GBE Börsenbrief – KW 03/2026
Moin aus Hamburg!
Der Start der Handelswoche wurde von einem dramatischen geopolitischen Ereignis überschattet: In einer groß angelegten nächtlichen Militäroperation haben die Vereinigten Staaten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro festgenommen und in die USA gebracht. Präsident Donald Trump bestätigte die Gefangennahme und kündigte an, dass Maduro sich dort wegen Anklagen im Zusammenhang mit Narco-Terrorismus und Drogenhandel vor einem US-Bundesgericht verantworten soll.
Ein zentrales geopolitisches Motiv der USA scheint das Interesse an den enormen Ölreserven Venezuelas zu sein – das Land verfügt über die größten bekannten Ölreserven der Welt. Allerdings befindet sich die Ölproduktion seit Jahren in einer Krise und liegt trotz des Potenzials deutlich unter früheren Kapazitäten.
Die internationalen Finanzmärkte reagierten verhalten auf diese Entwicklungen. Die Unsicherheit über geopolitische Risiken führte zu einem Anstieg der Preise für sichere Anlagen wie Gold und Silber, da Anleger mögliche weitere militärische Eskalationen fürchteten. Der Ölpreis hingegen geriet unter Druck, da Trump erklärte, die US-Führung wolle die venezolanische Ölproduktion wieder hochfahren, was auf zusätzlichen Rohstoffmarkt-Druck hinwirkt.
Wie sich die Ereignisse der letzten Tage auf die wichtigsten Märkte auswirken und wohin sich die Kurse möglicherweise entwickeln könnten, erfährst du in den folgenden Analysen.
Aufgrund von hoher Volatilität könnten einige Kursmarken bereits am Freitagnachmittag erreicht worden sein. Der Börsenbrief wird immer am Freitag-Nachmittag veröffentlicht.
Die nächsten GBE Live-Webinare
Mit unserer Webinaren „GBE Marktcheck und GBE Marktupdate“ durchleuchten wir anhand von Chartechnik montags und mittwochs um 08:45 Uhr die wichtigsten und beliebtesten Märkte in einem rund 30-minütigen Live-Webinar. Weitere Informationen zu unseren Webinaren findest du auf unserer Webseite. Du kannst dich nachfolgend für die nächsten Termine in der kommenden Woche registrieren.
- Montag, 12. Januar 2026 um 8:45 Uhr (GBE Marktcheck):
Hier geht es zur Registrierung - Mittwoch, 14. Januar 2026 um 08:45 Uhr (GBE Marktupdate):
Hier geht es zur Registrierung
Wir freuen uns auf deine Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Raphael Dreyer
DAX Tageschart (DE40.c)

Rückblick:
Gleich zu Beginn der Handelswoche erreichte der deutsche Leitindex ein neues Allzeithoch. Auch an den darauffolgenden Handelstagen setzte sich die Aufwärtsbewegung fort, sodass weitere Rekordstände markiert werden konnten. Die über sechs Monate andauernde Seitwärtsphase wurde dabei dynamisch und deutlich nach oben durchbrochen.
Charttechnischer Ausblick:
Der deutsche Leitindex zeigt sich derzeit äußerst dynamisch, und das positive Momentum könnte sich auch in der kommenden Woche fortsetzen. Angetrieben durch den Ausbruch aus der zuvor monatelangen Seitwärtsphase eröffnen sich auf der Oberseite nun mehrere mögliche Kursziele. Bereiche um 25.454 und 25.999 Punkte rücken dabei ebenso in den Fokus wie das Zwischenziel bei 25.687 Punkten, das durchaus bereits in den nächsten Handelstagen erreicht werden könnte.
Gleichzeitig gilt: Was schnell steigt, kann auch ebenso schnell korrigieren. Der DAX hat in den vergangenen Tagen zahlreiche Widerstände überwunden, die nun als potenzielle Unterstützungen fungieren. Erste relevante Marken liegen bei 25.088 und 25.008 Punkten. Darunter könnten auch die Bereiche um 24.900 Punkte sowie die Zone bei 24.766 Punkten – das ehemalige Allzeithoch vom 9. September 2025 – als mögliche Unterstützungsniveaus dienen, die der Index im Zuge einer Konsolidierung antesten könnte.
Unterstützungen:
- 25.088 / 25.008 Punkte
- 24.900Punkte
- 24.766 Punkte
- 24.637 Punkte
Widerstände:
- 25.270 Punkte
- 25.454 Punkte
- 25.599 Punkte
- 25.687 Punkte
EUR/USD Tageschart (EURUSDc)

Rückblick:
Das Währungspaar startete durchwachsen in die Handelswoche. Am Montag geriet der Kurs zunächst deutlich unter Druck, konnte sich im Tagesverlauf jedoch erholen und den Handel leicht im Plus beenden. Ab Dienstag zeichnete sich dann ein klares Bild ab: Der US-Dollar gewann spürbar an Stärke, wodurch das Währungspaar deutlich nachgab und kräftig nach unten rutschte.
Charttechnischer Ausblick:
Das Währungspaar EUR/USD befindet sich aktuell an einer technisch äußerst interessanten Marke, die maßgeblich über den weiteren Kursverlauf entscheiden könnte. Die Zone um 1,1650 US-Dollar ergibt sich aus dem Zusammenspiel mehrerer technischer Faktoren: einer markanten Unterstützung im Tageschart, dem 50,0-%-Fibonacci-Retracement, der 50-Tage-Linie sowie dem unteren Bollinger-Band. In diesem Bereich besteht die Möglichkeit einer kurzfristigen Stabilisierung und eines Abpralls nach oben. Auf der Oberseite liegen mögliche Kursziele zunächst bei 1,1667 und 1,1681 US-Dollar. Knapp oberhalb der zuletzt genannten Marke verläuft zudem ein 38,2-%-Fibonacci-Retracement. Sollte es dem Währungspaar gelingen, wieder in positives Terrain zu drehen, wäre auch ein Anstieg in den Bereich um 1,1726 US-Dollar denkbar.
Die vergangenen Handelstage waren jedoch klar von Abwärtsdynamik geprägt, und dieser Trend könnte sich kurzfristig fortsetzen. Als erste potenzielle Unterstützung dient die Zone bei 1,1631 US-Dollar. Darunter wartet bei 1,1612 US-Dollar ein 61,8-%-Fibonacci-Retracement. Weitere mögliche Korrekturziele auf der Unterseite liegen bei 1,1605 sowie bei 1,1584 US-Dollar.
Unterstützungen:
- 1,1631 US-Dollar
- 1,1612 US-Dollar
- 1,1605 US-Dollar
- 1,1584 US-Dollar
Widerstände:
- 1,1650 US-Dollar
- 1,1667 US-Dollar
- 1,1681 US-Dollar
- 1,1726 US-Dollar
Gold Tageschart (XAUUSD)

Rückblick:
Der Goldpreis legte am Montag und Dienstag spürbar zu und erholte sich damit von den deutlichen Abgaben kurz vor dem Jahreswechsel. In der zweiten Wochenhälfte beruhigte sich das Marktgeschehen, wobei der Kurs auf einem stabilen Niveau von rund 4.470 US-Dollar verharrte.
Charttechnischer Ausblick:
Der Goldpreis notiert aktuell rund 90 US-Dollar unter seinem bisherigen Allzeithoch bei 4.550 US-Dollar. In den kommenden Tagen muss daher damit gerechnet werden, dass Gold diesen Bereich erneut anlaufen oder sogar überschreiten könnte. Mögliche Kursziele liegen neben dem Allzeithoch bei 4.550 US-Dollar auch bei 4.563 US-Dollar. Gelingt es dem Goldpreis, diese eng beieinanderliegenden Widerstände nachhaltig zu überwinden, eröffnen sich weitere potenzielle Ziele auf der Oberseite bei 4.638 oder sogar 4.645 US-Dollar.
Gleichzeitig ist jedoch Vorsicht geboten. Die geopolitische Lage bleibt angespannt, und der Goldpreis ist in der Vergangenheit bereits deutlich an der Marke von 4.550 US-Dollar gescheitert. Eine erneute Korrektur ist daher durchaus möglich. Erste relevante Unterstützungen liegen bei 4.414 und 4.381 US-Dollar. Sollten diese Marken unterschritten werden, müssten weitere Abgaben in Richtung 4.298 oder sogar 4.241 US-Dollar einkalkuliert werden.
Unterstützungen:
- 4.414 US-Dollar
- 4.381 US-Dollar
- 4.298 US-Dollar
- 4.241 US-Dollar
Widerstände:
- 4.550 US-Dollar
- 4.563 US-Dollar
- 4.638 US-Dollar
- 4.654 US-Dollar
S&P 500 Tageschart (US500.c)

Rückblick:
Der S&P startete positiv in die neue Handelswoche und erreichte zur Wochenmitte am Mittwoch sogar ein neues Allzeithoch. In der Folge kam es lediglich zu einer moderaten Korrektur, wobei sich der Index stabil oberhalb der Marke von 6.900 Punkten behaupten konnte.
Charttechnischer Ausblick:
Der S&P 500 setzt seinen Aufwärtstrend weiter fort und könnte auch in den kommenden Tagen neue Rekordstände erreichen. Hält die aktuelle Dynamik an, könnte der Index zunächst sein bestehendes Allzeithoch bei 6.963 Punkten ansteuern und anschließend das Kursziel bei 6.977 Punkten testen. Gelingt der Ausbruch über diese beiden Marken, eröffnen sich weitere potenzielle Ziele im Bereich von 6.999 sowie 7.028 Punkten.
Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass es trotz eines übergeordneten Aufwärtstrends immer wieder zu kurzfristigen Korrekturen kommen kann. Potenzielle Unterstützungszonen für eine solche Gegenbewegung liegen zunächst im Bereich zwischen 6.894 und 6.886 Punkten, gefolgt von der Marke bei 6.859 Punkten. Eine weitere mögliche Unterstützung findet sich bei 6.827 Punkten. Nur wenige Punkte darunter, bei 6.817 Punkten, verläuft zudem die 50-Tage-Linie, die ebenfalls als stabilisierender Faktor wirken könnte.
Unterstützungen:
- 6.894 / 6.886 Punkte
- 6.859 Punkte
- 6.827 / 6.817 Punkte
- 6.786 Punkte
Widerstände:
- 6.963 Punkte
- 6.977 Punkte
- 6.999 Punkte
- 7.028 Punkte
Die kommenden Wirtschaftstermine
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