag veröffentlicht.
Quelle:
https://www.theguardian.com/business/2026/jan/30/donald-trump-nominate-new-us-federal-reserve-chair?utm_source=chatgpt.com
https://www.lbbw.de/artikel/maerkte-verstehen/fed-zinsentscheid-leitzins-prognosen_ait4a5bv66_d.html?utm_source=chatgpt.com
https://www.theguardian.com/business/live/2026/jan/29/gold-price-weak-dollar-silver-debasement-trade-markets-business-live-news-updates?utm_source=chatgpt.com
Die nächsten GBE Live-Webinare
Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.
- Montag, 02. Februar 2026 um 8:45 Uhr (GBE Marktcheck):
Hier geht es zur Registrierung - Mittwoch, 04. Februar 2026 um 08:45 Uhr (GBE Marktupdate):
Hier geht es zur Registrierung
Wir freuen uns auf deine Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer
DAX Tageschart (DE40.c)

Rückblick:
Zu Beginn der Woche testete der deutsche Leitindex die Marke von 25.008 Punkten, konnte diese jedoch nicht überwinden. In der zweiten Wochenhälfte nahm der Verkaufsdruck am Markt spürbar zu, sodass der DAX bis zur 50-Tage-Linie bei rund 24.300 Punkten zurückfiel.
Charttechnischer Ausblick:
IDer DAX bis zur grünen Unterstützungszone um 24.362 Punkte, in deren Bereich zugleich die 50-Tage-Linie verläuft. Dieser technische Bereich könnte als Ausgangspunkt für eine erneute Stabilisierung dienen und dem Index Potenzial für eine Aufwärtsbewegung eröffnen. Erste Widerstände auf der Oberseite liegen bei 24.578 sowie 24.637 Punkten. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marken könnte den Weg in Richtung 24.766 Punkte freimachen. Angesichts der zuletzt deutlich erhöhten Volatilität sind dabei auch ausgeprägtere Kursbewegungen möglich.
Auf der Unterseite bleibt die Unterstützungszone zwischen 24.362 und 24.302 Punkten von zentraler Bedeutung. Sollte der Index diesen Bereich nicht verteidigen können, wäre ein schneller Rücksetzer bis 24.198 Punkte denkbar. Darunter befinden sich weitere potenzielle Auffangzonen bei 24.160 und 24.089 Punkten. Im weiteren Verlauf rückt die 200-Tage-Linie als übergeordnete Unterstützung in den Fokus, die aktuell bei rund 23.984 Punkten verläuft.
Unterstützungen:
- 24.362 Punkte
- 24.198 / 24.160 Punkte
- 24.089 Punkte
- 23.984 Punkte
Widerstände:
- 24.578 Punkte
- 24.637 Punkte
- 24.766 Punkte
- 24.902 Punkte
EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Rückblick:
Die Volatilität im Währungspaar EUR/USD bleibt weiterhin hoch. Am Dienstag konnte das Paar in der Spitze um über 200 Pips zulegen und damit den Widerstand bei 1,2023 US-Dollar überwinden. Allerdings gelang es dem Kurs nicht, sich oberhalb dieser Marke zu behaupten, sodass im weiteren Verlauf der Handelswoche eine Korrektur in den Bereich von 1,19 US-Dollar einsetzte..
Charttechnischer Ausblick:
Trotz der Korrektur in den vergangenen drei Handelstagen konnte das Währungspaar EUR/USD unter dem Strich spürbar zulegen. Nach dem Rücksetzer stabilisierte sich der Kurs im Bereich von 1,1906 US-Dollar und könnte von diesem Niveau aus den übergeordneten Aufwärtsimpuls fortsetzen. Auf der Oberseite liegt das erste potenzielle Kursziel bei 1,2013 US-Dollar, gefolgt von 1,2052 US-Dollar. Beide Widerstandsmarken wurden bereits getestet, konnten bislang jedoch nicht nachhaltig überwunden werden. Sollte der EUR/USD weiter nach oben tendieren, rücken zusätzliche Ziele bei 1,2090 sowie 1,2127 US-Dollar in den Fokus.
Auf der Unterseite bleibt jedoch Vorsicht geboten, da die Volatilität in den vergangenen Tagen deutlich erhöht war. Die Unterstützungszone zwischen 1,1930 und 1,1906 US-Dollar konnte bislang verteidigt werden. Ein Bruch dieses Bereichs könnte weitere Abgaben bis in den Bereich von 1,1835 US-Dollar nach sich ziehen. Darunter befinden sich weitere potenzielle Unterstützungen bei 1,1805 sowie 1,1760 US-Dollar.
Unterstützungen:
- 1,1903 / 1,1906 US-Dollar
- 1,1835 US-Dollar
- 1,1805 US-Dollar
- 1,1733 US-Dollar
Widerstände:
- 1,2013 US-Dollar
- 1,2052 US-Dollar
- 1,2090 US-Dollar
- 1,2127 US-Dollar
Gold Tageschart (XAUUSD)

Rückblick:
Eine wahre Achterbahnfahrt erlebte der Goldpreis in dieser Woche. Am Montag eröffnete das Edelmetall bei 5.009 US-Dollar und markierte bis Donnerstag an jedem Handelstag ein neues Allzeithoch. Innerhalb von nur vier Tagen legte Gold fast 600 US-Dollar zu. Doch der starke Anstieg hielt nicht lange an: In den darauffolgenden zwei Handelstagen gab der Preis in der Spitze die gesamten Gewinne, und noch mehr, wieder ab. Damit notiert der Goldpreis zum Wochenende nahezu auf dem Niveau, auf dem er zu Wochenbeginn gestartet war.
Charttechnischer Ausblick:
Der Goldpreis erreichte am Freitag das 61,8%-Retracement der vorausgegangenen Aufwärtsbewegung vom 16. bis 29. Januar. In diesem Bereich zeigten sich deutliche Reaktionen, was auf eine mögliche Stabilisierung hindeutet. Von hier aus könnte das Edelmetall eine Erholung einleiten und zunächst das 38,2%-Retracement bei 5.191 US-Dollar ansteuern. Darüber hinaus gelten auch die Bereiche um 5.275 sowie 5.331 US-Dollar als potenzielle nächste Widerstands- beziehungsweise Zielzonen.
Die vergangenen beiden Handelstage haben jedoch eindrucksvoll gezeigt, wie schnell es am Goldmarkt zu kräftigen Abwärtsbewegungen kommen kann. Mit ähnlich dynamischen Kursausschlägen ist angesichts der weiterhin erhöhten Volatilität auch in den kommenden Tagen zu rechnen. Auf der Unterseite liegt eine erste wichtige Unterstützung bei 5.067 US-Dollar, dem 50,0%-Retracement der vorherigen Aufwärtsbewegung. Weitere potenzielle Auffangzonen befinden sich bei 5.007 US-Dollar, dem Wochentief bei 4.943 US-Dollar sowie bei 4.906 US-Dollar.
Unterstützungen:
- 5.067 US-Dollar
- 4.943 / 4.906 US-Dollar
- 4.764 US-Dollar
- 4.693 US-Dollar
Widerstände:
- 5.134 US-Dollar
- 5.191 US-Dollar
- 5.275 US-Dollar
- 5.331 US-Dollar
S&P 500 Tageschart (US500.c)

Rückblick:
Auch beim S&P 500 kam es in dieser Handelswoche zu deutlichen Kursbewegungen. Der Index startete am Montag mit einem Abwärts-Gap, konnte sich davon jedoch rasch erholen und leitete anschließend einen neuen Aufwärtsimpuls ein. Am Mittwoch markierte der S&P 500 bei 7.011 Punkten ein neues Allzeithoch. Von diesem Niveau aus setzte jedoch eine Korrektur ein, die den Index zurück bis in die Unterstützungszone bei 6.886 Punkten führte.
Charttechnischer Ausblick:
Nach dem Allzeithoch am Mittwoch setzte der S&P 500 zunächst zu einer Korrektur an. Aus dieser Konsolidierungsphase heraus könnte sich jedoch ein weiterer Aufwärtsimpuls entwickeln. Auf der Oberseite liegt das erste potenzielle Kursziel bei 6.977 Punkten. Darüber hinaus rücken die Marken bei 6.999 sowie 7.011 Punkten in den Fokus, wobei Letztere das aktuelle Allzeithoch darstellt. Bei einem nachhaltigen Ausbruch darüber wären weitere Kursziele bei 7.048 und 7.061 Punkten denkbar.
Auf der Unterseite zeigte sich insbesondere im Bereich um 6.894 Punkte am Donnerstag und Freitag eine deutliche Marktreaktion. Diese Zone bleibt weiterhin eine wichtige Unterstützung. Das Wochentief liegt bei 6.868 Punkten, was zugleich dem 61,8%-Retracement der Aufwärtsbewegung vom 21. bis 28. Januar entspricht. Die 50-Tage-Linie verläuft aktuell bei 6.864 Punkten und befindet sich damit genau zwischen diesem Retracement und einer weiteren potenziellen Unterstützungsmarke bei 6.859 Punkten.
Unterstützungen:
- 6.921 Punkte
- 6.894 / 6.886 Punkte
- 6.859 Punkte
- 6.827 Punkte
Widerstände:
- 6.942 / 6.956 Punkte
- 6.977 Punkte
- 6.999 / 7.011 Punkte
- 7.048 Punkte
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